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TESTBERICHT: BenQ XL2735 Teil 7


Im technischen Datenblatt, das auf der CD verfügbar ist, wird mit einer maximalen Leuchtdichte von 670 cd/m² ein wenig übertrieben. Deswegen halten wir uns lieber an die Daten der Produktwebseite, auf der eine Leuchtdichte von 250 cd/m² angegeben wird. Mit hohen 363 cd/m² messen wir rund 45 Prozent mehr. Im Gegensatz zu den miserablen Werkseinstellungen liegt der Standardmodus mit 6700 K nicht weit von D65 entfernt. Um dieses Ziel zu erreichen sind nur geringe Anpassungen notwendig, die 351 cd/m² übrig lassen, was immer noch ein sehr hoher Wert ist. Trotz der starken Leuchtkraft lässt sich das Gerät auf eine Leuchtdichte von 54 cd/m² herunterregeln, was auch ein Arbeiten bei völliger Dunkelheit problemlos ermöglicht.

Das Kontrastverhältnis wird von BenQ mit 1000:1 angegeben. Dieses Ergebnis erreicht der XL2735 nicht ganz. Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 916:1 und einem maximalen Kontrastverhältnis von 950:1 zeigt das Testgerät aber noch gute Werte. Nach der Kalibrierung bleibt das durchschnittliche Kontrastverhältnis mit 914:1 nahezu unverändert gegenüber dem Ergebnis vor der Kalibrierung.

Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des BenQ XL2735

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Hier zeigt der BenQ sowohl bei der gleichmäßigen Ausleuchtung als auch bei der Farbreinheit enorme Schwächen. Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 9,59 Prozent liegt das Display zwar noch knapp in einem befriedigenden Bereich, doch mit einem maximalen Wert von etwas mehr als 27 Prozent zeigt das Display in der oberen linken Ecke eine zu hohe Abweichung, die nicht nur messtechnisch, sondern bei einem flächigen weißen Bild auch visuell auszumachen ist und eine leichte Abschattung in diesem Bereich zeigt. Hier muss ohnehin ein technisches Problem vorliegen, da die drei Messpunkte links am oberen Bildrand und die Messpunkte am linken Bildrand nicht zu den übrigen Messpunkten passen, die nicht einmal die 10-Prozent-Marke übersteigen. Das Problem könnte z. B. ein zu stramm eingepasstes Panel sein.

Die Farbreinheit zeigt ein noch schlechteres Ergebnis. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 2,26 und einem viel zu hohen maximalen Delta C von 4,75 in der rechten unteren Ecke zeigt das Display eine mangelhafte Leistung. Von den hohen Abweichungen ist diesmal der gesamte untere Bildrand betroffen. Macht man sich die Mühe und rechnet das durchschnittliche Delta C für den oberen und unteren Bildrand aus, so zeigt sich, dass der untere Bildrand mit einem durchschnittlichen Delta C von 4,01 mehr als doppelt so hohe Abweichungen aufweist wie der obere Bildrand mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,82.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des BenQ XL2735, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der BenQ besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des BenQ XL2735 bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen Blickwinkeln von +45 und -30 Grad. Hier gibt es für den BenQ aufgrund des TN-Panels natürlich nicht viel zu holen. Bei seitlichem Blickwinkel erhält das Bild einen starken Gelbstich und dunkelt ab. Von oben betrachtet hellt das Bild auf und verliert an Kontrast. Schaut man von unten auf das Display, wird man mit einer starken Abdunkelung des Bildes konfrontiert, wodurch einige Bildteile nur noch schemenhaft erkennbar sind. Erstaunlich ist allerdings, dass die Farben, abgesehen von dem Gelbstich, bei allen Blickwinkeln recht stabil bleiben.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Da noch jede Menge Software und Spieleklassiker existieren, deren native Auflösung weit unter HD-Niveau liegt, ist es wichtig, dass ein Monitor auch Auflösungen jenseits der nativen in einer ordentlichen Qualität anzeigen kann.

Die Option "Seitenverhältnis" im OSD-Menü bietet im Grunde für jedes Szenario die passende Lösung. Zur Auswahl stehen "Breit", "1:1" und verschiedene Display-Größen, die in unterschiedlichen Seitenverhältnissen simuliert werden. Zu den Simulationen zählen 17"(4:3), 19"(4:3), 19"(5:4), 19"W(16:10), 21.5"W(16:9), 22"W(16:10) und 23"W(16:9).

Aktuelle Grafikkarten und deren Treiber lassen es allerdings nicht zu, dass sich dieser Punkt im OSD-Menü aktivieren lässt. Daher ist er ausgegraut. Auch wenn andere Auflösungen zugespielt werden, meldet das OSD die Information, dass eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln vorliegt. Auch ein tieferes Eingreifen in die Grafikkarteneistellungen bringt nicht den gewünschten Erfolg. Die Option wird erst aktiviert, wenn man das Display analog über VGA oder an HD-Zuspielern wie z. B. PS4 oder BD-Player anschließt.

Die Grundeinstellung "Breit" zeigt sämtliche Auflösungen, die über das native 16:9-Seitenverhältnis verfügen, bildschirmfüllend an. Andere Seitenverhältnisse werden auf die gesamte Panel-Höhe interpoliert und ebenfalls seitengerecht mit Balken an den Seiten angezeigt. Wir haben die Qualität der Interpolation anhand eines fein aufgelösten Gitters überprüft. Hier kann man erkennen, dass auch die feinen Striche der Testgrafik bei einer Full-HD-Auflösung noch zu erkennen sind. Das Kreuz mittig der Grafik wird zwar minimal unschärfer, doch sind auch hier noch die feinen Details sichtbar. Bei der kleinen HD-Auflösung von 1280 × 720 Pixeln entsteht dann aber doch zu viel Platz, der anhand von grauen Pixeln aufgefüllt werden muss. Die Grafik zeigt, dass die feinen Striche nicht mehr als solche zu erkennen sind, sondern als eine Fläche mit hellen und dunklen Schattierungen angezeigt werden. Auch das Kreuz in der Mitte wirkt nun unscharf. Ein Schärferegler ist nur an der analogen Schnittstelle unter dem Menüpunkt "Bildeinrichtung->Schärfe" verfügbar. Der Punkt "Bildeinrichtung" lässt sich an den digitalen Schnittstellen jedoch nicht anwählen und ist ausgegraut.

Auch simulierte Anzeigegrößen stehen zur Auswahl

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