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TESTBERICHT: Asus VZ27AQ Teil 2


OSD

Das OSD des ASUS VZ27AQ ist quasi zweistufig: Beim ersten Tastendruck erhält man eine Schnellauswahl zur Anpassung von Helligkeit, Blaulichtfilter und Eingangssignal – oder man kann in das eigentliche Menü springen.

Das OSD ist ansonsten eher nüchtern gehalten, dafür relativ klar und logisch aufgebaut. Auch die OSD-Auflösung hat ASUS mittlerweile an höhere Display-Auflösungen angepasst.

OSD: Bildmodi und Blaulichtfilter (Screenshot Handbuch ASUS)

OSD: Bildeinstellungen und -einrichtung (Screenshot Handbuch ASUS)

OSD: Quellwahl und Systemeinstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)

GamePlus-Feature

Sehr praktisch ist auch die Möglichkeit, zwei Verknüpfungen zu häufig genutzten Einstellungen anzulegen, die dann im Schnellmenü zur Verfügung stehen. Für Gamer hat das OSD eine nette Spielerei in Form der GamePlus-Funktionen in petto.

Bildqualität

Der Panel-Rahmen ist wie die Oberfläche des Panels matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 100
Kontrast: 80
Gamma: keine Einstellmöglichkeit
Farbtemperatur: Anwender
RGB: 100/100/100
Color-Gamut: k.A.
DUE Priority: k.A.
Schärfe: nicht verfügbar
Reaktionszeit: 60

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung ausgezeichnet. Farbschimmer treten nicht auf. Alle Grautöne wirken vollständig neutral.

Graustufen

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der ASUS VZ27AQ gut ab. Die hellsten Stufen können vollständig unterschieden werden, die dunkelsten bis einschließlich Stufe 6. Das Ergebnis ist zugleich sehr blickwinkelstabil. Wenn Differenzierungsverluste auftreten, dann in den dunklen Bereichen. Bei extremen Blickwinkeln eher in der Vertikalen als der Horizontalen.

Auch feine Grau- und Farbverläufe werden sehr gut dargestellt. Lediglich die Einstrahlung am Rand (siehe nächstes Kapitel) wird hier unangenehm sichtbar.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Der mittlere Bildbereich schneidet zwar recht gut ab, aber an den Bildrändern (v. a. links) sind sehr starke Einstrahlungen sichtbar. Bei normaler Raumbeleuchtung bleibt diese Schwäche weitgehend unauffällig, wird aber bei dunklen Inhalten an den Rändern durchaus sichtbar. Störend wirken kann das in der EBV bei der Bearbeitung in der Vollbildansicht und beim Videoschauen. Ein Herunterregeln der Helligkeit mindert das Problem deutlich, und im Office-Bereich fällt es praktisch nie auf. Generell dürften solche Ausleuchtungsschwächen immer einer gewissen Serienstreuung unterliegen.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS VZ27AQ

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 303 cd/m². Das liegt sogar 21 % über der Herstellerangabe von 250 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 43 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch mehr als ausreichende 286 cd/m². Auch die Minimalhelligkeit ist mit 41 cd/m² geringfügig gesunken. In jedem Fall kann der ASUS VZ27AQ ausreichend weit heruntergeregelt werden, um auch bei Dunkelheit gut damit arbeiten zu können.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei ausgezeichneten 1160:1. Das ist für ein IPS-Panel ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 Prozent.

Ähnlich wie bei der Schwarzbild-Ausleuchtung zeigen sich hier die einzigen nennenswerten Schwächen des ASUS VZ27AQ. Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 14,63 Prozent und einem Maximalwert von 27,87 Prozent nicht mehr zufriedenstellend. Die Farbhomogenität scheitert ebenfalls an einem befriedigenden Ergebnis. Die Maximalabweichung beträgt in der unteren rechten Ecke 7,93 Delta C und ist auch für ein ungeübtes Auge problemlos sichtbar.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des ASUS VZ27AQ, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der ASUS VZ27AQ besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

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