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TESTBERICHT: Asus MX34VQ Teil 6


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus "sRGB"

Während im sRGB-Modus die Farbwerte zumindest zufriedenstellend ausfallen und die Farbtemperatur recht gut bei den gewünschten 6500 K liegt, ändert sich an der schlechten Graubalance leider nichts. Der Gammawert von 2,17 passt zwar noch so einigermaßen, aber der Gammaverlauf ist weit entfernt von der Normkurve. Der buckelige Verlauf lässt auch nicht auf eine gute Kalibrierbarkeit im Nachhinein hoffen.

Glänzen kann der ASUS MX34VQ nur bei der Farbraumabdeckung, die hier bereits bei 98 % des sRGB-Farbraums liegt. Allerdings ist heute bei Geräten, die nur sRGB und keinen erweiterten Farbraum bieten, eine gute Werkskalibration selbst bei preisgünstigen Geräten praktisch Standard. Dies hat ASUS im Falle des MX34VQ leider versäumt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 48
Kontrast: 80
Gamma eingestellt: keine Einstellmöglichkeit
Gamma gemessen: 2,23
Farbtemperatur: Anwendermodus
RGB: 100/94/88
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k.A.
Schärfe: nicht änderbar
Reaktionszeit: 60

Profilvalidierung

Der ASUS MX34VQ zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Farbwerte sind gut. Die Graubalance fast auch, wird aber aufgrund der hohen Range auf ein "zufriedenstellend" heruntergezogen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die Farbwerte sind insgesamt gut und ohne Auffälligkeiten. Lediglich die Graubalance ist aufgrund der hohen Range nur zufriedenstellend.

Subjektiv betrachtet ist die Situation leider schlechter, als die Grafiken hier vermuten lassen. Das Problem ist ganz klar die Graubalance. Wie man oben in der Tabelle sieht, mussten wir für die Kalibration gehörige Anpassungen an den RGB-Reglern vornehmen, um überhaupt eine Kalibration auf D65 hinzubekommen (RGB 100/100/100 auf 100/94/88). Daher überrascht es auch nicht, dass es abseits von den scheinbar akzeptablen Kalibrierungsergebnissen entsprechend zu Tonwertbeschneidungen mit sehr unschönen Schlieren in feinen Grauverläufen kommt (siehe Kapitel "Graustufen").

Zur Kalibration empfiehlt es sich daher, statt eines einfachen Matrix-Profils besser ein Tabellenprofil zu erstellen und/oder ggfls. die Anpassungen komplett über die LUT der Grafikkarte machen zu lassen, anstatt an den RGB-Reglern zu schrauben. Damit lässt sich das Ergebnis möglicherweise verbessern. Dazu sind aber auf jeden Fall viel Zeit und Experimentierfreudigkeit gefragt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den ASUS MX34VQ haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz und bei 100 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Bei den folgenden Grafiken ist dies zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, bei der höchsten Overdrive-Einstellung (TraceFree 100) auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Der ASUS besitzt sechs Reglerpositionen für seine TraceFree (TF) genannte Overdrive-Funktion (0, 20, 40, 60, 80, 100). In der Werkseinstellung steht der Regler auf 60. In dieser Einstellung werden die Reaktionszeiten effektiv gekürzt und es entstehen nur dezente Überschwinger.

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1 Kommentar vorhanden


Danke für den Test! Ich besitze den Monitor selbst auch und hätte hier deutlich bessere Testergebnisse bei der Qualität und Repsonsetime erwartet.
Die Ergonomischen Möglichkeiten sind leider wirklich schlecht, vor Allem wenn man den Preis betrachtet. Also ich bin glücklich mit dem Monitor. Wollte mir erst den Samsung C3491 holen, aber nachdem euer Test nich so gut für den Ausfiel habe ich mir "blind" den Asus geholt.

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