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TESTBERICHT: AOC AG271QG Teil 7


Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der AOC AG271QG aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Farbtemperatur "Anwender", Gamma "Gamma3") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der AOC AG271QG zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)


Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibration erhalten wir ein für Gaming-Displays tolles Ergebnis.

Bei der Graubalance messen wir ein durchschnittliches Delta C von 0,47 und eine Range mit einem Delta C von 1,08, was zusammen nur sehr knapp an einem sehr guten Ergebnis vorbeischrammt. Die bunten Farben zeigen gegenüber dem unkalibrierten Display jetzt auch nur noch minimale Abweichungen bei einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,41. Auch die Gammakurve folgt der Normkurve in idealer Weise, bei einem durchschnittlichen Gamma von 2,17. Insgesamt ist das ein tolles Ergebnis für ein Gaming-Display und sagt aus, dass es sich durchaus lohnt, den AG271QG zu kalibrieren.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und ist unter "Leuchtkraft -> Übersteuerung" zu finden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "Schwach", "Leicht", "Mittel" und "Stark". Als Standardwert ist "Mittel" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "Aus"

Gute Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive zeigen keinerlei Auffälligkeiten

Hier erzielt das IPS-Panel ordentliche Zeiten und erledigt sowohl den Schwarz-Weiß-Wechsel als auch den schnellsten Grauwechsel in 10 ms. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte liegt bei 15,4 ms, und für Farbwechsel werden 16,8 ms benötigt.

Der Helligkeitsverlauf zeigt sich sehr schön gleichmäßig, ohne irgendwelche Auffälligkeiten.

60-Hz-Overdrive "Mittel"

Der CtC-Wert gewinnt erheblich ohne negative Auswirkungen auf den Helligkeitsverlauf

Bei mittelstarkem Overdrive zeigt sich ein Verhalten, das sehr oft vorkommt. Während Schwarz-Weiß- und Grauwechsel eine etwas längere Zeit benötigen, wird der wichtigere CtC-Wert, der den Farbwechsel darstellt, viel schneller bewältigt und gewinnt 7,4 ms gegenüber der Messung bei deaktiviertem Overdrive.

Dabei zeigt sich der Helligkeitsverlauf wie bei der Messung ohne Overdrive völlig unauffällig.

60-Hz-Overdrive "Stark"

Die Schaltzeiten wurden mit Bedacht angehoben, um Überschwinger zu vermeiden

Bei stärkster Beschleunigung findet sich der Schwarz-Weiß-Wechsel zeittechnisch in etwa auf dem Niveau der Messung ohne Overdrive bei 10,4 ms wieder. Grauwechsel und Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte gewinnen etwas bei 6,8 und 11,5 ms. Der CtC-Wert gewinnt ebenfalls ein wenig mit 8,6 ms. Das sind insgesamt zwar keine unglaublich schnellen Zeiten, selbige wurden allerdings von den Ingenieuren mit Bedacht angehoben. Zeuge dafür ist der Helligkeitsverlauf mit minimalen Überschwingern, die man in dieser Stärke nur messtechnisch darstellen kann. Im Grunde muss bei den meisten anderen Displays diese Stufe gestrichen werden, da sie einen Helligkeitsverlauf jenseits von Gut und Böse abliefern und oft unsere Grafik sprengen. Somit relativiert sich dieses Ergebnis und zeigt eine ordentliche Leistung.

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13 Kommentare vorhanden


Ein weiteres "sehr gut" für einen Monitor mit diesem Panel. Prad schafft sich ab.
was genau gibts zu beanstanden am Panel?
lG
Zu beanstanden gibt es die krassen Lichthöfe am Rand des Panels. Ab einem gewissen Preisniveau erwartet man da anderes. Da hilft auch keine gute Farbraumabdeckung oder GSync. Aber AOC ist hier nicht der einzige Hersteller mit Problemen. Der Asus PG279Q hat ebenfalls eine riesige Serienstreuung bei den Panels. Auf so ein Lotteriespiel habe ich keine Lust, wenn ich 700€+ für einen Monitor ausgebe. Und daher finde ich es sehr optimistisch ein sehr gut zu geben. Da bin ich zu 100 Prozent bei sirmixalot.
@Hellsoul:
Das ist das eine Problem. Die Serienstreuung verursacht nicht nur dieses heftige Backlightbleeding, nein. In den allermeisten Geräten treten nicht nur mehrer Pixelfehler, sondern auch ganze Partikeleinschlüsse auf. prad.de weiß von dieser Tatsache ganz genau. Die leben ja auch nicht hinterm Mond. Der ganze Sachverhalt ist ja auch nicht erst seit gestern bekannt.

