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TESTBERICHT: BenQ PD3200U Teil 8


Die Schwächen bei der Helligkeitsverteilung sind insbesondere bei einfarbigen, hellen Flächen auch mit freiem Auge sichtbar und zumindest in der Bildbearbeitung evtl. störend. Andererseits gibt es genug Einsatzszenarien, in denen das kaum eine Rolle spielt. Beispielsweise werden sich Event-Fotografen über die phänomenale Übersicht in Lightroom beim Aussortieren und Verschlagworten freuen.

Die Videowiedergabe ist ausgezeichnet. Dank der sehr guten Ausleuchtung sind auch in den schwarzen Balken bei Cinemascope-Filmen Randaufhellungen des Displays kaum zu sehen. Messtechnisch schneidet der etwas günstigere Philips 328P6VJEB mit seinem VA-Panel beim Kontrast mit 2646:1 zwar besser ab. Subjektiv ist die Wiedergabe auf dem BenQ aber sichtbar besser. Dazu kommt noch die ausgezeichnete Blickwinkelneutralität des IPS-Panels, die auch im Wohnzimmer mit einer Spielekonsole und eher ungewöhnlichen Sitzpositionen ein gleich gutes Bild liefert. Der vergleichsweise träge Input-Lag dürfte zumindest Gelegenheitsspielern kaum auffallen.

Sound

Für den Sound hat der PD3200U zwei Stereo-Lautsprecher mit je 5 Watt Ausgangsleistung an Bord. Das Gehäuse hat zwar etwas Platz für Resonanzraum, allzu viel sollte man dennoch nicht von den Lautsprechern erwarten. Immerhin taugen sie zu mehr als nur der Wiedergabe von Systemklängen und sind zumindest für eher informative YouTube-Videos und Skype-Telefonate etc. zu gebrauchen.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse angeschlossen werden, der Ton wird über die internen Lautsprecher ausgegeben oder an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Der BenQ PD3200U bietet insgesamt eine schier unendliche Fülle an Zusatz-Features an, die natürlich nicht nur für die Videowiedergabe interessant sind. Beispielsweise sind umfangreiche PiP-/PbP-Funktionen vorhanden, um mehrere Quellen gleichzeitig darzustellen. Mit der Funktion "DualAnzeige" kann ein und dieselbe Quelle mit unterschiedlichen Bildmodi gleichzeitig auf einem mittig geteilten Bildschirm angezeigt werden. Letzteres ist aus unserer Sicht aber eher eine Spielerei, da das Gerät keinen erweiterten Farbraum besitzt. Eine bestimmte Quelle in verschiedenen Farbräumen gleichzeitig sehen zu können, wäre da schon interessanter.

Für die Darstellung von Filmen empfiehlt sich natürlich vorrangig der Rec.-709-Bildmodus, also die HDTV-Norm, in der die meisten Filme gemastert sind. Der Farbraum ist allerdings mit sRGB identisch, so dass ein Wechsel nicht unbedingt erforderlich ist.

So oder so kann der BenQ bei der Videowiedergabe mit sattem Kontrast, kräftigen und natürlichen Farben und seiner 4K-Schärfe überzeugen. Dank der ausgezeichneten Blickwinkelneutralität taugt das riesige Display auch als TV-Ersatz bzw. für Foto- und Videovorführungen in größerer Runde. Auch weiter außen sitzende Zuschauer bekommen noch ein einwandfreies Bild zu sehen.

Bei Verwendung externer Quellen kommt dem PD3200U ferner seine gute Skalierungseinheit zugute, die auch Standard-BDs in 1080p mit beeindruckender Schärfe wiedergibt. Eine Overscan-Funktion ist bei digitaler Zuspielung zwar überflüssig, aber genauso vorhanden wie die Möglichkeit, am HDMI-Eingang den Signallevel anzupassen.


Bewertung
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788,99 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Zweifellos hat der BenQ PD3200U auf der Habenseite eine Menge zu bieten. Die Kernfunktionen meistert er fast alle mit Bravour. Bereits ab Werk kommt er mit neutralen Graustufen und einem ausgezeichnet abgestimmten sRGB-Modus. Kontrast und Blickwinkelneutralität sind ebenfalls erstklassig. Im Office-Einsatz kann er daher nahezu uneingeschränkt mit seiner 4K-Schärfe und dem Platzangebot der riesigen Display-Fläche begeistern. Zusammen mit der sehr guten Ausleuchtung eignet er sich auch hervorragend für Foto- und Videovorführungen in größerer Runde.

Hauptzielgruppe sind laut BenQ aber professionelle Designer der Bereiche CAD/CAM, Animation sowie Video- und Bildbearbeitung. Während die Defizite der Helligkeitsverteilung bei der Erstellung von Konstruktionsplänen vermutlich kaum eine Rolle spielen, ist das andererseits bei der schnellen visuellen Beurteilung eines korrekt vor Weiß freigestellten Bildes schon der Fall. Auch arbeitet das Gerät nicht geräuschlos, was den einen oder anderen Nutzer stören könnte.

Das sind aber die einzigen beiden Kritikpunkte. Auf der Habenseite kommt dagegen noch viel mehr dazu. Verarbeitung und Bedienung sind gut, die Balance aus Leichtgängigkeit und Stabilität bei den Ergonomiefunktionen nahezu perfekt. Überdurchschnittlich gut ausgestattet ist der PD3200U ferner bei den Anschlüssen und den Zusatz-Features. Andernorts bisher kaum zu finden und doch sehr nützlich ist hier vor allem der KVM-Switch.

In Summe ist somit das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut angemessen, auch wenn professionelle Designer abwägen müssen, ob ihre jeweiligen Ansprüche an Präzision und Bildhomogenität ausreichend erfüllt sind.

Gesamturteil: GUT


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