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TESTBERICHT: BenQ PD3200U Teil 6


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus "sRGB"

Im OSD des BenQ PD3200Q sind zahlreiche Bildmodi vorhanden, darunter auch Rec. 709 für Videographen. Im hier verwendeten sRGB-Modus ist die Graubalance wie gehabt sehr gut. Die Farbtemperatur liegt nur knapp unter dem Soll. Die Farbraumabdeckung ist mit 99 Prozent sehr gut, die Farbabweichungen beinahe auch. Das Gamma liegt im Durchschnitt bei 2,24. Der Verlauf der Kurve ist ebenfalls schon fast perfekt.

Für einen unkalibrierten Monitor ist das Ergebnis bemerkenswert. Wer seinen Monitor nicht kalibriert, sollte sich für diesen Modus entscheiden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Da im Modus "Standard" eine RGB-Anpassung nicht möglich ist, haben wir für die Kalibration den Benutzermodus verwendet. Hier sind praktisch alle Einstellmöglichkeiten aktiv.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Benutzer
Helligkeit: 29
Kontrast: 50
Gamma eingestellt: 2,2
Gamma gemessen: 2,23
Farbtemperatur: Benutzerdefiniert
RGB: 100/97/100
Color-Gamut: k.A.
DUE Priorityr: k.A.
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Hoch

Die erforderlichen Anpassungen beim RGB-Gain-Regler sind somit minimal. Auffällig ist beim BenQ allerdings die Abhängigkeit der Farbtemperatur vom Helligkeitsregler. Unterschiedliche Einstellungen der Helligkeit führen zu merklichen Veränderungen der Farbtemperatur und der erforderlichen RGB-Kalibrierungseinstellungen.

Generell gilt zwar, dass ein Gerät immer auf eine bestimmte Arbeitshelligkeit kalibriert werden sollte. Insbesondere hardwarekalibrierbare Monitore sind hier i. d. R. dennoch relativ unempfindlich.

Profilvalidierung

Bei der Profilvalidierung zeigt der BenQ PD3200U keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Auffällig ist lediglich die Abweichung bei der Primärfarbe Blau. Sie geht aber nur knapp über ein Delta E von 1,5 hinaus und sticht nur deshalb hervor, weil alle anderen Werte so extrem gut sind. Insgesamt ist das Ergebnis bei den Farbwerten sehr gut und bei den Grauwerten gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den BenQ PD3200U haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. In der von BenQ "AMA" genannten Funktion gibt es die Stellungen "Aus", "Hoch" und "Premium". Als Standardwert ist "Hoch" voreingestellt.

60 Hz, Overdrive "Aus"

Bei abgeschaltetem Overdrive ist die Abstimmung erwartungsgemäß neutral, und den schnellsten Grauwechsel messen wir mit 9,4 ms.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

60 Hz (Overdrive "Aus"): Neutrale Abstimmung, ordentliche Schaltzeiten

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