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TESTBERICHT: BenQ PV270 Teil 4


Bildqualität

Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Der Panel-Rahmen hat dennoch eine unangenehme Eigenheit. Er verläuft oben und an den Seiten erst etwas abgeschrägt und dann noch ca. 0,5 cm lotrecht in Richtung Display-Oberfläche. Bei hellen Bildinhalten entsteht dadurch am oberen Bildrand eine helle Spiegelung im Display-Rahmen, die wie eine Doppelkontur aussieht. Nicht dramatisch, aber in der Bildbearbeitung teilweise schon störend.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 40
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500 K
RGB: k.A.
Color-Gamut: Adobe RGB
Gleichförmigkeit Ein
Schärfe: 5
Reaktionszeit: k.A.

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung bereits einwandfrei, Farbschimmer treten nicht auf.

Graustufen

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der PV270 gut ab: die hellsten Stufen sind vollständig zu erkennen. Nur die drei dunkelsten Stufen werden abgeschnitten. Bei den dunkelsten Stufen ist allerdings eine gewisse Blickwinkelabhängigkeit zu erkennen. Während auch extremere horizontale Blickwinkel kaum eine Rolle spielen, reichen bereits kleinere Veränderungen in der Vertikalen, um eine deutliche Aufhellung mit entsprechendem Verlust der Detailzeichnung auszumachen.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Auch mit freiem Auge sind beim Schwarzbild Aufhellungen und Einfärbungen in den Ecken deutlich zu erkennen. Teilweise hängt das mit der beschriebenen Blickwinkelabhängigkeit zusammen. Auch die Ecken werden komplett schwarz, wenn man direkt senkrecht darauf schaut. Allerdings hellen sich dann andere Bereiche noch stärker auf, so dass man nie ein vollständig schwarzes Bild zu sehen bekommt. Richtig schwarz ist der Monitor also immer genau dort, wo man nahezu senkrecht auf seine Oberfläche schaut.

Der BenQ PV270 schneidet hier nicht besser als der SW2700PT ab. Beide Geräte liegen hier auf einem für ein IPS-Panel typischen Consumer-Niveau, können aber mit merklich teureren Profigeräten nicht mithalten.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Der BenQ PV270 besitzt eine "Gleichförmigkeit" getaufte Option im OSD, um die Bildhomogenität zu verbessern. Ab Werk ist sie aktiviert.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ PV270: Links "GLF ein", rechts "GLF aus"

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 207 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 10 cd/m². Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf 199 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 8 cd/m² kann der BenQ PV270 extrem weit heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt BenQ mit 1000:1 an. Mit der Option "Gleichförmigkeit ein" erzielt der PV270 mit 692:1 aber nur einen zufriedenstellenden Kontrast und bleibt bei der Maximalhelligkeit immerhin 17 % unter der Herstellerangabe von 250 cd/m².

Die Option "Gleichförmigkeit" ist beim BenQ nicht wie z. B. bei EIZO in einem Administratorenmenü versteckt, sondern kann jederzeit ein- und ausgeschaltet werden. Durch das Ausschalten erhöht sich auch im hardwarekalibrierten Modus die Helligkeit sofort erheblich und macht damit zugleich die sorgsame Kalibrierung zunichte. Nicht umsonst sind im kalibrierten Modus die Regler für Helligkeit und Kontrast deaktiviert. Einen Warnhinweis oder eine Erläuterung im Handbuch für weniger erfahrene Anwender findet man nirgends. Sinnvoller wäre es, die Einstellung "Gleichförmigkeit" analog zum Helligkeitsregler an den kalibrierten Speicherplatz zu koppeln, dann zu deaktivieren und beim Speicherplatzwechsel ggfls. automatisch mit umzuschalten.

Schaltet man die Gleichförmigkeit aus, schnellt die Maximalhelligkeit auf 334 cd/m². Auch der Kontrast verbessert sich auf sehr gute 1159:1. Allerdings ist das nicht zu empfehlen, wie wir gleich an der Bildhomogenität sehen werden.

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