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TESTBERICHT: BenQ PD2710QC Teil 2


Bedienung

Die Bedienung erfolgt über vertikal angebrachte Tasten auf der Rückseite. Nach vorne ist nur die Betriebs-LED sichtbar. Die Tasten sind gut zu erreichen, haben eine angenehme Größe und einen klaren Druckpunkt. Lediglich die Bedienlogik von BenQ ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Ein beliebiger Tastendruck auf eine der Multifunktionstasten führt zunächst zu einer Schnellauswahl, deren Funktionen direkt neben den Tasten angezeigt werden. Einstellungen zu Farbmodus, Quellwahl und Helligkeit lassen sich so ohne Umweg über das Menü erledigen.

LED-Betriebsanzeige und OSD-Schnellauswahl

Vertikal angebrachte Tasten auf der Rückseite

OSD

Das OSD ist umfangreich und gibt keine großen Rätsel auf. Die Funktionen sind auf fünf Hauptebenen verteilt. Wählt man eine aus, erscheinen die entsprechenden Unterpunkte in der Mittelspalte und in der Spalte rechts die dazugehörigen Detaileinstellungen. Der Sinn der Ebene "Bild erweitert" bzw. "Picture Advanced" erschließt sich nicht so ganz. Der Display-Mode (Auswahl des Seitenverhältnisses) gehört sprachlich wie logisch zum Hauptpunkt "Display". Der Bildmodus als grundlegende Einstellung wäre in den normalen Einstellungen besser aufgehoben, und die restlichen Unterpunkte hätten dann dort auch noch Platz.

Wenn auch Logik und Übersetzung bei BenQ manchmal noch etwas holprig sind, gibt es am Umfang der Einstellmöglichkeiten nichts auszusetzen. Die Bezeichnungen bei Gamma und Farbtemperatur ("warm", "kühl" etc.) weisen das für Designer (und damit auch für die EBV) konzipierte Gerät zwar eher als Consumer-Gerät aus, die richtigen Einstellungen für eine Kalibrierung zu finden, ist dennoch problemlos möglich.

OSD: Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)

OSD: Erweiterte Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)

OSD: Systemeinstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)

Bildqualität

Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 90
Kontrast: 50
Gamma: Stufe 3
Farbtemperatur: normal
RGB: k.A.
Color-Gamut: k.A.
DUE Priority: k.A.
Schärfe: 5
Reaktionszeit: hoch

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die hellsten und dunkelsten Stufen sind nahezu vollständig zu differenzieren. Besonders positiv fällt beim BenQ PD2710QC auch die Darstellung von sehr feinen Grau- und Farbverläufen auf, da die Verläufe von oben nach unten sehr gleichmäßig dargestellt werden.

Graustufen

Der Grauverlauf und die Graustufen sind somit bereits in der Werkseinstellung ausgezeichnet, Farbschimmer treten nicht auf.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Richtig tiefschwarz wirkt das Bild in der Werkseinstellung nicht, sondern eher dunkelgrau. Ein Herunterregeln der Helligkeit von der Werkseinstellung 90 verbessert den subjektiven Eindruck des Schwarzwertes nur minimal.

Frontal und mittig betrachtet ist das Bild aber gleichmäßig. Die Einstrahlungen an den Rändern sind vor allem links unten zu sehen und bewegen sich im Vergleich auf einem recht guten Niveau.

Die Blickwinkelneutralität ist in der Horizontalen gut. Bei vertikalen Blickwinkeln – vor allem von oben – hellt sich das Schwarzbild aber wie üblich deutlich auf. Einstrahlungen und Aufhellungen bleiben weitgehend farbneutral. Insgesamt ein recht ordentliches Ergebnis.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ PD2710QC

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 340 cd/m². Das liegt 3 % unter der Herstellerangabe von 350 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 37 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch mehr als ausreichende 290 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 36 cd/m² kann der BenQ PD2710QC ziemlich weit heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten bis sehr guten 965:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 8,61 % zwar nur zufriedenstellend, der Maximalwert mit 14,7 % aber gut. Bei der Farbhomogenität erzielt der BenQ PD2710QC sogar ein sehr gutes Ergebnis. Die Maximalabweichung beträgt in der oberen rechten Ecke nur 1,88 Delta C. Auch subjektiv ist die Ausleuchtung sehr gut gelungen. Helligkeitsbedingte Abweichungen kann man nur an den extremen Bildrändern ausmachen.

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