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TESTBERICHT: Eizo CG2420 Teil 7


Wir ermitteln den Schwarz-Weiß-Schwarz-Wechsel mit 20,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 7 Millisekunden. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt 12,7 Millisekunden. Damit stellt der Eizo CG2420 keinen Geschwindigkeitsrekord auf. Ein CtC-Wert von maximal 22,7 Millisekunden unterstreicht diese Feststellung. Dafür bleibt der Helligkeitsverlauf (GtG 80-50 %) völlig neutral.

Gemächliche Schaltzeiten und ein völlig neutrale Abstimmung.

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Reaktionszeiten.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe von Signalverzögerungszeit und durchschnittlichem Grauwechsel. Beim Eizo CG2420 messen wir eine Signalverzögerung von 11,8 Millisekunden. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Gesamtlatenz von rund 25 Millisekunden.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Eizo CG2420 basiert auf Leuchtdioden. Ihre Helligkeit wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) reguliert. Es kommt in keinem Betriebszustand zu Unterbrechungen im Lichtstrom, die bei hinreichend geringer Frequenz als Flackern wahrgenommen werden könnten. Damit eignet sich der Monitor auch bei empfindlichen Augen für längere Arbeitseinsätze.

LED-Hintergrundbeleuchtung ohne PWM-Helligkeitsregelung.

Subjektive Bewertung

Der Eizo CG2420 zielt ganz klar nicht auf den Spielebereich ab. Seine Bewegtbilddarstellung wird dennoch viele Benutzer zufriedenstellen können. Dafür sorgen schon seine exzellente Bildqualität sowie hohe Kontraststabilität. Wir empfehlen für die Wiedergabe von Spielen eine sRGB-Emulation. Das vermeidet nicht nur eine überzeichnete Farbreproduktion, sondern verbessert auch die Detailzeichnung in den Tiefen gegenüber einer Gamma-2.2-Tonwertkurve.


Bewertung
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1.200,83 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Der Eizo CG2420 ist eine gelungene Ergänzung der ColorEdge-Produktlinie. In letzter Konsequenz handelt es sich eher um eine Produktaufwertung, da der CX241 durch das neue Modell abgelöst werden wird. Doch das ist Wortklauberei, es zählen Ergebnisse. WUXGA-Auflösung und eine Bildschirmdiagonale von 24-Zoll vermögen noch nicht zu beeindrucken – andere Eigenschaften dafür umso mehr.

Ein echtes Sahnestück ist das verwendete IPS-Panel. Es besticht nicht nur durch seine hohe Blickwinkelstabilität, sondern auch durch seinen ansehnlichen Kontrastumfang sowie seine ausgezeichnete Ausleuchtung und Flächenhomogenität (dank elektronischer Ausgleichsfunktion). Obendrein verhilft ihm die optimierte LED-Hintergrundbeleuchtung zu einem Farbumfang, der auch anspruchsvolle Bildretuschen und Proofsimulationen ermöglicht.

Der für die Verarbeitung des Eingangssignals verantwortliche Scaler, eine Eizo-typische Eigenentwicklung, implementiert je eine 16bit LUT pro Farbkanal, auf die Color Navigator während der Hardwarekalibration zurückgreifen kann. Die Reproduktion auch farbkritischer Inhalte gelingt entsprechend präzise und ohne Farbabrisse. Die Farbraumemulation ist in den Ablauf der Kalibration integriert und offeriert Farbsicherheit auch in nicht farbmanagementfähigen Anwendungen.

Das eingebaute Messgerät fällt gegenüber den ansonsten sehr guten Leistungen etwas ab, da keine Mitteltöne vermessen werden können. Diese Einschränkung wird durch eine hervorragende Werkskalibration zwar erfolgreich maskiert. Wichtige Qualitätskontrollen nach Abschluss der Kalibration können so aber nicht durchgeführt werden.

Obwohl Eizo mit der CG-Reihe inzwischen verstärkt Anwendungen im professionellen Videobereich anpeilt, richtet sich der CG2420 vornehmlich an Benutzer im Umfeld der grafischen Industrie. So muss auf die Einbindung separat erstellter (RGB zu RGB) CLUTs verzichtet werden. Diese Funktionalität wird der teurere CG247X wieder mitbringen, ebenso wie ein vollwertiges Messgerät. Erfreulich: Trotz der veränderten Ausrichtung unterstützt das LC-Panel einen weiten Vertikalfrequenz-Bereich, der von der Elektronik optimal genutzt wird. Im Ergebnis bleiben unschöne Mikroruckler auch bei Zuspielung in 24 Hz oder 50 Hz aus. Der Deinterlacer erfüllt seinen Zweck, erreicht aber allenfalls durchschnittliches Niveau.

Die Leistungsaufnahme liegt für einen Monitor mit diesen Kenndaten und Eigenschaften durchaus im Rahmen. Negativ fällt in diesem Zusammenhang nur die dauerhafte Steigerung bei bestehender USB-Verbindung zum Computer auf.

Ein Straßenpreis von rund 1200 Euro macht den Eizo CG2420 knapp 15 Prozent günstiger als den CG247 und einen vermutlich ähnlich ausgepreisten Nachfolger in Form des CG247X. Das ist ein faires Angebot für einen professionellen Grafik-Monitor mit vielen Stärken und nur wenig Schwächen, zu denen leider vor allem das eingebaute Messgerät zählt. An der sehr guten Endbewertung vermag dies nichts zu ändern.

Gesamturteil: SEHR GUT


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