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TESTBERICHT: Eizo CG2420 Teil 2


OSD

Das OSD gliedert sich in sechs Hauptmenüpunkte. Es unterscheidet sich optisch stark von der noch im Eizo CG247 genutzten Ausführung, wird in dieser Form aber inzwischen in vielen Modellen implementiert.

Über einen Helligkeitsregler wird die Intensität der Hintergrundbeleuchtung verändert. Der gewünschte Weißpunkt kann über Voreinstellungen in Kelvin, drei RGB-Gain-Regler oder normative Vorgaben angepasst werden.

Eine Veränderung der Tonwertkurve ist über den Gamma-Regler möglich. Beschränkte sich die Auswahl früher auf fixe Werte (1.6 - 2.7), kann nun unter anderem auch die sRGB-Charakteristik direkt ausgewählt werden. Vordefinierte Farbmodi steuern die Farbraumemulation, die allerdings deutlich präziser über Color Navigator angepasst werden kann.

Drei Skalierungseinstellungen erlauben die seitengerechte, flächenfüllende und unskalierte Anzeige eingehender Signale. Ihr Dynamikumfang kann nun einfacher als in früheren Versionen berücksichtigt werden.

Die Selbstkalibration wird über einen eigenen Menüpunkt konfiguriert. Aus einer vorhergehenden Kalibration mit Color Navigator werden die notwendigen Zielparameter ermittelt. Die Einstellungen, zum Beispiel eine genaue Zeitplanung, können vom Benutzer allerdings auch vollständig in der Software verwaltet werden.
Weitere Funktionen umfassen die Auswahl der Menüsprache und die Positionierung des OSD. Die Pixelbeschleunigung (Overdrive) kann, sofern überhaupt umgesetzt, nicht konfiguriert werden.


Das Menü des Eizo CG2420

Bildqualität und Signalverarbeitung

Allgemein

Eizo greift für den CG2420 auf ein 24-Zoll großes IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung zurück. Weitere Informationen sind dem Datenblatt nicht zu entnehmen. Die ermittelte spektrale Strahlungsverteilung unterscheidet sich deutlich von der der bislang häufig eingesetzten Kombination aus grünen und blauen LEDs mit rotem Leuchtstoff (GB-r). Wir vermuten, dass in diesem Fall ausschließlich blaue LEDs, versehen mit grünem und rotem Leuchtstoff, zum Einsatz kommen. Diese spezielle W-LED-Umsetzung wird von Panasonic in einigen LC-Modulen zur Steigerung des Farbumfangs verwendet. Auch die weiteren technischen Daten sprechen für ein Panel des Landsmannes (VVX24F152H00).

Spektrale Strahlungsverteilung Weiß nach Farbfiltern (i1 Pro; optischer Bandpass: 10 nm)

Kernelement der Signalverarbeitung ist eine programmierbare LUT mit einer Präzision von 16bit pro Farbkanal. Sie stellt eine akkurate und verlustfreie Farbreproduktion sicher – sowohl vor als auch nach der Hardware-Kalibration via Color Navigator. Im Unterschied zu vielen anderen Modellen der CG-Reihe handelt es sich nicht um eine dreidimensionale Tabelle. Das ist für die meisten Anwendungsbereiche kein echter Nachteil. Selbst die Farbraumemulation kann mit einer einfachen und dennoch sehr robusten LUT-Matrix-LUT-Konfiguration realisiert werden. Dennoch ergeben sich bestimmte Einschränkungen, auf die wir später noch kurz eingehen.

Über den DisplayPort-Eingang können Signale mit 10bit pro Farbkanal zugespielt werden. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme. Der HDMI-Eingang verarbeitet auch eine Farbtiefe von 12bit pro Kanal.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen

Die subjektive Bildqualität stellt auch anspruchsvollste Benutzer zufrieden. Der Eizo CG2420 überzeugt durch seine neutrale und homogene Darstellung, seine hohe Blickwinkelstabilität und seinen hervorragenden Kontrastumfang. Überdies wurde ein für die IPS-Technologie sonst üblicher Kontrastverlust, der bereits bei frontaler Betrachtung zu störenden Aufhellungen führen kann, stark reduziert.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des Eizo CG2420 (linkes Foto).

Ein mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Eizo CG2420 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Körnungs- beziehungsweise Glitzereffekte bleiben fast vollständig aus.

Interpolation

Unsere Testsignale werden gut verarbeitet. Eine Skalierung durch die Grafikkarte verbessert die Darstellung nicht. Eizo verzichtet auf einen separaten Schärferegler, der jedoch in den meisten Umsetzungen ohnehin meist nur fragwürdige Verbesserungen erzielt.

Inhalte mit quadratischem Pixelseitenverhältnis können verzerrungsfrei dargestellt werden. Bei Verwendung des HDMI-Eingangs wird das abweichende Pixelseitenverhältnis von 4:3 und 16:9 SD-Signalen durch angepasste Einstellungen berücksichtigt.

Skalierungsoptionen


Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 - anamorph) Ja Nicht sinnvoll
SD (4:3) Ja Nicht sinnvoll
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja Ja
PC (16:9) Ja Ja

Die folgenden Bilder geben einen groben Eindruck über die Qualität der Skalierung wieder. Der Abstand der Kamera zum Bildschirm ist stets identisch und es wird immer seitengerecht auf Vollbild skaliert.

Links Auflösung 1920 x 1200 und rechts Auflösung 1920 x 1080

Links Auflösung 1280 x 1024 und rechts Auflösung 1024 x 768

Links Auflösung 1920 x 1200 und rechts Auflösung 1920 x 1080

Links Auflösung 1280 x 1024 und rechts Auflösung 1024 x 768

Judder-Test

Um die vom Eizo CG2420 unterstützten Frequenzen und Wiedergabeeigenschaften zu testen, haben wir verschiedene Signale zugespielt und das Ergebnis bewertet.

Juddertest am Eizo CG2420.

Unsere von 24 Hz bis 75 Hz reichenden Testsignale werden durchgängig unterstützt. Die Darstellung ist mit allen insbesondere für die Videowiedergabe wichtigen Bildwiederholfrequenzen (24 Hz, 50 Hz, 60 Hz) judderfrei. Über 60 Hz kommt es ausnahmslos zu Mikrorucklern. Aufgrund unserer Testergebnisse vermuten wir, dass die interne Panelfrequenz einen Bereich von etwa 47,3 - 61,1 Hz abdeckt (24 Hz werden in diesem Fall über einen sogenannten 2:2 Pulldown mit 48 Hz unverfälscht angezeigt).

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