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TESTBERICHT: Asus PA329Q Teil 4


Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Praktisch das gleiche Bild finden wir beim Vergleich mit dem Adobe-RGB-Farbraum. Die Grauwerte sind gut, die Farbwerte sehr gut, und die Abdeckung steigt auf 99 Prozent.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

Selbst der ECI-RGB-Farbraum kann zu 94 Prozent abgedeckt werden. Einige gesättigte Tonwerte in ECI-RGB v2 können allerdings nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze dargestellt werden. Damit steigt auch die Gefahr von Tonwertabrissen in diesen Bereichen. Dennoch ein gutes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Hardware-Kalibration

Mit der "ASUS ProArt™ Calibration Technology" kann der PA329Q aber auch hardwareseitig kalibriert werden. Allerdings wird dabei kein ICC-Profil erzeugt. Die ASUS-Methode ist eher als Farbraum-Emulation zu verstehen, die dann aber auch außerhalb von CMM-fähigen Anwendungen funktioniert.

Die dazu notwendige Software hat ASUS auf der CD beigelegt – allerdings in einer Betaversion. Über das Internet findet man dann zumindest eine Version 1.03. Die Installation verläuft zwar schnell, aber nicht reibungslos. Einerseits muss vorher die Vorgängerversion manuell deinstalliert werden, zum anderen schlagen sowohl Windows-10-Smartscreen als auch der Virenscanner Alarm, weil ASUS sich nicht richtig als Herausgeber der Software zu erkennen gibt.

Insgesamt wirkt die Software doch recht einfach gestrickt, hakt hier und da und ist mit professionellen Lösungen wie z. B. dem ColorNavigator von EIZO nicht zu vergleichen.

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Nach dem Begrüßungsbildschirm gelangt man zu den Einstellmöglichkeiten, um das Ziel zu definieren. Auch die erweiterten Einstellmöglichkeiten sind hier etwas grob, beispielsweise lässt sich die Helligkeit nur in 50er-Schritten vorgeben. Als Zielwert haben wir daher 150 cd/m2 gewählt; Gamma 2.2, Farbtemperatur 6500 K.

Für den Zielfarbraum gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten:

· sRGB/Rec. 709
· Adobe RGB
· BT 2020/Rec. 2020
· DCI-P3
· xvYCC

Mit den oben genannten Werten haben wir einmal auf den sRGB-Farbraum und einmal auf Adobe RGB kalibriert.

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Auf Wunsch kann man auch die Uniformity optimieren. Wir haben zwei Durchläufe ohne und einen Durchlauf mit dieser Option durchgeführt. Zum Abschluss kann man das erzielte Kalibrierungs-Ergebnis in einem Profil abspeichern und den beiden User-Modi zuweisen. Der Aufruf kann dann direkt über die Schnellwahltasten am Monitor erfolgen. Es gibt zwar nur zwei User-Modi, Profile können aber beliebig viele erstellt werden. Der Wechsel eines User-Modus zu einem anderen Profil geht schnell und unkompliziert.

Zum Abschluss der Kalibration erhält man einen kleinen Bericht. Abgesehen vom Helligkeitsziel werden die Ziele danach recht gut erreicht.

Links Farbraum-Emulation sRGB, rechts Farbraum-Emulation aRGB

Zum Abschluss haben wir noch einmal auf Adobe RGB kalibriert und dabei auch die Optimierung der Uniformity angestoßen. Für bestmögliche Genauigkeit wurde dabei die Option 5x5 gewählt. Vor der eigentlichen Kalibrierung erfolgt dann eine Messung an 25 verschiedenen Feldern. Ein recht aufwendiger und zeitraubender Vorgang, der leider das Ergebnis nur verschlechtert hat. Das Helligkeitsziel wird schon im Software-eigenen Report mit 194 cd/m2 als massiv verfehlt ausgewiesen.

Kalibration auf Adobe RGB unter Verwendung der Uniformity-Optimierung

Gleichzeitig zeigte die Überprüfung mit unserem Test zur Bildhomogenität keine Verbesserung, sondern etwa die gleichen (schlechten) Werte wie ohne jegliche Optimierung.

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die Farbraumtransformationen werden wunschgemäß umgesetzt. Das ermöglicht eine definierte Darstellung auch abseits von Abläufen auf Basis von ICC-Profilen. Auffällig ist nur der Gammaverlauf bei der Kalibrierung auf Adobe RGB. Er entspricht immer noch der sRGB-Vorgabe, obwohl er linear sein müsste und das im Adobe-Werks-Preset auch war.

Für den einen oder anderen mag sich die Frage stellen, wozu man das überhaupt braucht, da doch die Werks-Presets bereits so gut abgeschnitten haben. Zum einen, weil hiermit auch andere Farbräume als sRGB und Adobe RGB emuliert werden können. Zum anderen, weil in den so geschaffenen User-Modi jetzt auch die Helligkeit angepasst werden kann.

Reaktionsverhalten

Den ASUS PA329Q haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und läuft bei ASUS unter der Bezeichnung "Trace Free". Die Werteskala reicht von 0 bis 100 und kann in sechs Stufen (0, 20, 40, 60, 80 und 100) geregelt werden. Als Standardwert ist "60" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "TraceFree 0"

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 13,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 12,1 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 18,1 ms und der CtC-Wert wird mit 13,8 ms ermittelt. Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

60 Hz (Overdrive "TraceFree 0"): befriedigende Schaltzeiten und keine Überschwinger

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1 Kommentar vorhanden



Ich habe diesen Monitor heute gekauft und ich werde ihn mit einem SPyder5 Pro kalibrieren. Also schlägst du mir vor, die Uniformitätsoptimierung nicht zu kalibrieren?

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