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TESTBERICHT: Asus MG24UQ Teil 4


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

In den GameVisual-Bildmodi ist auch ein sRGB-Modus zu finden. Dieser würde im Anschluss allerdings auch bei guten Ergebnissen nicht viel weiterhelfen, da der Helligkeitsregler gesperrt ist.

Die Ergebnisse fallen etwas besser aus, als bei der ersten Messung. So erreicht das Display mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,85 ein gutes Ergebnis. Die Range schließt mit einem Delta C von 2,11 befriedigend ab, und auch der Weißpunkt liegt mit 6900 Kelvin nicht mehr so weit von den angestrebten 6500 Kelvin entfernt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS MG24UQ aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Rennmodus", Farbtemperatur "Anwendermodus") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS MG24UQ zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibration erhalten wir nun Werte, die auch der 100-prozentigen sRGB-Farbraumabdeckung gerecht werden. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,28 und einer Range von 0,87 erhalten wir in beiden Fällen sehr gute Ergebnisse. Ein Doppelplus erreichen auch die bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,29. Passend zu diesen Ergebnissen folgt die Gammakurve deckungsgleich der Normwertkurve bei 6500 Kelvin. Wenn der MG24UQ auch für die EBV genutzt werden soll, so ist eine Kalibrierung notwendig.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und ist unter "Bildeinrichtung -> TraceFree" zu finden. Hier ist die Stärke der Pixelbeschleunigung von 0 bis 100 in Zehnerschritten wählbar. Voreingestellt ist die Stärke bei 60.

Bei den letzten beiden Grafiken ist Folgendes zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, bei fast allen Grafiken auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

60 Hz TraceFree "0"

Ohne Pixelbeschleunigung benötigt der MG24UQ 12,2 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel und 10,9 ms für den schnellsten Grauwechsel. Der Mittelwert für 15 Messpunkte beträgt 18 ms, und der CtC-Wert geht bei 15 ms durch das Ziel.

Zu den mehr oder weniger durchschnittlichen Zeiten ist auch der Helligkeitsverlauf völlig unauffällig.

Durchschnittliche Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

60 Hz TraceFree "60"

Während der Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14 ms sogar langsamer wird, legt der schnellste Grauwechsel mächtig zu und halbiert die Schaltzeit zur Vormessung auf 5 ms. Auch der Mittelwert unserer 15 Messpunkte gewinnt erheblich an Zeit und wird mit 12,1 ms gemessen. Der sehr wichtige CtC-Wert profitiert am meisten durch die Pixelbeschleunigung und benötigt nur noch 6,2 ms. Der Geschwindigkeitsgewinn macht sich allerdings auch im Helligkeitsverlauf bemerkbar und zeigt in der Grafik schon deutliche Überschwinger.

Erheblicher Geschwindigkeitsgewinn bleibt beim Helligkeitsverlauf nicht ohne Folgen

60 Hz TraceFree "100"

Bei maximaler Pixelbeschleunigung wird der Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,8 ms gemessen und bleibt immer noch hinter der Zeit ohne Pixelbeschleunigung. Die restlichen Schaltzeiten legen dafür abermals im Tempo zu. Der schnellste Grauwechsel benötigt schnelle 3,4 ms und der Mittelwert der 15 Messpunkte nur noch 9,2 ms. Beim CtC-Wert, der die Zeit zwischen Mischfarben angibt, werden nur noch superkurze 3 ms benötigt, was ihn unter die Top 10 der Geräte bei 60 Hz, die bislang von uns gemessen wurden, bringt. Hier wollten die Ingenieure allerdings zu viel aus dem Display herausholen, da der Helligkeitsverlauf die Grenzen unserer Grafik sprengt. Inwieweit sich das visuell äußert, wird im Teil "Subjektive Beurteilung" geschildert.

Sehr schnelle Schaltzeiten sprengen die Grafik des Helligkeitsverlaufs

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Netzdiagramm TraceFree "0" (links) und "60" (rechts)

Netzdiagramm TraceFree "100"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von superkurzen 1,2 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von 4,6 ms erreicht das Display eine sehr schnelle Gesamtlatenz von nur 5,8 ms. Damit eignet es sich besonders für FPS-Titel, bei denen es auf jede Millisekunde ankommt.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Obwohl alle Monitore einen großen Parcours mit hochempfindlichen Messgeräten durchlaufen müssen, produzieren einige Geräte Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive. Auch werden hier verschiedene Optionen z. B. für den Spielbetrieb beschrieben, und erläutert, wie sich die Messergebnisse visuell darstellen. Dafür haben wir uns hingesetzt und mit dem Monitor Filme geschaut, gespielt und kleinere Praxis-Tests durchgeführt.

Wir haben zum größten Teil die Rennsimulationen "DiRT 3" und "DiRT Rally" zur Beurteilung der Spieleigenschaften gewählt. Durch die Cockpit-Ansicht befinden sich die schnell bewegten Bildanteile direkt in der Front anhand der Schotterpiste. Außerdem eignen sich die starken Kontraste zwischen Himmel und Baumwipfel, um eine Koronabildung zu erkennen, falls die Ingenieure zu sehr an der "Geschwindigkeitsschraube" gedreht haben.

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