Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Eizo CG2730 Teil 2


OSD

Trotz der umfassenden Hardware-Kalibration verzichtet EIZO nicht auf ein vielschichtiges OSD. Es gliedert sich in sechs übersichtlich aufgebaute Hauptmenüpunkte.

Über einen Helligkeitsregler wird die Intensität der Hintergrundbeleuchtung verändert. Der gewünschte Weißpunkt kann über Voreinstellungen in Kelvin, drei RGB-Gain-Regler oder normative Vorgaben angepasst werden.

Eine Veränderung der Tonwertkurve ist über den Gammaregler möglich. Beschränkte sich die Auswahl früher auf fixe Werte (1.6 - 2.7), kann nun unter anderem auch die sRGB-Charakteristik direkt ausgewählt werden. Vordefinierte Farbmodi steuern die Farbraumemulation, die allerdings deutlich präziser über Color Navigator angepasst werden kann.

Drei Skalierungseinstellungen erlauben die seitengerechte, flächenfüllende und unskalierte Anzeige eingehender Signale. Ihr Dynamikumfang kann nun einfacher als in früheren Versionen berücksichtigt werden.

Die Selbstkalibration wird über einen eigenen Menüpunkt konfiguriert. Aus einer vorhergehenden Kalibration mit Color Navigator werden die notwendigen Zielparameter ermittelt. Die Einstellungen, zum Beispiel eine genaue Zeitplanung, können vom Benutzer allerdings auch vollständig in der Software verwaltet werden.

Weitere Funktionen umfassen die Auswahl der Menüsprache und die Positionierung des OSDs. Die Pixelbeschleunigung (Overdrive) kann, sofern überhaupt umgesetzt, nicht konfiguriert werden.


Das Menü des EIZO CG2730

Bildqualität/Signalverarbeitung

Allgemein

EIZO greift für den CG2730 auf ein 27 Zoll großes IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung zurück. Weitere Informationen sind dem Datenblatt nicht zu entnehmen. Die ermittelte spektrale Strahlungsverteilung unterscheidet sich deutlich von der der bislang häufig eingesetzten Kombination aus grünen und blauen LEDs mit rotem Leuchtstoff (GB-r). Wir vermuten, dass in diesem Fall ausschließlich blaue LEDs, versehen mit grünem und rotem Leuchtstoff, zum Einsatz kommen. Die weiteren technischen Daten sprechen dann für ein Panel von Panasonic (VVX27T160H00).

Spektrale Strahlungsverteilung Weiß nach Farbfiltern (i1 Pro; optischer Bandpass: 10 nm)

Die für die Signalverarbeitung entscheidenden LUTs des von EIZO selbstentwickelten Scalers weisen eine Präzision von 16 Bit pro Farbkanal aus. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die akkurate und verlustfreie Farbreproduktion sichergestellt – sowohl vor als auch nach einer Hardware-Kalibration via Color Navigator. Im Unterschied zu vielen anderen Modellen der CG-Reihe wird auf die zusätzliche Einbindung einer 3D-LUT im Signalfluss verzichtet. Das ist für die meisten Anwendungsbereiche kein echter Nachteil. Selbst die Farbraumemulation kann mit einer einfachen und dennoch sehr robusten LUT-Matrix-LUT-Konfiguration realisiert werden. Dennoch ergeben sich bestimmte Einschränkungen, auf die wir später noch kurz eingehen.

Über den DisplayPort-Eingang können Signale mit 10 Bit pro Farbkanal zugespielt werden. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme. Der HDMI-Eingang verarbeitet auch eine Farbtiefe von 12 Bit pro Kanal.

Testbild, um Grauverläufe zu überprüfen

Die Bildqualität vermag auch höchste Ansprüche zu erfüllen. Neben einer neutralen und homogenen Darstellung punktet der EIZO CG2730 durch die sehr gute Blickwinkelstabilität seines IPS-Panels und einen vergleichsweise hohen Kontrastumfang. Überdies wurde ein für die IPS-Technologie sonst üblicher Kontrastverlust, der bereits bei frontaler Betrachtung zu störenden Aufhellungen führen kann, stark reduziert.

Einziger Wermutstropfen ist ein stellenweises Durchschimmern der Hintergrundbeleuchtung im Bereich zwischen Panel und Gehäuserahmen.

Die Hintergrundbeleuchtung schimmert teilweise durch

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des EIZO CG2730 (linkes Foto)

Ein mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der EIZO CG2730 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Körnungs- beziehungsweise Glitzereffekte bleiben fast vollständig aus.

Interpolation

Unsere Testsignale werden gut verarbeitet. Eine Skalierung durch die Grafikkarte verbessert die Darstellung nicht. EIZO verzichtet auf einen separaten Schärferegler, der jedoch in den meisten Umsetzungen ohnehin meist nur fragwürdige Verbesserungen erzielt.

Inhalte mit quadratischem Pixelseitenverhältnis können verzerrungsfrei dargestellt werden. Bei Verwendung des HDMI-Eingangs wird das abweichende Pixelseitenverhältnis von 4:3- und 16:9-SD-Signalen durch angepasste Einstellungen berücksichtigt.

Skalierungsoptionen

 << < 2 3 4 5 6 7 8 9 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!