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TESTBERICHT: Asus PG258Q Teil 4


Wenn es nur um die höchste Leuchtdichte gehen würde, so könnte der ASUS PG258Q ganz oben mitspielen. Von 467 cd/m² bei nativem Weißpunkt wird man nahezu geblendet. Das ist knapp 17 Prozent mehr als die ohnehin schon sehr hohen 400 cd/m², die im Datenblatt angegeben werden. Ab Werk hat das Gerät schon eine ordentliche Abstimmung erhalten, die nur gering an den RGB-Reglern nachjustiert werden muss, um auf D65 zu kommen. Auch dann bleiben noch satte 463 cd/m² übrig. Diese hohe Leuchtdichte hat allerdings auch ihre Nachteile. Selbst bei 0 Prozent Helligkeit zeigt das Gerät noch eine Leuchtdichte von 109 cd/m², was ihn für ein Arbeiten in sehr dunkler Umgebung fast schon disqualifiziert.

Das TN-Panel erreicht laut Datenblatt ein maximales Kontrastverhältnis von 1000:1. Hier zeigt das Display ein sehr konstantes Ergebnis und bleibt einzig bei 0 Prozent Helligkeit knapp unter dieser Hürde. Das höchste Kontrastverhältnis wird bei 30 Prozent Helligkeit erreicht und beträgt dann 1047:1. Das durchschnittliche Kontrastverhältnis liegt bei 1023:1, was auch nach der Kalibrierung mit 1016:1 nur knapp unterboten wird. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des ASUS ROG Swift PG258Q

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von 14,3 Prozent würde der ASUS ROG Swift PG258Q noch ein gutes Ergebnis erreichen. Leider zeigt das Gerät aber eine zu hohe durchschnittliche Abweichung von 6,06 Prozent, was nur einem befriedigenden Ergebnis entspricht. Die Farbreinheit hingegen zeigt mit einem maximalen Delta C von 1,03 und einem durchschnittlichen Delta C von 0,62 ein sehr gutes Ergebnis.

Coating

Das Panel des ASUS ROG Swift PG258Q ist matt und wirksam entspiegelt. Leuchtet man mit einer Taschenlampe direkt auf das Panel, wird der Lichtstrahl stark gebrochen reflektiert. Auch Personen in heller Kleidung erzeugen nur schwache Reflexionen.

Links das Coating des ASUS ROG Swift PG258Q, rechts das Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des ASUS ROG Swift PG258Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

So reaktionsfreudig TN-Panel auch sind und für Spieler nach wie vor das Nonplusultra darstellen mögen, umso schlechter stellen sie das Bild dar, wenn man das Zentrum des Bildes verlässt. Bei seitlicher Ansicht tritt ab etwa 30 Grad ein Kontrastverlust auf, und es legt sich ein gelblicher Schleier über das Bild. Eine starke Farbverschiebung zeigt aber einzig Hellblau und driftet ins Türkis. In der Vertikalen reicht schon die Absenkung des Displays, und reines Weiß wird zu Hellblau. Bis auf den Kontrastverlust bleiben aber auch hier die restlichen Farben konstant. Schaut man von unten auf das Panel, sind aber auch bei diesem Monitor Hopfen und Malz verloren. Das Bild dunkelt stark ab und es tritt teilweise der typische Negativeffekt auf. Von einem Bild kann hier nicht mehr die Rede sein, denn es lassen sich teilweise nur noch Umrisse erkennen.

Interpolation

Da nach wie vor jede Menge Spieleklassiker und veraltete Büro-Software existieren, die mit einer Full-HD-Auflösung rein gar nichts anfangen können, ist es wichtig, dass die Elektronik auch kleinere Auflösungen noch ordentlich darstellt. Das funktioniert anhand zusätzlich eingefügter grauer Pixel, die den hinzugewonnenen Platz ausfüllen. Der ASUS ROG Swift PG258Q verfügt im OSD-Menü weder über eine Wahl des Bildseitenformats noch über einen Schärferegler. Das sind die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für diesen Teil des Tests.

Wir prüfen die Interpolation anhand eines Testbildes, das mittig ein fein aufgelöstes Gitter zeigt. Bei nativer Auflösung wird dieses natürlich maximal detailreich angezeigt, und sämtliche feinen Strukturen werden scharf dargestellt. Die zweite Auflösung zeigt die HD-ready-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten. Hier leidet unsere Testgrafik stark. Die vormals feinen Striche zeigen nur noch eine graue Fläche mit hellen und dunklen Schattierungen. Auch das feine Raster in der Mitte wirkt sehr grobschlächtig und unscharf und zeigt keinerlei Details mehr.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1280 x 720

Die Textwiedergabe bereitet auch bei kleineren Auflösungen nur noch den wenigsten Monitoren Probleme. Das ist auch bei unserem Testgerät nicht anders. Zwar wirkt das Schriftbild bei der kleinen HD-Auflösung etwas matschiger, doch ist fetter Text in 7 Punkt noch einwandfrei zu lesen.

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280 x 720

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrophotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der ASUS ROG Swift PG258Q vor und nach der Kalibrierung 92 Prozent sRGB, was ein gutes Ergebnis darstellt.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

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