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TESTBERICHT: Asus MB16AC Teil 2


Bedienung

Die drei Tasten auf der Vorderseite verwendet man gerne. Sie haben eine angenehme Größe und wirken in der Bedienung genauso wertig wie der Rest des Gehäuses. In der Praxis dürfte man sie allerdings selten benötigen.

Tasten links (OSD) und rechts (Power)

OSD

Die beiden Tasten links dienen zum Aufruf des OSDs und zur Navigation darin. Das OSD bietet denselben Funktionsumfang wie die großen Brüder von ASUS für den Schreibtisch. Selbst Blaufilter und Overdrive (Trace-free) sind vorhanden. Zum Gaming ist der ASUS ZenScreen MB16AC aber dennoch sicher nicht gedacht.

Die Navigation im OSD mit nur zwei Tasten ist allerdings nicht sehr komfortabel. Das macht aber nichts: ASUS liefert eine tolle Zusatz-Software namens DisplayWidget mit. Damit lassen sich alle Funktionen des OSDs nahezu verzögerungsfrei auch per Maus einstellen. Die Bildmodi kann man ferner mit Anwendungen verknüpfen, sodass beim Start der betreffenden Anwendung automatisch der Bildmodus geändert wird.

Die im letzten Screenshot zu sehende Möglichkeit, die Ausrichtung vom Quer- zum Hochformat zu ändern, braucht man übrigens in der Regel gar nicht. Der ASUS ZenScreen MB16AC hat einen eingebauten Sensor und erkennt die Ausrichtung automatisch.

OSD: Hauptmenü

OSD: DisplayWidget-Zusatz-Software (Screenshot Handbuch ASUS)

OSD: DisplayWidget-Bildeinrichtung manuell oder automatisch per Rotationssensor (Screenshot Handbuch ASUS)

Bildqualität

Bei der Bildqualität wird an so ein mobiles Zusatz-Display sicher niemand die gleichen Erwartungen stellen wie an einen 5 kg schweren Standard-Schreibtisch-Monitor. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, auch den ASUS ZenScreen MB16AC dem gleichen strengen Testablauf wie sonst üblich zu unterziehen, um für unsere Leser eine Vergleichbarkeit herzustellen und aufzuzeigen, was man von so einer Lösung erwarten kann. Andererseits stellen wir bei der Wertung dann auch den Bezug zum primären Einsatzzweck her.

ASUS setzt beim ZenScreen MB16AC auf ein glänzendes Display. Der Vorteil von solchen Bildschirmen liegt darin, dass Farben zumindest subjektiv brillanter wirken können. In der Regel werden auch Kontrast und Schwarzwert dadurch verbessert. Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich praktisch jede Lichtquelle auch sehr deutlich im Display spiegelt und es dadurch spätestens bei direkter Sonneneinstrahlung völlig unbrauchbar wird.

Das gilt auch uneingeschränkt für den ASUS ZenScreen MB16AC, der aufgrund seiner überschaubaren Maximalhelligkeit im Freien praktisch nicht zu gebrauchen ist.

Gedacht und geeignet ist das mobile Zweit-Display primär für den Inneneinsatz, doch auch hier muss man bei der Aufstellung recht vorsichtig sein, um Spiegelungen der Fenster, von Lampen etc. zu vermeiden. Beim Einsatz für Kundenpräsentationen kann das schnell zu einem unnötigen zusätzlichen Stressfaktor werden. Ein mattes Display wäre aus unserer Sicht die bessere Wahl gewesen.

Gut gewählt erscheint auf jeden Fall die Auflösung. Zwar geht der Trend hin zu immer höher auflösenden Displays, die Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) des ASUS ZenScreen MB16AC reicht aber für die später beschriebenen Szenarien völlig aus und verbraucht auch deutlich weniger Strom, als es bei noch höheren Auflösungen in der Regel der Fall ist.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 50
Kontrast: 80
Gamma: keine Einstellmöglichkeit
Farbtemperatur: Benutzer
RGB: 100/100/100
Color-Gamut: k.A.
DUE Priority: k.A.
Schärfe: nicht einstellbar
Reaktionszeit: k.A.

Die Helligkeitseinstellung ist ab Werk mit 50 sehr niedrig. Bei normaler Raumbeleuchtung erreicht man eine brauchbare Helligkeit erst in Nähe der 100%-Marke. Für die nachfolgende Beurteilung haben wir daher die oben genannten Werkseinstellungen mit auf den Maximalwert hochgesetzter Helligkeit verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung erstaunlich gut. Auffällig ist lediglich ein sehr harter Übergang von hellem Grau zu 100 % Weiß. Farbschimmer, Banding etc. konnten wir nicht beobachten.

Grauverlauf mit Graustufen der hellsten und dunkelsten Werte

Auch die Graustufendarstellung fällt überzeugend aus und wirkt subjektiv sehr neutral. Abgesehen von der Sichtbehinderung durch die Spiegelungen des Displays, sind die hellsten und die dunkelsten Stufen vollständig zu erkennen.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Wie gut zu sehen, ist die Ausleuchtung des ZenScreen MB16AC nicht wirklich gleichmäßig. Aufhellung kann man bei genauem Hinsehen vor allem in den Ecken rechts unten und oben erkennen. Die Schwächen fallen aber in der Praxis kaum auf, da zum einen der Schwarzwert recht gut ist und zum anderen die Spiegelung des Displays davon ablenkt.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS MB16AC

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 164 cd/m². Der Hersteller verspricht 220 cd/m² bei Anschluss an einen nativen USB-C-Port und 180 cd/m² bei Nutzung im USB-Mode via Adapter. Da wir kein entsprechendes Notebook zur Verfügung hatten, haben wir das Gerät an einem normalen USB-3.0-Anschluss in Verbindung mit dem Adapter verwendet. Der von uns gemessene Wert ist also etwas niedriger (-9 %), bestätigt aber in etwa die Herstellerangaben. Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 11 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf gerade noch ausreichende 149 cd/m², die Minimalhelligkeit auf 10 cd/m². Die von uns empfohlene Helligkeit von 140 cd/m² für normale Arbeitsplätze wird in jedem Fall erreicht.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 800:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt sogar bei sehr guten 1182:1. Wie man an der Grafik unschwer erkennen kann, wird das durch die guten Schwarzwerte und nicht über die Helligkeit erreicht.

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