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TESTBERICHT: Samsung C27F591FDU Teil 4


Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Samsung C27F591FDU aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Benutzerdefiniert", Gamma "Modus1") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der Samsung C27F591FDU zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und Farbwerte sind gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibration erhalten wir bei den Grauwerten mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,35 und einer Range von 1,25 ein gutes Ergebnis. Die bunten Farben schneiden mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,53 sogar sehr gut ab. Aufgrund unserer Bewertungsrichtlinien zählt allerdings das schwächste Teilergebnis, was dem Samsung C27F591FDU eine gute Beurteilung im kalibrierten Zustand beschert. Sollte das Display für die digitale Bildbearbeitung genutzt werden, empfehlen wir, vorher eine Kalibrierung durchzuführen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und ist unter "Bild -> Reaktionszeit" zu finden. Hier gibt es die Stellungen "Standard", "Schneller" und "Schnellstens". Als Standardwert ist "Schneller" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "Standard"

Bei deaktiviertem Overdrive werden 20 ms für einen Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt. Der schnellste Grauwechsel geschieht in der gleichen Zeit. Der Durchschnittswert, gemessen an 15 Messpunkten, beträgt sehr langsame 33 ms. Die längste Übergangszeit zwischen zwei Mischfarben messen wir mit 19,4 ms.

Die Helligkeitsverlaufsgrafik zeigt zwar jetzt schon messbare Überschwinger, die aber so gering sind, dass sie in der Praxis nicht auffallen werden.

Langsame Schaltzeiten bei weitestgehend unauffälligem Helligkeitsverlauf

60-Hz-Overdrive "Schneller"

Ab Werk ist in den Overdrive-Einstellungen "Schneller" vorausgewählt. Der Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt hier mit 21,2 ms etwas länger gegenüber der Messung bei deaktiviertem Overdrive. Der schnellste Grauwechsel gelingt dafür bedeutend schneller mit 11,8 ms. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte wird mit 25,3 ms gemessen, und der CtC-Wert benötigt 15,4 ms. Auch im Hinblick auf die Konkurrenz sind das alles sehr langsame Schaltzeiten.

Der Helligkeitsverlauf deckt sich nahezu mit dem bei deaktiviertem Overdrive und zeigt sich unauffällig.

60-Hz-Overdrive "Schnellstens"

Bei maximalem Overdrive wird der Schwarz-Weiß-Wechsel weiterhin mit langsamen 20,4 ms gemessen. Der schnellste Grauwechsel mit 6,4 ms ist dagegen ein ordentlicher Wert. Mit 11,9 ms für unsere 15 Messpunkte und einem CtC-Wert von 10,6 ms wird der C27F591FDU nun merkbar beschleunigt.

Analog dazu halten sich die Überschwinger absolut im Rahmen. Wie sich diese visuell bemerkbar machen, erfahren Sie im Teil "Subjektive Beurteilung".

Mäßige Schaltzeiten und leichte Überschwinger

Netzdiagramme

Netzdiagramm Reaktionszeit "Standard" (links) und "Schneller" (rechts)

Netzdiagramm Reaktionszeit "Schnellstens"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von 9,3 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von 6 ms erreicht das Display eine Gesamtlatenz von 15,3 ms. Das geht noch in Ordnung für schnellere Spiele, dennoch ist der Samsung C27F591FDU keine Gaming-Rakete.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des GB2788HS-B1 arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Trotz umfangreicher Messungen mit hochempfindlichen Geräten passiert es immer wieder, dass Monitore Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive produzieren, dem Auge aber nicht entgehen. In diesem Teil schildern wir, wie sich die Messergebnisse visuell darstellen. Außerdem führen wir kleinere Praxistests durch, schauen mit dem Monitor Filme und spielen eine längere Zeit mit ihm.

Die Performance des C27F591FDU ist in der höchsten Stufe der Overdrive-Einstellungen in Ordnung, mehr aber auch nicht. Das größte Problem ist die unterschwellige Unschärfe bei schnell bewegten Bilder. Bei Rennsimulationen oder besonders bei Ego-Shootern bereitet das Probleme und erschwert das Schießen aus der Bewegung und strengt das Auge enorm an. Mit Bewegungsartefakten oder Koronabildung gibt es bei diesem Display dafür keine Probleme.

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