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TESTBERICHT: Dell P2418HZ Teil 7


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Dell P2418HZ ist die halbe mittlere Bildwechselzeit mit 5,2 ms zwar recht flott, wird aber durch den hohen Input-Lag von 20,4 ms wieder zunichte gemacht. Insgesamt macht das immerhin 25,6 ms.

Der Dell P2418HZ ist damit wie zu erwarten primär ein Büromonitor, auf dem man aber zumindest etwas langsamere Spiele durchaus auch genießen kann.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

In allen Business-relevanten Einsatzszenarien kann das Reaktionsverhalten des Dell P2418HZ voll zufriedenstellen. Das gilt auch für schnelle Schwenks in Videos, das flotte Zoomen in Photoshop, Mauszeiger-Bewegungen etc.

Im Bereich Gaming wird die gute bis mittelmäßige Reaktionszeit durch den hohen Input-Lag von 20,4 ms abgewertet. Gelegentliches Spielen von weniger reaktionslastigen Titeln ist dennoch problemlos möglich.

Sound

Passend zu seiner Bestimmung als Videokonferenz-Spezialist, besitzt der Dell P2418HZ zwei eingebaute Stereo-Lautsprecher mit je 5 Watt Ausgangsleistung. Sie sind in der verlängerten Abschlussleiste unterhalb des Displays angebracht und strahlen direkt nach vorne ab. Der Klang wirkt erstaunlich ausgewogen und scheint zudem gut auf Sprachwiedergabe optimiert zu sein.

Lautsprecher mit erstaunlich ausgewogenem Klang

Von Maximallautstärke und Tiefen sollte man dennoch nicht zu viel erwarten. Im Büro-Alltag reichen sie aber zu mehr als nur Systemklängen – auch die Aufheiterung mit einem Musiktitel zwischendurch gelingt recht passabel. Ansonsten ist im Zweifel links der Kopfhörer-Anschuss leicht zu erreichen.

Kamera für Videokonferenzen

Da der Dell P2418HZ primär als Business-Monitor für Videokonferenzen gedacht ist, liegt hier auch das Hauptaugenmerk unserer Beurteilung. Dazu hat das Gerät eine 2 Megapixel starke Full-HD-Kamera, zwei IR-LED-Anzeigen mit VGA-Infrarotkamera, zwei leistungsstarke 5-Watt-Lautsprecher und zwei digitale Mikrofone mit Rauschunterdrückung an Bord.

Natürlich kann man Webcam, Lautsprecher und Mikrofon auch nachrüsten. Der besondere Charme des Dell liegt hier aber in der nahtlosen Integration, die bislang nur wenige andere Business-Geräte bieten. Die Aktivität der Kamera wird mit einer kleinen, weißen LED signalisiert, die sehr leicht zu übersehen ist. Wer um seine Privatsphäre besorgt ist, kann bei Nichtgebrauch die Kamera auch über einen Schiebeschalter abdecken.

Integrierte Videokamera mit Abdeckung per Schiebeschalter

Unter Windows 10 werden alle notwendigen Treiber automatisch beim ersten Anschließen des USB-Kabels installiert. Zusätzlich befindet sich auch alles mit entsprechender Installationsroutine auf der beiliegenden CD.

Als generelles Audio-Ausgabegerät wurde der Dell P2418HZ auch schon vorher erkannt. Nach Installation der zusätzlichen Treiber erscheinen auch die Webcam sowie ein "Freisprechtelefon mit Echoausschaltung" bei den Audioein- und -ausgängen im Gerätemanager. Eine spezielle Zusatz-Software für Videokonferenzen liefert Dell nicht mit. Das ist auch nicht nötig, da alle Geräte sofort von den bordeigenen Apps von Windows 10 erkannt und genutzt werden können.

Zunächst haben wir die automatische Anmeldung mittels Gesichtserkennung über "Windows Hello" eingerichtet. Der Einrichtungsvorgang verlief völlig unkompliziert und dauerte weniger als zwei Minuten. Das ursprüngliche Kennwort bleibt erhalten, wird danach aber zum Einloggen nicht mehr benötigt. Dank IR-Sensor klappte die Gesichtserkennung auch bei vollständiger Dunkelheit zuverlässig. Sollte die Kamera tatsächlich einmal nicht funktionieren, kann man sich jederzeit auch mit dem bisherigen Kennwort einloggen.

Mit der Kamera-App kann man gut die Bildqualität testen und Selfies in Form von Fotos und Videos machen. Für Telefonate und Videokonferenzen empfiehlt Dell Microsofts "Skype for Business". Die Nutzung klappt aber auch mit der Standard-Skype-App problemlos und wurde von uns für ein Videotelefonat zu einem iPhone 6s genutzt. Zumindest hier hat aber die Anrufannahme über die entsprechende Taste am Monitor nicht funktioniert. Sie wurde einfach nicht aktiv.

Leider kann auch die Bildqualität der Kamera nicht überzeugen. Trotz guter Bedingungen (weiße Bürowand im Hintergrund, neutrales Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit) gelingt der Kamera einfach der Weißabgleich nicht. Die weiße Wand im Hintergrund ist gelbstichig, Gesichter wirken arg rot – man könnte schon sagen: wie eine Tomate. Details in dunkler Kleidung oder Haaren gehen so stark verloren, dass man nicht sagen kann, ob das Gegenüber eine Haube aufhat oder das doch die Haare sind. Das Bildrauschen ist bereits bei guten Lichtverhältnissen recht präsent. Eine Möglichkeit, die Blickrichtung der Kamera unabhängig von einer ergonomischen Monitorneigung einzustellen, gibt es auch nicht.

Die Darstellung der Gegenseite (iPhone 6s, 5-Megapixel-Fotos, aber nur 720p-Videoaufnahme) ist dagegen in Bild und Ton ausgezeichnet. Wichtiger dürfte Unternehmen aber sein, dass ihre eigenen Mitarbeiter nach außen repräsentativ sichtbar werden und nicht nur die anrufenden Kunden ordentlich aussehen.

Gut gefallen hat am Dell dagegen die Tonübertragung. Die Verständlichkeit des Gegenübers über die eingebauten Monitorlautsprecher ist sehr gut, und auch die beiden Mikrofone mit Rauschunterdrückung leisten ganze Arbeit. Selbst Hintergrundgeräusche wie Scanner und Drucker kommen am iPhone nur sehr gedämpft an. Auch beim "Durcheinanderreden" kommt es kaum zu Aussetzern, Verschlucken von anderen Teilnehmern oder Rückkoppelungsgeräuschen. Konferenzen mit mehreren Teilnehmern sind somit fast genauso gut möglich, als wenn die Teilnehmer tatsächlich im selben Raum wären.

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