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TESTBERICHT: Samsung U24E850R Teil 8


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus "sRGB".

Der Samsung U24E850R bietet keinen speziellen sRGB-Modus, wir haben ihn daher für die folgende Messung in den Werkseinstellungen belassen. Insofern ist es aufgrund der Graustufen nicht überraschend, dass auch hier das Gesamtergebnis unbefriedigend ausfällt, auch wenn die durchschnittlichen Farbabweichungen bereits zufriedenstellend sind.

Das Gamma liegt im Durchschnitt nur geringfügig zu niedrig, knickt aber im Verlauf bei den helleren Stufen unschön nach unten weg und entspricht so gar nicht der Normkurve. Die Verwendung von Modus 2 oder 3 für das Gamma in den Monitoreinstellungen bringt aber nichts und führt zu deutlich zu hohen Gammawerten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Samsung U24E850R aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus: "Benutzerdefiniert", Gamma: "Modus1", Farbtemperatur: "Benutzerdefiniert", mit Rot: 50, Grün: 45, Blau: 32) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration.

Der Samsung U24E850R zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte sind sogar sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor kalibriert.

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Bei den Farben gibt es keine Auffälligkeiten, die Delta-E94-Werte und die Farbraumabdeckung sind erstklassig. Lediglich bei den Grauwerten ist die Range "nur" gut. Auch der Gammaverlauf konnte durch die Kalibrierung perfekt auf die Normkurve gelegt werden.

Von "schlecht" auf "gut bis sehr gut" – der U24E850R zeigt somit besonders deutlich, wie viel man durch eine Kalibrierung erreichen kann. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn das Gerät bereits ab Werk besser abgestimmt wäre. Zur Ehrenrettung von Samsung sei allerdings gesagt, dass Samsung (im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern) auf der CD auch eine Installationsroutine mitliefert, die automatisch ein Standardprofil installiert.

Eine Kalibrierung muss zwar immer individuell erfolgen und auch im Alterungsverlauf eines Gerätes regelmäßig wiederholt werden. Trotzdem ist es gut möglich, dass der U24E850R mit installiertem Standardprofil bereits ab Werk besser abschneidet. Aus Gründen der Vergleichbarkeit werden mitgelieferte Profile aber von uns bei den Messungen nicht berücksichtigt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den Samsung U24E850R haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren.

Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen "Standard", "Schneller" und "Schnellstens". Als Standardwert ist "Schneller" voreingestellt.

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