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TESTBERICHT: Asus PG258Q Teil 5


Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus "Rennmodus", Gamma 2,2, Helligkeit 80 und Kontrast 50.

Graubalance in der Werkseinstellung

Die Graubalance in der Werkseinstellung zeigt ein durchschnittliches Delta C von 1,11 und eine Range von 1,92, was in beiden Fällen ein gutes Ergebnis darstellt und für ein Gaming-Display in unkalibriertem Zustand lobenswert ist. Die Farbtemperatur liegt mit 6300 Kelvin auch nahe an dem von uns angestrebten D65 und zeigt sich nur unbedeutend wärmer. Die Gammakurve ist dafür weniger gut gelungen und fällt jeweils in Richtung hoher und niedriger Leuchtdichte von Gamma 2,15 auf Gamma 1,9 herab.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe im sRGB Modus

Das Display verfügt unter "GameVisual" über einen dedizierten sRGB-Modus. Wie bei vielen Monitoren im Consumer-Bereich ist dieser Modus so weit beschnitten, dass die Leuchtdichte nicht reguliert werden kann und fixe 215 cd/m² zeigt. Das ist natürlich viel zu hoch und macht diesen Modus im Grunde unbrauchbar. Die Graubalance zeigt nahezu das gleiche Ergebnis wie bei der Vormessung, was zur Folge hat, dass auch die Gammakurve den gleichen bogenförmigen Verlauf aufzeigt. Die bunten Farben liegen mit einem Delta E94 von 2,20 in einem befriedigenden Bereich. Verantwortlich dafür sind die hohen Abweichungen bei den Farben Rot, Grün und Gelb.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS PG258Q aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Rennmodus", Gamma: 2,2) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS PG258Q zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance zeigt sich im Durchschnitt mit einem Delta C von 0,47 sogar sehr gut. Leider zieht die Range nicht mit und zeigt mit einem Delta C von 2,27 nur ein befriedigendes Ergebnis. Das ist in diesem Fall auch der Grund für ein befriedigendes Gesamtergebnis, obwohl die bunten Farben ebenfalls eingefangen werden konnten und ein gutes Ergebnis darstellen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)


Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibration erhalten wir das gleiche Ergebnis mit geringen Abweichungen, da auch hier die Range der Graubalance zu hohe Abweichungen zeigt, was wiederum ein befriedigendes Gesamtergebnis zur Folge hat. Für ein Gaming-Display ist dies aber trotzdem ein ordentliches Ergebnis, da sich ein TN-Panel ohnehin nicht für ein farbverbindliches Arbeiten eignet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter "Bildeinrichtung -> OD" zu finden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "Normal" und "Extreme". Als Standardwert ist "Normal" voreingestellt.

60 Hz, Overdrive "Aus"

Teilweise schnelle Schaltzeiten bereits ohne Overdrive

Bei deaktiviertem Overdrive und 60 Hz benötigt das Display für den Schwarz-Weiß-Wechsel 8,4 ms und für den schnellsten Grauwechsel 3,6 ms, was in beiden Fällen absolute Spitzenwerte sind. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten ist dagegen recht langsam und wird mit 23 ms gemessen. Der CtC-Wert zeigt eine durchschnittliche Schaltzeit von 18,2 ms. Der Helligkeitsverlauf zeigt erwartungsgemäß keine Auffälligkeiten.

Bei den folgenden Grafiken ist zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

60 Hz, Overdrive "Normal"

Sämtliche Schaltzeiten erreichen Spitzenwerte bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

In den Werkseinstellungen steht der Overdrive-Regler auf mittlerer Position. Hier werden die Schaltzeiten schon ordentlich gekürzt. Der Schwarz-Weiß-Wechsel wird mit 5,4 ms gemessen, und der schnellste Grauwechsel legt mit 2,5 ms ebenfalls ordentlich zu. Nun kommt auch der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte in Wallung und zeigt einen Spitzenwert von nur 7,5 ms. Der gerade noch sehr enttäuschende CtC-Wert, der den Wechsel zwischen zwei Mischfarben beschreibt und immens wichtig ist, erreicht ebenso einen oberen Platz in unserer "Hall of Fame" und wird mit 4 ms gemessen. Der Helligkeitsverlauf zeigt sich trotz des Geschwindigkeitsschubes unaufgeregt.

60 Hz, Overdrive "Extreme"

Eine erneute Steigerung des Tempos zeigt moderate Überschwinger

Bei höchstem Overdrive wird bis auf den schnellsten Grauwechsel erneut etwas Zeit gewonnen. Der Schwarz-Weiß-Wechsel zeigt eine Schaltzeit von 4,1 ms, während der schnellste Grauwechsel mit 2,6 ms minimal gegenüber der Vormessung verliert. Der Durchschnittswert der 15 ms erlebt erneut einen satten Zeitgewinn und wird mit 4,7 ms gemessen. Auch der CtC-Wert gewinnt 0,4 ms und wird mit 3,6 ms gestoppt. Der Helligkeitsverlauf zeigt sich hier leicht auffällig, aber der Ausschlag ist aus Erfahrung nicht tragisch.

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