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TESTBERICHT: Eizo CG2730 Teil 7


Leider ist die Leuchtdichte auf 200 cd/m² begrenzt (alternativ wird gleich das Maximum gewählt). Das reicht aber immer noch völlig aus, um beispielsweise die in ISO 3664 definierte "praktische Abmusterung" (ISO Viewing Condition P2) in Verbindung mit einer Proof-Simulation umzusetzen. Der geforderten Beleuchtungsstärke von 500 Lux für die gedruckte Referenz entspricht eine Leuchtdichte von rund 160 cd/m².

3. Schwarzpegel: Der Schwarzpegel kann auf Wunsch definiert angehoben werden.

4. Tonwertkurve und Graubalance: Für die Kalibration stehen zunächst Gamma-Tonwertkurven (1.0 bis 2.6) und die L*-Charakteristik zur Verfügung. Obwohl über das OSD inzwischen eine Auswahl der sRGB-Tonwertkurve möglich ist, verzichtet Color Navigator auf diese Option. Individuelle Tonwertkurven können aber durch die Vorgabe eines geeigneten ICC-Profils – alle weiteren Parameter lassen sich dennoch flexibel anpassen – oder das Laden einer Textdatei (CSV) mit entsprechenden Zuordnungen definiert werden.

Die Auswahlmöglichkeiten unter Priority steuern den Kalibrationsvorgang. Mit der Einstellung Contrast wird nur der Weißpunkt auf Basis konkreter Messwerte angepasst. Notwendige Korrekturen in den Mitteltönen werden vom Scaler berechnet. Standard optimiert Graubalance und Tonwertkurve, hebt den Schwarzpegel aber nicht an. Durch eine Entscheidung für Gray balance wird die maximal mögliche Neutralität erreicht. Das bedingt die Anhebung des Schwarzpegels, um Farbstiche auch in den absoluten Tiefen zu vermeiden.

5. Targetname und -typ: Abschließend wird ein Name für das Kalibrationsziel vergeben. ICC-Profile können als v2- oder v4-Typ gespeichert werden. CLUT-Profile werden nicht generiert (nur Shaper/Matrix). Angesichts der ausgezeichneten Linearität ist das verschmerzbar, zumal die Charakterisierung optional den tatsächlichen Schwarzwert des Monitors widerspiegelt.

6. Das Ziel wird nun mit einem der zur Verfügung stehenden Messgeräte kalibriert. Dem schließt sich die Profilierung an.

Prüfwerkzeuge

Nach Abschluss von Kalibration und Profilierung kann eine Qualitätskontrolle durchgeführt werden. Im Zuge der Profilvalidierung lassen sich beliebige RGB-Testformen erstellen. EIZO offeriert auch zwei Voreinstellungen, von denen eine die in ISO 12646 definierten Anforderungen umsetzt. Die farbmetrischen Daten der angezeigten Farbfelder werden dann mit den Maßzahlen verglichen, die sich aus entsprechenden Transformationen auf Basis des Monitorprofils ergeben. Dieser Soll-Ist-Vergleich zeigt, wie gut das Kalibrationsziel erreicht und wie präzise die aktuelle Charakteristik im Profil erfasst wurde.

Mit dem EIZO CG2730 – sowie allen aktuellen Monitoren der CG-Reihe – können an dieser Stelle aber auch CMYK-Ziele vermessen werden. Für die Anzeige der Farbfelder wird auf externe Software zurückgegriffen. Daher muss Adobe Photoshop (ab CS1) oder Adobe Acrobat (ab Version 7) installiert sein. Die eigentliche Messung erfolgt, nach manuellen Voreinstellungen durch den Benutzer, vollautomatisch. Dabei wird stets auf eine Softproof-Anzeige mit Papierfarbensimulation zurückgegriffen. Die Messwerte können nach einer Weißpunkt-Adaption so direkt mit den Sollwerten verglichen werden.

CMYK-Validierung über Adobe Photoshop

Achtung: Sofern nicht mit D50 als Weißpunkt kalibriert wurde, muss ein Kontrollkästchen für die entsprechende Adaption nun explizit aktiviert werden.

Aktivierung des Kontrollkästchens, wenn nicht auf D50 kalibriert wurde

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