Nein, die verheimlichen das ganz einfach. Die möchten wohl weiterhin AOC-Monitore testen dürfen. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.
Was bist Du denn für ein Verschwörungstheoretiker? Zuerst einmal testen wir das uns bereitgestellte Gerät und mutmaßen nicht was ansonsten für Meinungen existieren. Wir gehen unvoreingenommen an den Test und lesen nicht erst was andere eventuell bemängelt haben. Dieser Monitor kam fabrikneu aus dem Großlager Niederlanden direkt zu uns. Eine Vorselektion ist unwahrscheinlich, kann aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden. Serienstreuung gibt es bei fast allen Herstellern. Die Wertung entspricht genau dem was der Redakteur, der übrigens fast alle unsere Gaming-Monitore testet, im Test ermittelt hat. Vielleicht wurden die Anfangsprobleme auch gelöst? Auch das weiß ich nicht.
Ich möchte mich auch kurz in die Diskussion einklinken. Ich bin der Testredakteur, der diesen Test geschrieben hat. @Sirmixalot + Hellsfoul: Diese Lichthöfe, die da zu sehen sind verschwinden bei minimalem Lichteinsatz und sind dann nicht mehr sichtbar, außer man starrt stumpf in die Ränder, was aber im Spiel nicht passieren wird. Dieser Monitor hat sich mit einer solchen Leistung redlich ein "Sehr Gut" verdient, da er eine Top-Performance abliefert und nebenbei auch noch für Hobbyfotografen eine Option ist. Zeig mir doch bitte einmal ein Grafikmonitor in diesem Preissegment, mit dem man auf hohem Niveau spielen kann. Sollen wir diesen Modellen dann auch maximal ein "Gut" geben, da sie nicht in allen Gebieten eine Top-Performance abliefern? Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es halt nicht und dieser Monitor kann dafür eine Menge, obwohl es ein reines Gaming-Display ist.
@Andi: Damit ist alles gesagt. Wissen wir ja Bescheid. Jeder, der nicht hinterm Mond lebt oder sogar mal eines dieser AOC-Panels in seinem Monitor erlebt hat kann eure Tests nun einordnen.

Danke für den Offenbarungseid.

@Testredakteur:
Mir persönlich geht es um Partikeleinschlüsse und Pixelfehler, die außerhalb eurer vorselektierten Geräte bei jedem Panel vom Typ AOC 144hz WQHD auftreten. Bitte öffnet eure Augen. Es existieren keine komplett fehlerfreien Versionen dieses Panels außerhalb eurer Tests. Kauft euch bitte mal einen als Privatperson, ihr könnt ihn ja wieder zurückschicken.
Solche Tests führen Leute nämlich in die Irre. Man erhofft sich, wenn man schon so viel Geld in die Hand nimmt, dass man einen einwandfreien Monitor erhält. Einen Monitor, der das Geld dann wenigstens auch wert ist. Was man erhält ist nur noch eins: Ärger. Und Arbeit beim Zurückschicken.
Kann mir kaum vorstellen, dass Bildbearbeitung Spaß macht mit toten Pixeln, defekten Subpixeln und Staubeinschlüssen.


Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit,
eine Privatperson, der in den "Genuss" einiger dieser Monitore gekommen ist
Diskussionen in allen Ehren, aber was Du hier machst sind Verallgemeinerungen und Unterstellungen! Du kannst Dir sicher sein, dass Pixelfehler und Einschlüsse, wenn diese bei unserem Testmuster vorhanden gewesen wären, auch von uns entdeckt worden wären. Und zu mutmaßen, dass alle Panels diese Probleme haben ist eine Behauptung, mehr nicht. Nur weil Du einige, was auch immer das bedeutet, selbst gesehen hast. Vielleicht betraf dies auch nur eine bestimmte Charge. Ich denke an dieser Stelle bringt eine weitere Diskussion auch nichts. Jeder der diesen Test liest, wird auch Dein Statement lesen und kann selbst entscheiden was er mit der Info anfängt. Dafür sollen die Kommentare auch dienen. Ich will keineswegs ausschließen, dass fehlerhafte Panels bei dieser Serie existieren! In der Regel zeigen sich unzufriedene Nutzer aber deutlich mitteilsamer als zufriedene Nutzer. Und ich denke, dass kein Händler dieses Modell weiterhin im Angebot behält, wenn alle verkauften Geräte wieder retour gehen.
Prinzipiell hast du damit recht, dass es jetzt jeder lesen kann. Bei diesem speziellen Monitor. Beim MG279Q sowie dem Acer XB27... steht immernoch ein "sehr gut" unkommentiert da.

Ich bitte euch nur mal, einen beliebigen Monitor mit diesem Panel als Privatperson bei einem Händler zu erwerben. Oder geht in einen Laden und erbittet, das EIZO-Monitortool auf den Geräten laufen zu lassen.

