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TESTBERICHT: LG 27UD88-W Teil 3


Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Beim LG 27UD88 fallen keine negativen Eigenschaften bei der Ausleuchtung des Displays auf. Es sind weder Aufhellungen an den Display-Rändern noch Wolkenbildung zu beobachten. Jene auf dem rechten Bild sichtbaren Aufhellungen in den Display-Ecken sind dem typischen Verhalten von IPS-Panels geschuldet, nämlich dass dunkle Tonwerte aus dem Winkel aufgehellt werden. Das kann bei großen Bildschirmen und einem vollständig schwarzen Testbild auch schon aus zentraler Betrachtungsposition auftreten.

Ausleuchtung des Panels beim LG 27UD88

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf beim LG 27UD88

LG nennt in den Spezifikationen des 27UD88 ein statisches Kontrastverhältnis von 1000:1. Dieser Wert kann auch in der Praxis eingehalten werden. Nach unseren Messungen liegt das durchschnittliche Kontrastverhältnis des LG 27UD88 bei 960:1.

Während die Herstellerangaben zum Kontrast mit denen in der Praxis gemessenen Werten korrelieren, weichen die Angaben zur maximalen Helligkeit doch recht deutlich vom Praxiswert ab. Der Schwarzpunkt bewegt sich zwischen 0,07 cd/m² und 0,31 cd/m², während die minimale und maximale Leuchtdichte der Hintergrundbeleuchtung zwischen 63 cd/m² und 298 cd/m² liegt. Laut Hersteller soll der 27UD88 jedoch eine maximale Helligkeit von 350 cd/m² erreichen können.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des LG 27UD88

Eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung gelingt dem LG 27UD88 nur mäßig. Die durchschnittliche Abweichung liegt bei 7,3 Prozent, den höchsten Wert messen wir in der rechten oberen Bildschirmecke. Allgemein fallen die Abweichungen am oberen Bildschirmrand zum in der Displaymitte gemessenen Sollwert deutlich höher aus, als am unteren Bildschirmrand.

Auch bei der Farbreinheit erreicht der LG 27UD88 ebenfalls eine befriedigende Gesamtwertung. Der Durchschnittswert liegt hier bei 1,55 Delta C, den höchsten Wert messen wir in der unteren rechten Display-Ecke. Die Abweichungen sind aber wiederum nicht so hoch, dass Farbstiche oder Abschattungen mit freiem Auge sichtbar wären.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des LG 27UD88 (linkes Foto)

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der LG 27UD88 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Im Datenblatt gibt der Hersteller ein Hard Coating von 3H an. Dieser Wert entspricht einem gängigen Mittelwert, sodass Lichtreflexionen nur gering auftreten werden. Eine zu aggressive Entspiegelung kann ihrerseits den sogenannten "Glitzereffekt" erzeugen.

Blickwinkel

Die Blickwinkeleigenschaften des AH-IPS-Panels des LG 27UD88 sind ausgezeichnet. Bei einem größeren Blickwinkel nimmt lediglich das Kontrastverhältnis ab, die Farbwiedergabe bleibt nahezu unverändert. Auch Abdunkelungen im hinteren Display-Bereich bei seitlicher Betrachtungsposition bleiben auf niedrigem Niveau. Hier ist sicherlich die moderate Entspiegelung ein positiver Faktor.

Blickwinkeltest beim LG 27UD88

Wenig ausgeprägt ist beim LG 27UD88 auch das technisch bedingte Verhalten von IPS-Panels, nämlich Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel. Diese sind natürlich vorhanden und in ihrer Intensität abhängig von der Höhe der eingestellten Hintergrundbeleuchtung. Verglichen mit anderen IPS-Panels ist das Resultat aber sehr gut.

Farbwiedergabe

Farbraumvergleich in Lab (D50)

Die folgenden Darstellungen basieren auf den farbmetrischen Daten nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt. Das Bezugsweiß für die Aufbereitung in Lab ist D50 (adaptiert mit Bradford).

Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum
Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum
Buntes Volumen: Schnittmenge
Vergleichsziele: sRGB

sRGB: 97 % Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Arbeitsfarbraums

Den Herstellerangaben zufolge soll der LG 27UD88 den sRGB-Arbeitsfarbraum mit über 99 Prozent abdecken können. Unsere Messungen ergaben eine Abdeckung von 97 Prozent. Aber auch dieser hervorragende Wert ist natürlich geeignet, um den Monitor in der EBV einsetzen zu können, solange der Arbeitsfarbraum nicht über sRGB hinaus geht. Der LG 27UD88 erreicht hier ein sehr gutes Ergebnis.

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Dynamische Regelungen werden, sofern möglich, vor den nachfolgenden Tests deaktiviert.

sRGB-Bildmodus (Graubalance)

Üblicherweise messen und bewerten wir die Graubalance der Werkseinstellung, was im Falle des LG 27UD88 der Anwender-Bildmodus ist. In Ausnahmefällen ist das Ergebnis allerdings in einem anderen Bildmodus besser, so auch hier. Im Werkszustand kann nur ein befriedigendes Ergebnis erreicht werden, während dieses im sRGB-Bildmodus gut bis sehr gut ausfällt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

sRGB-Bildmodus im Vergleich mit sRGB

Wie schon erwähnt, ist im sRGB-Bildmodus die Graubalance deutlich besser eingestellt, als im Anwendermodus. Allerdings ist die durchschnittliche Abweichung der Farbwerte von 2,44 Delta E recht hoch, und das Gesamtergebnis fällt daher nur befriedigend aus.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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