Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Dell U3818DW Teil 5


Reaktionsverhalten

Den Dell U3818DW haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen "Normal" und "Schnell". Laut Datenblatt liegt die Reaktionszeit bei Ersterem im Bereich von 8 ms, bei Letzterem im Bereich von 5 ms. Als Standardwert ist "Normal" voreingestellt. Vollständig ausschalten lässt sich der Overdrive nicht.

60 Hz, Overdrive "Normal"

In der Werkseinstellung "Normal" werden die Schaltzeiten zwar effektiv verkürzt, es entstehen jedoch auch schon einige Doppelkanten und Überschwinger.

Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 18,5 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 9,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt flotte 12,8 ms. Ein CtC-Wert von 6,8 ms ist ebenfalls kurz.

In der Overdrive-Stellung "Normal" sind kaum Überschwinger auszumachen und die Bildaufbauzeiten sehr schnell. Der vom Hersteller als Standard aktivierte Wert "Normal" ist somit optimal gewählt.

60 Hz (Overdrive "Normal"): Überwiegend flotte Schaltzeiten, aber auch sichtbare Überschwinger

60 Hz, Overdrive "Schnell"

In der höchsten Stellung "Schnell" verschlechtert sich der Schwarz-Weiß-Wechsel von 18,5 auf 22,7 ms. Alle anderen Schaltzeiten verbessern sich aber noch einmal merklich. Den schnellsten Grauwechsel messen wir mit 4,2 ms, und der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte liegt jetzt bei 7,9 ms. Auch der CtC-Wert ist mit 4,8 ms mehr als passabel. Kritische Farbübergänge und bewegte Farbkanten stellen hier wie auch in der Werkseinstellung für den Dell keinerlei Hürden dar und werden sehr scharf abgebildet.

Die bereits in der Werkseinstellung sichtbaren Überschwinger laufen jetzt aber vollends aus dem Runder und sprengen unsere Grafik. Die Doppelkanten werden bereits im Windows-Betrieb sichtbar – z. B. beim schnellen Verschieben von Fenstern. Dell hat hier den Bogen klar überspannt und hätte sich die Option auch genauso gut sparen können. Durch die massiven Überschwinger ist dieser Modus nicht zu gebrauchen. Das gilt umso mehr, wenn man den hohen Input-Lag mit in Betracht zieht.

Wir empfehlen, den Dell U3818DW in der Werkseinstellung "Normal" zu betreiben.

60 Hz (Overdrive "Schnell"): Sehr schnelle Schaltzeiten, aber auch extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

60 Hz, Overdrive "Normal" und "Schnell"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Da der Modus "Schnell" nicht zu gebrauchen ist, verwenden wir hier die Werte der Werkseinstellung.

Die Bildwechselzeit ist mit 6,4 ms sehr ordentlich, wird aber durch den recht hohen Input-Lag von 19,6 ms erheblich getrübt. Insgesamt macht das 26 ms. Der Dell U3818DW ist damit zwar sicher kein Monitor für Hardcore-Gamer, eignet sich für etwas langsamere Spiele aber durchaus.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input-Lag) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit, und falls doch, ist in der Regel nicht erkennbar, wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die Lag-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60 Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, Chroma-Subsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zugunsten oder zuungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem "Leo Bodnar LAG Tester" nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60 Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist das Gerät auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Das Reaktionsverhalten des Dell U3818DW ist in seinem beworbenen Einsatzgebiet als professionelles Arbeitstier einwandfrei und ohne Auffälligkeiten. So recht überzeugen konnte uns die Overdrive-Implementierung zwar nicht, Videos und langsamere Spiele können zur Auflockerung dennoch problemlos genossen werden.

Sound

Eingebaute Lautsprecher besitzt der ViewSonic VP2785-4K nicht, kann aber Tonsignale via HDMI oder DisplayPort entgegennehmen und über seinen analogen Audio-Ausgang (3,5-mm-Klinke) an Kopfhörer oder externe Lautsprecher weiterreichen.

Im Rahmen des Dell U3818DW sind auch nach unten abstrahlende Stereo-Lautsprecher integriert. Mit zweimal 9 Watt haben sie auf jeden Fall überdurchschnittlich viel Ausgangsleistung. Tonsignale können problemlos via DisplayPort oder HDMI entgegengenommen werden.

Lautsprecher mit zweimal 9 Watt

Beim Klang konnten sie uns aber nicht recht überzeugen. Die Wiedergabe z. B. von YouTube-Videos mit gemischten Inhalten (Musik und Sprache) ist zwar streckenweise erstaunlich gut, hört sich dann aber in anderen Passagen wieder recht blechern an. Für Büro-orientierte Anwendungen sind sie aber auf jeden Fall eine willkommene Komplettierung.

 << < 1 2 3 4 5 6 > >>

Keine Kommentare vorhanden

LG BUSINESS MONITORE
(Anzeige) In der neuen LG Business Area stellen wir die besten Business Displays aus dem Hause LG vor. Denn wer ermüdungsfrei und ergonomisch arbeiten will, benötigt auch das richtige Arbeitsgerät. Neben Testberichten finden Sie auch lesenswerte Artikel zu den Themen "Der ergonomische Arbeitsplatz", "Höhere Produktivität durch 21:9 Monitore" und vieles mehr. Hier weiterlesen!
Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!