Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: LG 31MU97-B Teil 4


Eine 14bit LUT weckt in Kombination mit 10bit LVDS-Schnittstellen samt entsprechenden Paneltreibern hohe Erwartungen an die Farbreproduktion. Der LG 31MU97-B kann sie größtenteils erfüllen. Ein kleiner Wermutstropfen sind minimale Farbabrisse in den Tiefen. Sie treten bereits in der Werkseinstellung auf und variieren abhängig von Farbmodus oder Kalibrationsziel – ohne je ganz zu verschwinden. Die Darstellung ist visuell und messtechnisch dennoch stets neutral.

Über die DisplayPort-Eingänge können Signale mit 10bit pro Farbkanal zugespielt werden. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme. Die HDMI-Eingänge sind grundsätzlich ebenfalls nicht farbtiefenlimitiert, die geringere Bandbreite zwingt aber zu Kompromissen hinsichtlich Auflösung oder Bildwiederholfrequenz.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen.

Die subjektive Bildqualität überzeugt. Der LG 31MU97-B kann hier durch seine neutrale Wiedergabe und seine hohe Blickwinkelstabilität punkten. Die leichten Schwächen im Tonwertumfang fallen in realen Anwendungen kaum ins Gewicht. Mit der parametrierbaren Overdrive-Funktion lassen sich unschöne Bewegungsartefakte vermeiden.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des LG 31MU97-B (linkes Foto).

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der LG 31MU97-B besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Starke Körnungs- bzw. Glitzereffekte bleiben damit aus.

4K im Alltagsbetrieb

Im Gegensatz zu frühen Ultra-HD-Monitoren kann der LG 31MU97-B in seiner nativen Auflösung von 4096 x 2160 Pixeln mit vollen 60 Hz im SST-Modus (Single-Stream-Transport) betrieben werden. Damit handelt es sich nun auch aus Sicht der Grafikkarte um einen Monitor.

Im MST-Modus (Multi-Stream-Transport) werden logisch dagegen zwei Monitore mit halbierter horizontaler Auflösung angesteuert – eine zumindest potentielle Problemquelle. Die Verbindung per HDMI ist in dieser Auflösung auf 30 Hz beschränkt. Schon das simple Interagieren auf dem Desktop unterliegt dann starken Einschränkungen: Mauszeiger und Fensterinhalte ruckeln sichtbar über den Schirm.

Von der hohen Pixeldichte profitiert vor allem die Schriftdarstellung. Mit der in den Anzeigeeinstellungen von Windows veränderbaren DPI-Standardeinstellung von 100% werden Symbole und Schriften freilich sehr klein dargestellt. Das Arbeiten kann so, abhängig von Benutzer und Sichtabstand, recht anstrengend sein – auch wenn viel Platz auf dem Desktop garantiert ist.

Einen guten Kompromiss stellt die Einstellung 125% dar. Sie legt rechnerisch einen Bildschirm mit 120 ppi zugrunde. Unter Windows 8.1 kann die Skalierung geräteindividuell definiert werden. Die Darstellung verschiedener Bildschirme im Parallelbetrieb lässt sich so bequem angleichen. Wie gut die UI-Skalierung funktioniert, ist am Ende aber von den konkreten Anwendungen abhängig.

Interpolation

Unsere Testsignale werden sehr ordentlich verarbeitet. Eine Skalierung durch die Grafikkarte verbessert die Darstellung nicht. Die Neutralstellung des elfstufigen Schärfereglers ist bei 5/10 erreicht. Grafische Inhalte werden auch mit höheren Einstellwerten noch ansprechend dargestellt.

Mit SUPER RESOLUTION+ steht ein weiterer Filter zur Hervorhebung von Objektkanten zur Verfügung. Wir können hier aber höchstens die niedrigste Einstellung (Low) empfehlen. Darüber hinaus vermindern störende Doppelkonturen die Bildqualität.

Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 - anamorph) Nein Nicht sinnvoll
SD (4:3) Nein Nicht sinnvoll
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja Ja
PC (16:9) Ja Ja

 << < 4 5 6 7 8 9 10 11 > >>

1 Kommentar vorhanden


Sehr schön, endlich geht es mit der stockenden Monitorentwicklung, jenseits von WQHD/WQXGA, richtig voran :-).

Weiter so!

Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!