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TESTBERICHT: Asus XG27VQ Teil 5


Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 144 Hz (rechts), Reaktionszeit "Stufe 0 "

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 144 Hz (rechts), Reaktionszeit "Stufe 3"

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 144 Hz (rechts), Reaktionszeit "Stufe 5"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Wir haben bei 144 Hz und Overdrive-Stufe 5 eine Signalverzögerung von nicht unbedeutenden 12,8 ms und einer im Vergleich kurzen mittleren Bildwechselzeit von 3,4 ms gemessen. Das ergibt eine Gesamtlatenz von 16,2 ms. Für schnelle Shooter-Spiele ist dies nicht mehr zu empfehlen.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input-Lag) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit, und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar, wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die Lag-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, Chroma-Subsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zugunsten oder zuungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem "Leo Bodnar LAG Tester" nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Allerdings unterscheiden sich die Messergebnisse beider Methoden nicht wesentlich.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ASUS ROG STRIX XG27VQ arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit kommt es nicht zu einem Flackern, und dies schont die Augen.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Neben einer Testumgebung mit hochempfindlichen Messgeräten darf das subjektive Empfinden nicht zu kurz kommen. In diesem Teil berichten wir darüber, wie sich das Display im Gameplay schlägt. Außerdem finden wir heraus, wie der ASUS ROG STRIX XG27VQ reagiert, wenn FreeSync aktiviert oder deaktiviert ist. Auch werden kleinere Tests durchgeführt und Tools getestet, die dem Monitor zusätzlich spendiert wurden.

Als Testspiel haben wir die Rennsimulation Project CARS gewählt, da dort große Schwankungen der Aktualisierungsrate stattfinden. Außerdem ist es möglich, das Bild durch die Cockpit-Ansicht sehr gut zu analysieren, da ein Mix von schnellen als auch langsamen Bildanteilen zu sehen ist.

60-Hz-Betrieb Spielekonsolen

Spielekonsolen können mit Tools wie FreeSync nichts anfangen, da sie einzig eine Aktualisierungsrate von 60 Hz auf den Bildschirm bringen. Hier kann der ASUS ROG STRIX XG27VQ nicht punkten, da die Pixel einfach zu träge reagieren, was wir bereits im Teil Reaktionsverhalten anhand der Schaltzeiten sehen konnten und sich hier auch subjektiv bewahrheitet. Besonders äußert sich das am Bildschirmrand, wo die vorbeifliegende Vegetation stark verwischt angezeigt wird. Hier kann man den Effekt zwar mit dem Overdrive-Regler etwas abmildern, aber dann erhalten die Objektkanten eine starke Korona, was besonders an feinen Texturen auffällt, die dann silbrig schimmern und stark überschärft angezeigt werden.

Computerbetrieb

Hier zeigt sich das Display sehr viel besser, da eine höhere Bildwiederholungsrate gewählt und auch AMDs FreeSync zugeschaltet werden kann. Bei der Wahl der Aktualisierungsrate sollten unbedingt 144 Hz gewählt werden, denn auch wenn die Grafikkarte nur viel weniger fps liefert, werden die Bildfehler zum größten Teil minimiert und durch die hohe Aktualisierungsrate nahezu unsichtbar. Tearing bleibt zwar noch sichtbar, fällt aber einfach nicht mehr so stark auf. Eine bessere Performance erzielt man natürlich bei zugeschaltetem FreeSync, da nun im Bereich von 48-144 Hz auch Tearing zuverlässig eliminiert wird.

Die Range von FreeSync liegt zwischen 48-144 Hz

Die langsamen Schaltzeiten aus dem Teil "Reaktionszeit" relativieren sich hier glücklicherweise und fallen auch nicht mehr ins Gewicht, da die hohe Aktualisierungsrate auch das Problem der Unschärfe weniger sichtbar macht. Mittlerweile hat man bei AMD anscheinend die Performance von FreeSync in den Griff bekommen. Während in der Vergangenheit oft die Problematik bestand, dass FreeSync keinen Effekt erzeugte, funktioniert das Tool nun so unproblematisch wie NVIDIAs G-Sync. Einzig die untere Grenze von 48 Hz lässt noch Luft für Verbesserungen.

ELMB

Den langsamen Schaltzeiten kann man allerdings auch auf einem anderen Weg Herr werden, indem das Tool "ELMB" zugeschaltet wird. Es verhält sich im Prinzip genauso wie ULMB bei den G-Sync-Monitoren. Durch BFI (Black-Frame-Insertion) werden in bestimmten Abständen Schwarzbilder erzeugt, die in die normale Bildabfolge eingereiht werden. Dieses künstlich erzielte Flackern imitiert sozusagen das Verhalten alter Röhrenbildschirme und wirkt effektiv gegen Bewegungsunschärfe. ELMB funktioniert natürlich auch hier nur bei abgeschaltetem FreeSync, da das Tool eine feste Aktualisierungsrate benötigt, um die schwarzen Frames einzufügen. Zuschaltbar ist ELMB bei 85, 100 und 120 Hz und reduziert die Helligkeit bei 120 Hz von 270 cd/m² auf immer noch ausreichende 150 cd/m² bei 90 % Leuchtdichte.

ELMB bewährt sich effektiv gegen Bewegungsunschärfe

Beim PixPerAn-Lesbarkeitstest kann das Tool genauso überzeugen wie die ULMB-Variante und lässt die Buchstaben selbst bei Stufe 18 noch klar erkennen. Während sich FreeSync natürlich nur mit einer kompatiblen AMD-Grafikkarte zuschalten lässt, ist ELMB auch bei NVIDIA-Grafikkarten möglich.

Sound

Der ASUS ROG STRIX XG27VQ verfügt über keine Boxen. Es kann aber die Kopfhörerlautstärke angepasst werden.

Lautstärkeeinstellung des ASUS ROG STRIX XG27VQ

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2 Kommentare vorhanden


Kann mir jemand erklären, wie man einen 1080p-Gaming-Monitor mit durch die Bank maximal durchschnittlichen Leistungen in den jeweiligen Disziplinen für 500€! mit "gut" bewerten kann? Das entzieht sich gerade völlig meinem Verständnis, bei aller Liebe.
Hallo Sirmixalot,

wenn Du auf die Bewertungen schaust, dann siehst Du, dass das Display keineswegs durchschnittliche Leistungen erhalten hat. Das Gerät hat einen Durchschnitt von 2,2 und erhält damit eine gute Bewertung! Wir glauben dass das nicht falsch ist.

Viele Grüße
Oliver

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