Gebrauchte Monitore diesen Typs, die nur schwaches Backlightbleeding und nur kleine Staubeinschlüsse aufweisen, erzielen auf Marktplätzen wie dem hardwareluxx-Forum gute Preise. Seht es euch einfach selbst an...
Zur Serienstreuung des Asus PG279Q habe ich ein interessantes Video gefunden (20 Monitore getestet). Das muss natürlich nicht für den AOC gelten:
https://www.youtube.com/watch?v=mje_fmayu0k

Auf jeden Fall verunsichert mich die Serienstreuung bei diversen Herstellern extern und ich weiß nicht, welchen Monitor ich nehmen soll.
Hallo,
ich habe selten so einen Unsinn wie von sirmixalot gelesen. Was heisst denn hier "Wissen wir ja bescheid" !? Du redest jetzt für alle Besucher hier ?
Du glaubst etwas aufgrund Deiner Erfahrungen und unterstellst den Testern von Prad ein "Wohlwollen" dem Hersteller gegenüber.

Den Offenbarungseid hast eher Du in Bezug auf objektive und kritische Beurteilung geleistet.
Du bist ein verärgerter Kunde..... mehr nicht.

Ich selbst kann den Test von Prad voll und ganz nachvollziehen, da ich mir als "Privatperson" den AOC AG271QG im Internet selbst gekauft habe.

Die Fakten mehrerer unterschiedlicher Geräte mit 27" WQHD IPS PANEL VON AU Optronics:

AOC AG271QG
- 0 Pixel und Subpixelfehler
- 0 Staubeinschlüsse
- Backlightbleeding rechts unten stark ausgeprägt ragt fast bis in die Bildmitte
- Farbverlauf graublau links und rechts Senkrecht im Randbereich von oben bis unten
- Im Zentralbereich zeigt der Monitor eine gute bis sehr gute homogene Farb- und Helligkeitsverteilung

ASUS MG279Q
- 0 Pixel und Subpixelfehler
- 5 Staubeinschlüsse
- Backlightbleeding rechts unten gering ausgeprägt
Panel wirkt sehr unscharf
- Im gesamten Bereich zeigt der Monitor eine sehr homogene Farb- und Helligkeitsverteilung

ASUS PG279Q
0 Pixel und Subpixelfehler
0 Staubeinschlüsse
1 Mangel mit beschädigtem Coating ca. 1x1mm sichtbar im linken Randbereich bei sehr hellem Hintergrund, jedoch unauffällig bei normalen Gebrauch.
Backlightbleeding rechts unten gering ausgeprägt, links leicht und noch akzeptabel
- schlechte Farb- und Helligkeitsverteilung
Der Händler hat den Monitor aufgrund des Mangels mit einem enormen Preisnachlass verkauft.

Mein Urteil zu den Monitoren:

AOC: Fast guter Monitor, das BLB rechts unten stört mich aber sehr, ebenso die Farbunreinheiten links/rechts.

ASUS MG279Q: Ziemlich unscharf mit inakzeptablen Staubeinschlüssen.

ASUS PG279Q: Sehr schlechte Farb- Helligkeitsverteilung im zentralen Bildfeld, dafür sehr günstig und nur beim surfen auffällig.

Wer muß jetzt seine Augen öffnen ?
@Hellsfoul:

Dann musst Du zu einem anderen Monitor wie EIZO Foris 2735 oder ViewSonic XG2703-GS für fast 1000 EUR greifen, falls das zu teuer ist, bleibt noch ein TN Panel kaufen und andere Einschränkungen (Pixel Inversion/schlechte Blickwinkelstabilität, schlechte Farben) in Kauf zu nehmen.
Selbst bei einem EIZO kannst Du Pech haben, wird aber minimiert, da die Monitore von Hand nachjustiert werden.

Für die gebotene Qualität sind sämtliche 27";IPS;WQHD;144/165Hz Monitore 25% zu teuer.
Und wenn dann Hersteller auf ihre hohen Qualitätsstandards verweisen dann klingt das für mich als Endkunde einfach nur Absurd.

Qualität hat ihren Preis, hier nämlich 200 EUR Aufpreis zum Massenprodukt !
Klingt etwas zynisch, ist aber wohl so.
Habe nun diesen Monitor. Das IPS-Glitzern ist schon heftig... Und das Coating ziemlich schrecklich: Links geht das weiß ins gräulich gelbe. Warum verliert prad nie ein Wort über solche Dinge? Bekommt ihr immer perfekte Coatings? Meine ersten U2412HM hatten auch schlimme Coatings. Weiß gar nicht mehr, wie oft ich den damals getauscht habe, bis ich mich damit abgefunden habe. Schade, scheint nur bei IPS der Fall zu sein, ohne jetzt wirklich viele VA oder TN gesehen zu haben. Der Rest ist klasse beim Agon.

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