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TESTBERICHT: Acer BE270UA Teil 5


Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf beim Acer BE270UA

Acer gibt im Datenblatt für den BE270UA nur ein dynamisches Kontrastverhältnis an, dieses klingt aber spektakulär, denn laut Herstellerangaben soll der Monitor bis zu 100 000 000:1 erreichen. Ein solcher Wert ist aber nur unter ganz bestimmten Umständen und nur als Wert zwischen zwei Pixeln zu erreichen und hat für das subjektive Kontrastverhältnis wenig Aussagekraft. Hierfür ist die Angabe des statischen Kontrastverhältnisses sehr viel aussagekräftiger. Ein Wert von 1000:1 und höher stellt bereits ein sehr gutes Ergebnis dar. Der Acer BE270UA überbietet diesen Wert allerdings noch und erreicht ein statisches Kontrastverhältnis von durchschnittlich 1102:1. Den geringsten Wert messen wir bei 80 Prozent Helligkeit, aber auch hier liegt das Gerät mit 1064:1 über dem Richtwert. Das höchste Kontrastverhältnis erreicht der Monitor bei 0 Prozent Helligkeit. Hier messen wir 1186:1.

Die maximal erreichte Leuchtdichte liegt den Herstellerangaben zufolge bei 350 cd/m². Der von uns gemessene Praxiswert von 350 cd/m² ist somit eine Punktlandung und entspricht exakt den Herstellerangaben. Wird die Hintergrundbeleuchtung auf 0 Prozent abgesenkt, liegt die Leuchtdichte bei 35,6 cd/m². Damit lässt sich die Helligkeit des Acer BE270UA um 314 cd/m² individuell einstellen.

Der Schwarzpunkt ist ein wichtiger Wert, mit dem zur Helligkeit gemessen der statische Kontrast errechnet wird. Beim Acer BE270UA bewegt sich dieser von minimal 0,03 cd/m² bis maximal 0,32 cd/m².

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des Acer BE270UA

Das Ergebnis der Helligkeitsmessung fällt beim Acer BE270UA nur mittelmäßig aus. Mit Ausnahme eines Messpunktes liegt die Helligkeit bei allen anderen Messpunkten unter dem zentral gemessenen Wert. Im oberen Display-Bereich messen wir die höchsten Abweichungen. Die durchschnittliche Helligkeitsabweichung liegt bei 6,49 Prozent. Trotz der hohen Abweichungen sind mit freiem Auge keine Abschattungen sichtbar.

Etwas besser fällt das Ergebnis der Farbreinheit aus. Hier kann der Acer BE270UA ein gutes Ergebnis einfahren. Zwar messen wir in der oberen linken Display-Ecke eine Abweichung von 2,3 Delta C, aber alle anderen Messergebnisse fallen gut bis sehr gut aus. Farbstiche sind mit freiem Auge nicht zu sehen.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des Acer BE270UA (linkes Foto)

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Acer BE270UA besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Acer macht keine konkreten Angaben zur Entspiegelung, hat aber subjektiv einen guten Mittelweg gefunden. Lichtreflexionen treten nur in geringem Maße auf. Eine stärkere Entspiegelung kann diesbezüglich zwar bessere Ergebnisse erzielen, birgt ihrerseits aber die Gefahr, den sogenannten "Glitzereffekt" zu erzeugen.

Blickwinkel

IPS-Panels sind für ihre positiven Blickwinkeleigenschaften bekannt. Hier macht der Acer BE270UA keine Ausnahme. Die Farbwiedergabe bleibt sehr stabil auch bei steiler werdendem Blickwinkel. Es nimmt lediglich der Kontrast ab, je größer der Winkel wird. Auch sind beim DisplayBE270UA keine Abdunkelungen aus steilem seitlichem Betrachtungswinkel zu beobachten, was bei einer stärkeren Entspiegelung auftreten kann. Lediglich mit Blick von oben auf den Bildschirm zeigt sich eine gelbliche Einfärbung weißer Bildinhalte.

Blickwinkeltest beim Acer BE270UA

Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel, ein technisch bedingter Effekt von IPS-Panels, fallen beim Acer BE270UA moderat aus. Im Vergleich zu anderen Bildschirmen mit verbautem IPS-Panel bewegt sich der Testkandidat im mittleren Bereich.

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