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TESTBERICHT: Samsung C27F591FDU Teil 2


Bedienung

Der C27F591FDU wird ausschließlich über die JOG-Taste bedient. Selbst die Power-Taste ist in ihr integriert. Bewegt man die Taste außerhalb des OSD-Menüs nach oben oder unten, fungiert sie als Hotkey für Helligkeit, Kontrast und Schärfe.

Lautstärke (links) und Grundeinstellungen (rechts) sind als Hotkeys verfügbar

Wird sie seitlich bewegt, erreicht man die Lautstärke-Einstellungen. Ein Druck auf die Taste öffnet das Schnellmenü mit den Optionen "Menü", "Eingangswahl", "Augenschonmodus" und "Power".

Eingangsmenü des Samsung C27F591FDU

Innerhalb des Menüs spielt das Konzept der Steuerung über den Joystick dann seine ganze Stärke aus und die Navigation funktioniert intuitiv. Um tiefer in eine Ebene einzutauchen, drückt man auf die Taste oder bewegt die JOG-Taste nach rechts. Innerhalb einer Einstellungsebene müssen Änderungen immer mit einem Druck auf die Taste bestätigt werden. Die Navigation ist so einfach, dass sie auch Ungeübten innerhalb kürzester Zeit gelingen wird.

JOG-Taste dient zur Navigation im OSD-Menü

Die kleine Betriebs-LED ist in den Werkseinstellungen während des Betriebs deaktiviert und leuchtet im Stand-by blau. Über "System" -> "Stromv.-LED Ein" besteht die Möglichkeit, die LED während des Betriebs zu aktivieren.

OSD

Das OSD-Menü besteht nur aus drei Kategorien für das Monitor-Setup und einer Info-Ebene. Das hört sich zunächst einmal sehr wenig an, doch trügt der Schein, da "Bild" und "System" mit allen möglichen Einstellungen vollgestopft sind.

Unübersichtliches Bildmenü über zwei Ebenen

Warum diese Aufteilung vorgenommen wurde, ist rätselhaft, denn Platz gibt es eigentlich genug. Zumindest wäre noch Raum für zwei weitere Kategorien gewesen, ohne dass man das OSD-Menü hätte vergrößern müssen.

Auch beim Systemmenü muss geblättert werden

Neben den "üblichen Verdächtigen" in der Kategorie "Bild" wie Helligkeit, Kontrast usw. finden hier auch die Bild-Presets unter "Samsung MagicBright" ihren Platz. Wählt man eines dieser Presets, werden die weiteren Einstellungen teilweise erheblich beschnitten. Wie man zu solchen Voreinstellungen steht, ist reine Geschmackssache und bestimmt auch eine Sache der Erfahrung, um zu wissen, was eine Einstellung im Endeffekt bewirkt. Wir behalten lieber die Kontrolle über das Bild und verändern die Punkte so, wie wir sie benötigen.

Worin der Unterschied zwischen Schärferegler und "Samsung MagicUpscale" liegt, bei dem die Einstellungen "Aus", "Modus1" und "Modus2" gewählt werden können, wird auch im sonst sehr ausführlichen Handbuch nicht näher erläutert. Augenscheinlich tritt hier der gleiche Effekt ein, wobei es allerdings egal ist, ob der erste oder zweite Modus aktiviert wird. Die Unterschiede sind so gering, dass wir keinen Unterschied ausmachen können.

Die Farbeinstellungen eröffnen direkt ein neues Untermenü mit den RGB-Reglern, der Farbtemperatur und den Gammaeinstellungen. Diese werden allerdings nur mit Begrifflichkeiten beschrieben.

Farbmenü des Samsung C27F591FDU

Auch ein Augenschonmodus, der die schädlichen blauen Anteile aus dem Bild filtert, ist unter der ersten Kategorie zu finden. Dieser kann jedoch einzig aktiviert und nicht in der Stärke variiert werden. Die Nachteile sind die unschöne Gelbfärbung und die deaktivierte Helligkeitseinstellung des Bildes. Diese Einstellung entspricht der Zertifizierung "Low Blue Light Content" vom TÜV Rheinland.

Damit ist aber immer noch nicht Schluss, denn die Overdrive- und die Bildformateinstellungen wurden auch noch in die Kategorie "Bild" gestopft. Die Kategorie "Bildschirmanzeige" stellt sich komplett anders dar und wartet nur mit vier Punkten auf. Das sind für eine komplette Kategorie weniger Punkte, als für den Unterpunkt "Farbe" in der ersten Kategorie.

