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TESTBERICHT: LG 34UM88-P Teil 3


Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des LG 34UM88-P (linkes Foto)

Ein mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der LG besitzt eine leicht matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Wie schon im Bereich "Ausleuchtung" beschrieben, kann aufgrund der Größe an den Randbereichen eine leichte Aufhellung bei dunklen Stellen eines Bildes beobachtet werden. Weitere Einschränkungen müssen aber nicht in Kauf genommen werden. Aus allen vier Richtungen wird das Bild etwas dunkler und mit etwas weniger Kontrast wiedergegeben. Farbverfälschungen oder der bekannte Negativeffekt von Modellen mit TN-Panel treten dagegen nicht auf.

Farbwiedergabe

Bei dem Monitor testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-Display-Pro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Der LG 34UM88-P deckt den sRGB-Farbraum nach der Kalibrierung mit der eigenen True-Color-Software zu 98,7 Prozent ab. Nach unserer üblichen Kalibrierung waren es 97 Prozent. Beide Ergebnisse führen aber unabhängig voneinander zu einer sehr guten Bewertung in diesem Bereich.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Graubalance in der Werkseinstellung

Der Monitor wird nach einem Reset auf den Anwendermodus eingestellt, den wir ohne Anpassungen nachfolgend getestet haben.

Graubalance in der Werkseinstellung

Die Gammakurve fällt zum Ende etwas ab, zeigt ansonsten aber einen konstanten Verlauf an. Die Abweichungen der Grauwerte sind zudem nur im dunklen Bereich leicht erhöht und ansonsten auf einem fast perfekten Niveau. Der Kontrast liegt bei über 1000:1 und der Weißpunkt bei 5800 Kelvin.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Anwendermodus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Da der Monitor keinen sRGB-Modus besitzt, haben wir die Werkseinstellung auch dem sRGB-Farbraum gegenübergestellt.

Farbwiedergabe im Anwendermodus

Die Grauwerte und die Gammakurve fallen entsprechend nahezu identisch aus. Bei den Farbwerten gibt es dagegen einige etwas höhere Abweichungen. Da der Durchschnitt der Abweichungen aber nur bei einem Delta von etwa 1,6 liegt, haben wir auch in diesem Bereich eine gute Note vergeben.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Fotomodus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe im Fotomodus

Da das Gerät keinen sRGB-Modus besitzt, haben wir alternativ den Fotomodus vermessen. Die Grauwerte sind ähnlich wie in der Werkseinstellung, und auch die Gammakurve zeigt Parallelen. Der Weißpunkt rückt näher an die gewünschten 6500 Kelvin, dafür nehmen aber die Farbabweichungen zu, so dass dieser Modus keine gute Note mehr erzielen würde und wir diesen daher auch nicht für die Bearbeitung von Fotos empfehlen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung werden eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit Farbmanagement-fähiger Software erreicht.

Die Messungen wurden während des Kalibrierungsvorgangs gegenüber der Werkseinstellung wie folgt verändert: Helligkeit 37, Rot 35, Grün 41, Blau 50.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung

Nach der Kalibrierung liegt die Gammakurve fast perfekt auf der Ideallinie, und auch die Abweichungen bei den Grau- und Farbwerten sind deutlich zurückgegangen. Der Kontrast ging leicht auf 900:1 zurück. Insgesamt kann das Gerät nach einer Kalibrierung aber auch für farbkritische Arbeiten empfohlen werden, wenn kein erweiterter Farbraum benötigt wird.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Profilvalidierung

Validierung des Profils

Die Profilvalidierung zeigt ein nahezu perfektes Ergebnis und wir vergeben entsprechend auch die Bestnote, da keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten beobachtet werden konnten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

True Color Pro

Hardware-Kalibration

Über das Programm True Color Pro kann eine Hardware-Kalibrierung des Gerätes vorgenommen werden. Dafür muss der Monitor via USB-Kabel mit dem Computer verbunden werden. Die Sonde selber kann dann wie üblich an einem beliebigen USB-Port des PCs betrieben werden. Verwendbar sind dafür die beiden Modi Kalibration 1 und 2, die ansonsten nicht angesteuert werden können.

Eingestellt werden können die Helligkeit, die Farbtemperatur und der Gammawert. Das Colorimeter wird anschließend auf den Bildschirm gesetzt und das Programm führt selbstständig die Kalibrierung durch, eigene Anpassungen im OSD werden also nicht vorgenommen. Abschließend nimmt das Programm selbstständig eine Überprüfung des Ergebnisses zu den Zielwerten vor und erstellt ein Profil.

Einstelloptionen und Kalibrierungsergebnis von True Color Pro

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4 Kommentare vorhanden


Hallo.
Ich bin etwas verwundert darüber, dass der 34um88 eine schlechtere Bewertung in der Kategorie "Gelegenheitsspieler und Hardcorespieler" als der 34uc98, welcher deutlich höhere Werte bei dem Test hatte, als der 88er.
Wie kommt das zustande?
Wollte mir einen 34 Zoll uwqhd Monitor zum 3D-Content erstellen als auch zum Spielen holen und bin demnach nun etwas unentschlossen.
Hoffe Ihr könnt mich aufklären wie die Bewertung zustande gekommen ist.
Neben den reinen Zahlen, wird die Spieletauglichkeit auch im Einsatz beurteilt. Da fließt auch die subjektive Empfindung des Redakteurs mit ein. Aus diesem Grund kann es hier schon mal Unterschiede geben.
Welche Unterschiede, bzw. Vorteile gibt es zwischen dem 88 und dem 68?

Suche derzeit einen großen 21:9 Monitor (28" oder größer) zum normalen Gebrauch und spielen. (GPU - RX 480)

Spiele auch mit dem Gedanken einen curved zu nehmen, würde aber gerne unter 750,- bleiben. Hat sich jemand damit auseinander gesetzt, und kann vllt einen empfehlen?
@Nutellacreme

Wenn ich das Richtig sehe, ist der Hauptunterschied die höhere Auflösung beim 88er.

Full HD ist bei der Größe nicht ganz ausrechend für ein Premium-new-feel, nach meinem gefühl als Upgrade von einem 24" FHD

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