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TESTBERICHT: Eizo CG2420 Teil 6


Nachfolgend haben wir die Farbraumemulation aus Color Navigator heraus für die Simulation von sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB v2 mit aktiviertem Gamut-Clipping genutzt. Die Messungen gegen den jeweiligen Arbeitsfarbraum werden ohne Farbmanagement durchgeführt. Ein CMM kommt also nicht zum Einsatz.

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der AdobeRGB-Emulation mit AdobeRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der ECI-RGB-v2-Emulation mit ECI-RGB v2

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die Farbraumtransformationen werden präzise umgesetzt. Das ermöglicht eine definierte Darstellung auch abseits von Abläufen auf Basis von ICC-Profilen. Die Emulation von ECI-RGB v2 zeigt den relativ farbmetrischen Rendering-Intent: Tonwerte innerhalb des Monitorfarbraums werden ideal umgerechnet. Alle anderen Tonwerte müssen bestmöglich auf die Farbraumgrenze verschoben werden

Zum Vergleich haben wir ECI-RGB v2 noch einmal mit deaktiviertem Gamut Clipping simuliert:

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Korrektur für Colorimeter

Das Colorimetern zugrundliegende Messprinzip ist dem menschlichen Auge entlehnt. Dabei wird die spektrale Empfindlichkeit des CIE-Normalbeobachters über fotoelektrische Empfänger mit vorgeschalteten Filtern nachgestellt. Aufbau und Abstimmung der Filter (mindestens drei, oft aber auch mehr) sind von entscheidender Bedeutung für die erreichbare Messgenauigkeit. Aufgrund verbleibender Differenzen sind Korrekturmaßnahmen erforderlich, die sich jeweils auf bestimmte Referenzmonitore mit charakteristischen Emissionsspektren beziehen.

In den Preferences verbirgt sich unter dem Punkt Measurement Device die von Eizo in Color Navigator hinterlegte Korrektur für die unterstützten Colorimeter.

Die Weißpunkt-Abweichung – in Bezug auf das von uns als Referenz eingesetzte i1 Pro – liegt für das i1 Display Pro nach der Korrektur bei dE = 1.2. Das erreichen wir so mit keiner der von X-Rite mitgelieferten Charakterisierungsdateien. Hier hat Eizo offensichtlich eine individuelle Transformation eingepflegt.

Eingebautes Messgerät

Das eingebaute Messgerät kann als separate Sonde in Color Navigator ausgewählt werden. Es ermöglicht den vollständigen Verzicht auf eigenes Messequipment und fährt nach Aktivierung automatisch im oberen Bereich aus.

Das eingebaute Messgerät in Aktion

Angesichts seiner geringen Abmessungen waren wir skeptisch, ob es sich wirklich um ein vollwertiges Colorimeter handelt. Tatsächlich wurde das Messgerät in seiner Funktionalität beschnitten. Color Navigator lässt lediglich Primärfarben und Weißpunkt vermessen. Eine Erfassung der Mitteltöne bleibt aus. Vermutlich ist der Signal-Rauschabstand zu gering, um zuverlässige Ergebnisse in den Schattenbereichen zu garantieren.

Aufgrund dieser Einschränkung erfolgt die Kalibration stets mit Priority: Contrast (siehe auch Hardwarekalibration, Abschnitt 2). Die gewünschte Tonwertkurve wird also ausschließlich auf Basis der Werkskalibration bzw. -charakterisierung sichergestellt und auch direkt in das im Nachgang erzeugte Monitorprofil übernommen. Da jeder ColorEdge-Monitor während der Produktion individuell und präzise vermessen wird, geht dieses Konzept auf. Ein Rest Argwohn bleibt, zumal Qualitätskontrollen (siehe auch Prüfwerkzeuge) so natürlich ebenfalls nicht mehr durchgeführt werden können.

Wir haben zu Testzwecken eine Kalibration und Profilierung mit dem eingebauten Messgerät durchgeführt und das Profil anschließend mit dem X-Rite i1 Pro validiert.

Profilvalidierung (eingebautes Messgerät => i1 Pro)

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Trotz leichter Vorbehalte: Das Ergebnis überzeugt. Die Kalibrationsziele werden mit hoher Präzision erreicht, und das ICC-Profil beschreibt den Monitor farbmetrisch hinreichend exakt.

Wer die Messungen auf eine vorhandene Sonde abstimmen möchte, kann auf eine unkomplizierte Korrelierungsfunktion zurückgreifen. Zu diesem Zweck wird die gleiche Messreihe von internem und externem Messgerät durchlaufen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Korrektur, die in Form eines zusätzlichen, internen Messgerätes zur Verfügung steht.

Profilvalidierung (eingebautes Messgerät (korreliert) => i1 Pro)

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Mittels des eingebauten Messgerätes kann der Eizo CG2420 automatisch nachkalibriert werden. Das erhöht die Präzision zwischen vollständigen Kalibrations- und Profilierungsdurchläufen über Color Navigator, die so auch seltener durchgeführt werden müssen. Aufgrund der bereits erläuterten Einschränkungen reduziert sich die Funktion allerdings auf eine Nachführung des Weißpunktes und eine teilweise Aktualisierung der internen Charakterisierung.

Die Konfiguration ist einfach. Hat man den Monitor kalibriert, so sind die notwendigen Parameter bereits vermerkt. Der Benutzer muss nur noch das gewünschte Zeitintervall festlegen. Notwendige Aufwärmzeiten werden berücksichtigt.

Selbstkalibration des Eizo CG2420 mittels des eingebauten Messgerätes

 

Profilierung von Tablet-Computern

Eine weitere interessante Funktion ist die Profilierung externer Bildschirmgeräte, wie beispielsweise Tablet-Computer. Als Messgerät muss ein ColorMunki oder i1 Pro (2) von X-Rite verwendet werden. Die Testfelder werden auf dem Zielgerät via Internetbrowser vollautomatisch angezeigt.

Der notwendige Netzwerkport wird während der Konfiguration vom Benutzer spezifiziert. Die Ergebnisse können als Matrix- oder CLUT-Profil gespeichert und natürlich auch für die Farbraumemulation verwendet werden.

Reaktionsverhalten

Den Eizo CG2420 haben wir in der nativen Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird die Reaktionszeit mit 10 Millisekunden (GtG) angegeben. Der Monitor verfügt vermutlich über keine Funktion zur Pixelbeschleunigung (Overdrive), da eine Konfigurationsmöglichkeit im OSD fehlt und keine Überschwinger auftreten (siehe unten).

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Der Messwert Color to Color (CtC) geht über die herkömmlichen Messungen von einfarbigen Helligkeitssprüngen hinaus, schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren.

Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunkts gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

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