Das Menü der OSD-Optionen kommt hingegen sehr aufgeräumt daher

Unaufgeräumt geht es unter "System" weiter. Auch hier muss innerhalb des Menüs geblättert werden, da nicht alle Funktionen auf eine Seite passen. Hier begegnet uns unter anderem die Einstellungsebene FreeSync mit den Optionen "Standard Engine" und "Ultimative Engine". Laut Handbuch wird bei der ersten Variante die "FreeSync-Grundfunktion" aktiviert und bei der zweiten Variante "Das Abreißen des Bildes geringer". Was auch immer die Grundfunktionen von FreeSync sein mögen: Man fühlt sich mittlerweile irgendwie verschaukelt, wenn es um das Thema "FreeSync" geht. Im Teil "Subjektive Beurteilung" werden wir dies erneut aufgreifen.

Der "Öko-Sparmodus Plus" ist wählbar zwischen "Aus", "Auto", "Schwach" oder "Hoch" und deaktiviert die Helligkeitseinstellungen. Laut Handbuch werden automatisch 10 Prozent Strom gegenüber der normalen Einstellung gespart. Zunächst passiert nichts, doch nach einer gewissen Zeit sinkt die Stromanzeige tatsächlich von 33,4 Watt auf 27 Watt. Das ist sogar mehr als 10 Prozent, aber wird nicht durch Zauberei, sondern dadurch erreicht, dass das Display ganz langsam das Bild abdunkelt, so dass man es nicht direkt wahrnimmt. Letztendlich bleibt noch eine Leuchtdichte von 235 cd/m² übrig, und man hätte den gleichen Effekt durch die Reduzierung selbiger erhalten. Die anderen Stromsparmodi verhalten sich analog dazu. Eine einfache Reduzierung der Helligkeit bringt demnach das Gleiche, mit dem Vorteil, dass sämtliche Optionen des OSD-Menüs weiterhin bestehen bleiben.

Die weiteren Optionen im OSD-Menü benötigen keine weitere Erklärung. Insgesamt ist die Navigation durch die JOG-Taste hervorragend gelöst, und auch die Tooltipps, die zu jeder Einstellungsebene in der rechten äußeren Spalte eine kurze Erläuterung darüber geben, was die jeweiligen Einstellungen bewirken, sind eine gute Sache. Das vollgestopfte und unausgewogene Menü hingegen kann nicht überzeugen.

Bildqualität

Der C27F591FDU verfügt über ein Semiglossy-Panel und schafft damit den Spagat, die jeweils besseren Eigenschaften unter einen Hut zu bringen. Der Test mit der Taschenlampe überzeugt, da der Lichtstrahl stark gebrochen wiedergegeben wird. Zudem wirkt das Bild brillant und klar. Die Farben sind kräftig, aber nicht übersättigt.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 75, Schärfe 60, Gamma "Modus1", Farbtemperatur "Normal", Bildmodus "Benutzerdefiniert". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Hier sehen wir eine fast perfekte Leistung bei frontaler Blickrichtung. Der Grauverlauf ist sehr schön homogen und zeigt nur ein ganz minimales Banding an der Stelle, wo fast alle Consumer-Geräte ihre liebe Mühe haben. Dieser Bereich liegt nahe der Mitte zwischen Feld 234 und 236.

Graustufen des Samsung C27F591FDU

Bei der Graustufendarstellung heben sich sowohl alle Felder der hellen als auch der dunklen Grautöne vom Hintergrund ab. Bei seitlicher Betrachtung wendet sich das Blatt im Grauverlauf. Hier zeigt sich Banding gleich an zwei Stellen. Zum einen in dem besagten Bereich und noch einmal im weiteren Verlauf. An den Rändern, wo das Banding auftritt, kann man zusätzlich eine Gelbfärbung erkennen. Die Graustufendarstellung bleibt visuell erhalten, aber auch hier erkennt man eine Einfärbung der hellen Graustufen, die ins Violette geht. Die dunklen Graustufen bleiben ohne Farbstich.

Bei seitlicher Ansicht tritt Banding mit einem Farbstich an zwei Stellen auf

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Das ist natürlich die Paradedisziplin eines VA-Panels. Wir erhalten hier ein wirklich sattes Schwarz. Die insgesamt acht Spots, die von oben und unten einstrahlen, sind am Rand zwar minimal bemerkbar, werden unter normalen Umständen aber nicht stören. Auch bei seitlicher Ansicht ist kaum eine Aufhellung zu erkennen.

Glow des Samsung C27F591FDU

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