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TESTBERICHT: Asus PG348Q Teil 4


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der ASUS PG348Q ein exzellentes Ergebnis. Bereits vor der Kalibrierung erreichen wir eine sRGB-Abdeckung von 99 Prozent, die auch nach der Kalibrierung so bestehen bleibt.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus "Racing Mode", Farbtemperatur "Anwendermodus" Helligkeit 80 und Kontrast 50.

Hier liefert der ASUS PG348Q ein tolles Ergebnis ab und erreicht mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,28 und einer Range von 0,9 sehr gute Werte.

Graubalance in der Werkseinstellung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Im OSD-Menü ist ein sRGB-Modus zu finden. Auch hier werden wieder sehr gute Werte bei den Grauwerten erzielt, allerdings liegt die Gammakurve im Mittel bei einem Wert von 2,0 und fällt bei 75 Prozent Helligkeit noch weiter ab. Auch die bunten Farben können mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 2,6 nicht mehr als ein befriedigendes Ergebnis erreichen. Wir empfehlen, den ASUS PG348Q für farbverbindliche Arbeiten im sRGB-Farbraum zu kalibrieren.

Farbwiedergabe im sRGB-Modus

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS PG348Q aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Farbtemperatur "Anwendermodus") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS PG348Q zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor kalibriert auf sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibrierung erhalten wir aufgrund der etwas erhöhten Range bei den Grauwerten ein gutes Ergebnis, während die bunten Farben mit einem sehr guten Ergebnis abschließen. Auch die Gammakurve verläuft nun parallel der Normkurve. Insgesamt ist das ein sehr ansprechendes Ergebnis für ein Display, das eigentlich für den Spielbetrieb entworfen wurde.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter Bildeinrichtung -> OD zu finden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "Normal" und "Extreme." Als Standardwert ist "Normal" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "Aus"

Bei deaktiviertem Overdrive erhalten wir durchweg durchschnittliche Schaltzeiten. Wir messen für den Schwarz-Weiß-Wechsel 13,8 ms und für den schnellsten Grauwechsel 11,4 ms. Der Durchschnittswert von 15 Messpunkten wird mit 20 ms gemessen. Die Zeit, die der Wechsel zwischen zwei Mischfarben benötigt, beträgt 6,1 ms und wird als CtC-Wert vermerkt. Insgesamt sehen wir durchschnittliche Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf.

Durchschnittliche Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

60-Hz-Overdrive "Normal"

Bei mittlerem Overdrive verlängern sich die Schaltzeiten bis auf den Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte sogar. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigen wir nun 15,7 ms. Für den schnellsten Grauwechsel sind es 11,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt nun 16,1 ms. Der CtC-Wert benötigt mit 8,9 ms nun 2,8 ms mehr.

Der Helligkeitsverlauf ist auch hier unauffällig.

Oftmals langsamere Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

 

60-Hz-Overdrive "Extreme"

Bei maximaler Pixelbeschleunigung sind die Schaltzeiten beim Schwarz-Weiß-Wechsel nach wie vor langsamer als bei deaktiviertem Overdrive. Die benötigte Zeit für den schnellsten Grauwechsel reduziert sich nun auf 9,4 ms. Der Durchschnittswert für die 15 Messpunkte reduziert sich auf 11,5 ms. Der CtC-Wert benötigt nun 5,2 ms.

Der Helligkeitsverlauf zeigt hier moderate Überschwinger. Insgesamt kann das Display bei 60 Hz noch nicht vollkommen überzeugen, wobei die Bildaufbauzeit für ein so großes Panel doch ansprechend ist.

Ordentliche Schaltzeiten und kräftige Überschwinger

Bei den Grafiken ist Folgendes zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

100-Hz-Overdrive "Normal"

Bei der ersten Stufe der Overdrive-Einstellungen erreichen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel in 12,8 ms und den schnellsten Grauwechsel in 8,6 ms. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte beträgt 10,4 ms. Der wichtige CtC-Wert benötigt 5 ms, um von einer Mischfarbe zu einer anderen zu wechseln. Hier erreichen wir gegenüber anderen Gaming-Displays überall durchschnittliche Werte. Der Helligkeitsverlauf bleibt unauffällig.

Gute Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

100-Hz-Overdrive "Extreme"

In den maximalen Einstellungen werden folgende Ergebnisse erzielt: Der Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt 11,6 ms, während der schnellste Grauwechsel mit 4,8 ms fast halbiert ist. Der Durchschnittswert für die 15 Messpunkte beträgt genau 7 ms. Der CtC-Wert halbiert sich auch und benötigt 2,5 ms. Alles in allem sehr schnelle Schaltzeiten, allerdings offenbart der Helligkeitsverlauf einen sehr starken Ausschlag, der in der Praxis zu Doppelkonturen führt. Wie sich das Display bei diesen Einstellungen optisch schlägt, lesen Sie in dem Teil "Subjektive Beurteilung".

Schnelle Schaltzeiten und starke Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Netzdiagramm Overdrive "Aus" (links), "Normal" (Mitte) "Extreme" (rechts)

Netzdiagramm Overdrive "Normal" (links) und "Extreme" (rechts)

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