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TESTBERICHT: Dell U3818DW Teil 3


Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Dell U3818DW

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 281 cd/m². Das liegt mit 6 % knapp unter der Herstellerangabe von 300 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 32 cd/m².

Nach Kalibrierung steigt die Maximalhelligkeit sogar leicht auf 286 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 33 cd/m² kann der Dell U3818DW auf jeden Fall ausreichend weit heruntergeregelt werden, um auch Spielraum für das Arbeiten bei vollständiger Dunkelheit zu haben.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 848:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 5 % gut, der Maximalwert mit ca. 15 % ebenfalls. Die Farbhomogenität erreicht sogar im Durchschnitt wie auch bei der Maximalabweichung ein sehr gutes Ergebnis. Letztere finden wir in der Ecke links oben. Sie beträgt nur 1,49 Delta C.

Die wahrgenommene Homogenität ist immer ein Zusammenspiel aus Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität. Vor allem für die Bild- und Videobearbeitung ist sie ein wichtiges Kriterium, bei dem nicht speziell dafür vorgesehene Geräte in der Regel eher mäßig abschneiden.

Der Dell U3818DW liefert dagegen auch subjektiv gesehen eine überraschend hohe Gleichmäßigkeit bei einfarbigen Flächen. Farbliche Abweichungen konnten wir nicht wahrnehmen. Lediglich leichte Abweichungen bei der Helligkeit sind bei der Vollbilddarstellung sichtbar. Aus subjektiver Sicht ist das Ergebnis aber auch hier ausgezeichnet, da die Gleichmäßigkeit sogar bis zu den extremen Rändern des Bildes sehr gut erhalten bleibt.

Ferner besitzt der Dell U3818DW auch die Option "Gleichförmigkeitskompensation" im OSD. Ab Werk ist die Einstellung deaktiviert. Die Beschreibung dazu im Handbuch ist etwas schwammig. Üblicherweise wird durch solche Funktionen die Homogenität verbessert, aber zulasten der Maximalhelligkeit und des Kontrastes. Bei vielen Herstellern ist die Funktion aber schlecht umgesetzt und hat eher einen Pseudo-Charakter.

Zur Überprüfung haben wir das Gerät auch mit dieser Option erneut kalibriert und die Messungen bis hin zur Profilerstellung wiederholt.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Dell U3818DW mit Gleichförmigkeitskompensation

Wie man in der Grafik sieht, hat sich die Maximalhelligkeit drastisch reduziert. Sie erreicht nurmehr 144 cd/m². Der von uns empfohlene Helligkeitsbereich von 120 bis 140 cd/m² kann damit aber immer noch erreicht werden. Jedoch hat sich auch das Kontrastverhältnis praktisch halbiert: von 848:1 auf 440:1. Das liegt daran, dass sich die jeweils gemessenen Schwarzwerte praktisch verdoppelt haben.

So dramatisch sich die Zahlen anhören, subjektiv sind sie das nicht. Der verminderte Kontrast ist im direkten Vergleich zwar sichtbar, ein sinnvolles Arbeiten – auch mit Bildern und Grafiken – aber immer noch problemlos möglich.

Vor allem, da man jetzt auch ein sehr gutes Ergebnis bei der Helligkeitsverteilung erreicht. Die Farbhomogenität war bereits vorher sehr gut. Für ein Gerät, das nicht speziell als Grafikmonitor beworben wird, ist das ein äußerst bemerkenswertes Ergebnis.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild mit Gleichförmigkeitskompensation

Das erklärt u. a. den Preis des Dell U3818DW und macht ihn im Rahmen eines sRGB-Workflows auch sehr gut für bestimmte Bereiche der EBV einsetzbar. Wir empfehlen, die Gleichförmigkeitskompensation nur dann zu verwenden, wenn hier höchste Präzision notwendig ist. Auch bei Deaktivierung ist die Homogenität bereits gut und der Spielraum bei Helligkeit und Kontrast größer.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des Dell U3818DW, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Dell U3818DW besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des U3818DW bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Einen nennenswerten Unterschied zwischen horizontalen und vertikalen Blickwinkeln können wir nicht feststellen. Horizontale Blickwinkel werden zudem bei normaler Sitzposition bereits durch die Wölbung des Dell U3818DW abgemildert.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Da Dell ferner ein hochwertiges IPS-Panel einsetzt, ist die Blickwinkelneutralität außerordentlich gut. Die Farben bleiben auch bei extremen Blickwinkeln völlig stabil. Selbst die Detailzeichnung in dunklen Bildbereichen (z. B. das Rippen-Shirt der Dame) reduziert sich erst bei sehr extremen Blickwinkeln, die in der Praxis nie vorkommen.

Insgesamt ist das auch im Vergleich zu anderen IPS-Panels ein eher überdurchschnittliches Ergebnis.

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Die Standardeinstellung 50 scheint gut gewählt, wir haben sie für den Test nicht verändert.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1280 x 720 (Vollbild)

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280 x 720 (Vollbild)

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Neben dem nativen 21:9-Format (Einstellung "Breite 21:9") bietet das OSD auch eine automatische Skalierung sowie die Seitenverhältnisse 4:3 und das pixelgenaue 1:1 an.

Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
576p Ja Ja
SD (4:3) Ja Ja
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Nein Ja
PC (16:9) Ja Ja

Der Dell U3818DW schneidet somit bei Qualität und Möglichkeiten der Skalierungseinheit insgesamt sehr gut ab.

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