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TESTBERICHT: LG 34UC79G-B Teil 8


Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der LG 34UC79G-B aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Anwender", Gamma 1) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der LG 34UC79G-B zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)


Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibrierung scheint es so, als stünde da ein anderes Gerät. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,18 und einer Range von 0,68 liegt bei den Grauwerten in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis vor. Aber auch die bunten Farben, die vor der Kalibrierung ein schlechtes Ergebnis ablieferten, konnten eingefangen werden und schließen mit einem Delta E94 von 0,84 ab, was einer guten Bewertung gleichkommt. Insgesamt ergibt das ein gutes Ergebnis und zeigt, was mit einer Kalibrierung erreicht werden kann.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und ist unter "Bild ->Spieleinstellung -> Reaktionszeit" zu finden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "Langsam", "Normal" und "Schnell". Als Standradwert ist "Normal" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "Aus"

Sehr langsame Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

Bei deaktiviertem Overdrive und 60 Hz werden im Vergleich zu anderen Monitoren durchweg langsame Schaltzeiten erreicht. Im Einzelnen für den Schwarz-Weiß-Wechsel 22,6 ms, für den schnellsten Grauwechsel 17,7 ms, für den Durchschnittswert von 15 Messpunkten 25,5 ms und abschließend für den CtC-Wert, der den längsten Übergang zwischen zwei Mischfarben beschreibt, 23,4 ms.

Bei solch langsamen Schaltzeiten ist natürlich auch der Helligkeitsverlauf völlig unauffällig.

60 Hz, Overdrive "Normal"

Nach wie vor nur langsame Schaltzeiten bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

Auch bei mittlerer Stellung des Overdrive-Schalters schafft es der LG 34UC79G-B nicht, sich von den hinteren Plätzen abzusetzen. Mit 19,8 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel und 11,5 ms für den schnellsten Grauwechsel wird das Display nur unbedeutend schneller. Auch das Messergebnis für den Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte mit 18,3 ms ist nur von bescheidener Natur. Etwas mehr in Fahrt kommt das Display beim CtC-Wert mit 10,2 ms, womit er zumindest halbwegs konkurrenzfähig bleibt. Der Helligkeitsverlauf bleibt weiterhin neutral.

60 Hz, Overdrive "Schnell"

Trotz langsamer Schaltzeiten bei maximalem Overdrive sprengt der Helligkeitsverlauf fast unsere Grafik.

Bei maximalem Overdrive und 60 Hz bleibt der Geschwindigkeitszuwachs überschaubar. Mit 14 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 9,2 ms für den schnellsten Grauwechsel, 13,4 ms als Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte und zuletzt 8,2 ms für den Übergang von zwei Mischfarben, der den CtC-Wert beschreibt, kann das Testgerät bei keinem der Messergebnisse überzeugen.

Selbst der Helligkeitsverlauf sprengt bei solch mäßigen Schaltzeiten fast unsere Grafik. Für ein Gaming-Display ist das ein sehr ungewöhnliches Ergebnis.

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