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TESTBERICHT: BenQ XL2735 Teil 12


Demnach ist Gamma 4 oder Gamma 5 die bessere Wahl. Zwar wirkt das Bild bei Gamma 5 insgesamt etwas "knackiger" aber die Durchzeichnung in dunklen Passagen gelingt nicht mehr so gut, weswegen Gamma 4 die bessere Wahl ist.

Aufgrund des eingesetzten TN-Panels gilt diese Beurteilung allerdings nur, wenn sich die Sitzposition im Zentrum des Monitors befindet. Sitzt man schräg vor dem Display, ändert sich das Bild nachteilig. Deswegen ist das Schauen von Filmen beim XL2735 auf Dauer eine ziemlich einsame Angelegenheit.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

In den Werkseinstellungen ist "Voll" als Vorgabe eingestellt und gibt sowohl HD- als auch Full-HD-Auflösungen als Vollbild wieder. Auch SD-Material wird mit Balken rechts und links verzerrungsfrei angezeigt. Angeschlossen an einen HDTV-Empfänger werden auch Signale in 1080i problemlos wiedergegeben.

Um zu prüfen, ob dem Gerät ein Deinterlacer spendiert wurde, spielten wir ihm Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus zu und zusätzlich echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern. Hier wurden nur Halbbildfolgen im 2:2-Rhythmus richtig wiedergegeben. Halbbildfolgen mit 3:2-Kadenz weisen den typischen Moiré-Effekt und eine starke Kammbildung auf, was die Vermutung eines fehlenden Deinterlacers bestätigt.

In Sachen Aktualisierungsraten reagiert das Testgerät flexibel und nimmt von 24-144 Hz jegliche Aktualisierungsrate an. Frei von Judder sind allerdings nur Frequenzen oberhalb von 45 Hz. Filme in 24 Hz konnten aber einwandfrei angeschaut werden.

Overscan

Angeschlossen über HDMI bietet der XL2735 auch eine Overscan-Option an, die über die Einstellungsebene "Anzeige" zu finden ist. Der Umfang des Beschnitts ist nicht wählbar und beträgt horizontal 27 Pixel und vertikal 24 Pixel auf jeder Seite.

Farbmodelle und Signallevel

Der XL2735 verfügt über eine HDMI-1.4- und eine HDMI-2.0-Schnittstelle. An älteren BD-Playern werden an der HDMI-2.0-Schnittstelle die Farbmodelle YCbCr 4:2:2 und YCbCr 4:4:4 nicht richtig verarbeitet und zeigen falsche Farben an.

An HDMI 2.0 gibt es Probleme mit älteren BD-Playern.

Am Monitor existiert kein Menüpunkt eines Kompatibilitätsmodus, so dass der Player hinsichtlich dieses Problems einschreiten muss. Sollte auch der Player über keine Möglichkeit verfügen, manuell auf das RGB-Farbmodell zu wechseln, kann hier nur die zweite HDMI-Schnittstelle verwendet werden.


Bewertung
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514,62 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Der XL2735 unter der Regie von Zowie bleibt dem Design des Vorgängers weitestgehend treu. Auch die sehr guten ergonomischen Funktionen wurden glücklicherweise nicht beschnitten und bieten alles, um auch längere Sessions so angenehm wie möglich zu gestalten.

Dass der XL2735 vorrangig für den Spielbetrieb ausgelegt ist, wissen wir bereits von den Vorgängermodellen und verzeihen ihm die schlechten Werkseinstellungen, die sich unserer Meinung nach aber auch nicht zum Spielen eignen, da das Bild aufgrund der schlechten Gammaeinstellungen viel zu flau ist. Aufgrund des TN-Panels eignet sich das Display auch nicht für die Bildbearbeitung. Deshalb sehen wir auch von der mäßigen Farbabstimmung ab, die vor der Kalibrierung gezeigt wird. Die schlechte Bildhomogenität ist da schon eher ein Problem, da die Helligkeitsabweichungen auch mit dem bloßen Auge zu erkennen sind.

Neben dem Spielbetrieb kommt auch ein wenig Popcornfeeling auf, da Filme in 24 Hz wiedergegeben werden können. Die Anzahl der Zuschauer wird allerdings durch das TN-Panel und die damit verbundene Blickwinkelabhängigkeit stark reduziert.

Leider zeigt sich das Gaming-Display aber auch in seiner Kerndisziplin nicht ohne Schwächen. Erhält der XL2735 ausreichend viele Frames und läuft auf 144 Hz, zeigt er eine Topleistung, mit einem sehr klaren und flüssigen Gameplay, was hauptsächlich an dem neuen Feature "DyAc" liegt, das einen großen Teil Bewegungsunschärfe aus dem Bild verbannt. Dadurch fühlen sich Spiele ein Stück weit realer an. Fällt die Framerate allerdings ab oder läuft das Display im 60-Hz-Modus, wird ihm die fehlende Synchronisation zwischen Monitor und Grafikkarte zum Verhängnis und zeigt Bildfehler wie Stuttering und Tearing in ungeschönter Weise. Auch die schlechte Abstimmung des Overdrives im 60-Hz-Modus zeigt, dass der XL2735 nicht für niedrige Aktualisierungsraten entwickelt wurde.

Insgesamt zeigt sich der BenQ ZOWIE XL2735 als reiner E-Sports-Monitor, der mit einer hohen Framerate beliefert werden will und dann auch eine tolle Leistung abliefert. Abseits davon ist allerdings oft zu viel Platz nach oben. Auch der Straßenpreis von rund 750 € ist gegenüber anderen Monitoren mit ähnlicher Leistung ambitioniert.

Gesamturteil: BEFRIEDIGEND


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