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TESTBERICHT: BenQ PD2700Q Teil 3


Wie für einen Grafikermonitor üblich, können Farbtemperatur und Gammawert über einen breiten Bereich angepasst werden. Beim Gammawert bietet der Monitor ein enormes Spektrum. Werte können hier mit einer Schrittweite von 0,2 zwischen 1,8 und 2,6 ausgewählt werden. Die Farbtemperatur wird hingegen nicht in der gebräuchlichen Einheit Kelvin angegeben und die Auswahl wird auf die Einstellungen "Normal", "Bläulich" und "Rötlich" begrenzt. Ausgegraut ist die Option "Benutzerdefiniert", die zur Anpassung der einzelnen Farbkanäle führt. Sie ist erst nutzbar, wenn man im erweiterten Bildmenü den Bildmodus "Nutzer" wählt, der nicht unmittelbar auffindbar ist und erst durch Scrollen mit den Menütasten sichtbar wird.

Mit den Bildmodi "Rec.709", "sRGB", "CAD/CAM", "Dunkelkammer", "SPAR", "Low Blue Light" und "Animation" bietet der PD2700Q eine Vielzahl an Voreinstellungen an, die in den letzten beiden Fällen noch weiter angepasst werden können. Mit dem Modus "SPAR" ist übrigens der Eco-Mode und nicht irgendein Industriestandard gemeint. Rec. 709 ist ein HDTV-Standard, mit dem zulässige Bildwiederholraten spezifiziert und auch Blu-ray-Discs wiedergegeben werden. Vom Farbraumvolumen ist er mit dem im Webbereich gebräuchlichen sRGB-Farbraum verwandt, auch wenn ersterer andere Gammawerte und neben 8 Bit noch eine 10-Bit-Farbcodierung zulässt.

BenQ sorgt im Rec.-709-Farbraum insbesondere für eine geringe Bildschirmhelligkeit (17) und etwas dunklere Tiefen. Der Bildmodus "Animation" verstärkt hingegen den Kontrast von Schatten, während "CAD/CAM" dies allgemein bei CAD-/CAM-Anwendungen tut. Mit "Low Blue Light" lässt sich der Blauanteil des Farbspektrums verringern, was ein augenschonenderes Arbeiten ermöglicht.

Als Besonderheit weist der PD2700Q im erweiterten Bildmenü eine DualView-Anzeige auf, mit der der rechten Bildhälfte des Monitors separat ein Bildmodus zugewiesen werden kann. Damit können die Unterschiede zwischen den einzelnen Bildmodi noch deutlicher und nachvollziehbarer voneinander abgegrenzt und beurteilt werden. Eine zeitgleiche Wiedergabe von zwei Signalquellen ist mit dem PD2700Q hingegen nicht möglich.

Links Menü "Farbe", rechts Menü "Bildmodus"

Auch für das Zurücksetzen des Monitors in den Ausgangszustand haben die BenQ-Ingenieure eine neue Sprache gefunden und dies in den Systemeinstellungen mit dem Wort "Vorgabe" benannt. Wer mit BenQ-Monitoren vertraut ist, sollte diese sprachlichen Hürden bereits überwunden haben.

Bildqualität

Die Bildqualität des hochauflösenden Panels macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Das Bild wirkt leuchtend hell und kontrastreich, die Farben kräftig. Die glatte Oberfläche des Panels ist gut entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung kann, je nach Helligkeit und Umgebung, gedämpfte Reflexionen auf dem Bildschirm erzeugen.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 90, Kontrast 50, Schärfe 5, Gamma 2,2, Farbtemperatur "Normal" und Bildmodus "Standard". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf gelingt dem PD2700Q in der Werkseinstellung sehr gut. Weder Dithering noch Banding sind zu erkennen. Farbschimmer treten nicht auf.

Graustufen und -verlauf

Bei der Graustufendifferenzierung schneidet der PD2700Q nahezu sehr gut ab: die hellsten und auch die dunkelsten Stufen werden gleichmäßig differenziert. Die sehr dunklen Farbtöne heben sich jedoch nur geringfügig vom reinen Schwarzwert ab. Sie sind erst ab Stufe 6 erkennbar, während die hellsten Farbtöne bis Stufe 254 unterscheidbar sind. Bei seitlicher Betrachtung hinterlässt das IPS-Panel wiederum einen sehr guten Eindruck. Lediglich die tiefen Farbtöne laufen etwas stärker zu. Wer Wert auf eine bessere Durchzeichnung der dunklen Farbtöne legt, kann den Bildmodus "Animation" wählen und damit den Kontrast der dunklen Farbtöne bis zu Stufe 1 hinab sichtbar werden lassen. Mit dem Bildmodus "CAD/CAM", der keinen Wert auf Schattenzeichnungen legt, laufen hingegen alle dunkel dargestellten Farbtöne zu.

Ausleuchtung

Die gleichmäßige Ausleuchtung eines Schwarzbildes in einem abgedunkelten Raum gelingt dem BenQ PD2700Q gut. Der Schwarzwert des IPS-Panels wirkt heller und nicht so satt, wie es bei VA-Panels möglich ist. Eine Wolkenbildung zu den Bildrändern hin ist erkennbar, fällt jedoch recht moderat aus. Ein Foto mit zweifach verlängerter Belichtungszeit verdeutlicht diesen Umstand.

Ausleuchtung bei normaler und zweifach verlängerter Belichtung

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ PD2700Q

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 349,5 cd/m². Das entspricht ziemlich genau der Herstellerangabe von 350 cd/m². Mit D65 als Weißpunkt erreichen wir etwas weniger: 336,7cd/m². Dabei kann der PD2700Q bis zu einer Minimalhelligkeit von 43 cd/m² linear heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist. Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels liegt dabei nahezu konstant bei sehr guten 1230:1 und übertrifft damit die Herstellerangaben von 1000:1.

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