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TESTBERICHT: Eizo CG2730 Teil 8


Farbraumemulation

Zur Konfiguration der Farbraumemulation wird der gewünschte Farbumfang über die xy-Normfarbwertanteile der Primärfarben festgelegt. Alternativ können die Daten aus einem ICC-Profil ausgelesen werden. Damit wird auch die vorgesehene Tonwertkurve übernommen. Die Einstellung Gamut Clipping erzwingt eine farbmetrische Transformation. Out-of-Gamut-Farben werden dann auf die Farbraumgrenze verschoben.

Um auch in Farbmanagement-fähigen Anwendungen – hier wird man in der Regel allerdings ohne monitorinterne Farbraumemulation kalibrieren – eine möglichst korrekte Darstellung zu garantieren, spiegelt das ICC-Profil nun die Emulationscharakteristik auch dann wider, wenn der tatsächliche Monitorfarbraum kleiner ist.

Eine tendenziell noch präzisere – in jedem Fall aber komfortablere – Variante setzt bei EIZO als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung eine programmierbare 3D-LUT voraus, über die der CG2730 nicht verfügt. Die Farbraumtransformationen können in diesem Fall über ein CMM vorberechnet und dann an den Scaler übertragen werden. Zu diesem Zweck wählt der Benutzer das gewünschte Emulationsziel in Form eines ICC-Profils aus und weist es einer bereits durchgeführten Kalibration zu. Solange deren Charakterisierungsinformationen stimmig sind, erfolgen die Umrechnungen sehr akkurat und mit spezifiziertem Rendering-Intent. Im gleichen Größenbereich unterstützt der CG277 diesen bewährten Ablauf. Das gilt auch für die Möglichkeit, Transformationen in Drittanbieter-Software zu erzeugen und einzubinden. Diese Variante ist vor allem für professionelle Benutzer im Videobereich interessant. Der CG2730 wurde dagegen klar mit Fokus auf die grafische Industrie lanciert.

Nachfolgend haben wir die Farbraumemulation aus Color Navigator heraus für die Simulation von sRGB, Adobe RGB und ECI-RGB v2 mit aktiviertem Gamut-Clipping genutzt. Die Messungen gegen den jeweiligen Arbeitsfarbraum werden ohne Farbmanagement durchgeführt. Ein CMM kommt also nicht zum Einsatz.

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der AdobeRGB-Emulation mit AdobeRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der ECI-RGB-v2-Emulation mit ECI-RGB v2

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die Farbraumtransformationen werden präzise umgesetzt. Das ermöglicht eine definierte Darstellung auch abseits von Abläufen auf Basis von ICC-Profilen. Die Emulation von ECI-RGB v2 zeigt den im Ergebnis relativ farbmetrischen Rendering-Intent: Tonwerte innerhalb des Monitorfarbraums werden ideal umgerechnet. Alle anderen Tonwerte müssen bestmöglich auf die Farbraumgrenze verschoben werden

Zum Vergleich haben wir ECI-RGB v2 noch einmal mit deaktiviertem Gamut-Clipping simuliert. Hier kommt es zwangsläufig zu erhöhten Abweichungen auch in Bereichen, die innerhalb des Monitorfarbraums liegen. Dafür bleibt der volle Tonwertumfang des zugespielten Signals erhalten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Korrektur für Colorimeter

Das einem Colorimeter zugrundeliegende Messprinzip ist dem menschlichen Auge entlehnt. Dabei wird die spektrale Empfindlichkeit des CIE-Normalbeobachters über fotoelektrische Empfänger mit vorgeschalteten Filtern nachgestellt. Aufbau und Abstimmung der Filter (mindestens drei, oft aber auch mehr) sind von entscheidender Bedeutung für die erreichbare Messgenauigkeit. Aufgrund verbleibender Differenzen sind Korrekturmaßnahmen erforderlich, die sich jeweils auf bestimmte Referenzmonitore mit charakteristischen Emissionsspektren beziehen.

In den Preferences verbirgt sich unter dem Punkt Measurement Device die von EIZO in Color Navigator hinterlegte Korrektur für die unterstützten Colorimeter.

Die Weißpunkt-Abweichung – in Bezug auf das von uns als Referenz eingesetzte i1 Pro – liegt für das i1 Display Pro nach der Korrektur bei dE = 1.1. Das erreichen wir so mit keiner der von X-Rite mitgelieferten Charakterisierungsdateien. Hier hat EIZO offensichtlich eine individuelle Transformation eingepflegt.

Eingebautes Messgerät

Das eingebaute Messgerät kann als separate Sonde in Color Navigator ausgewählt werden. Es ermöglicht den vollständigen Verzicht auf eigenes Mess-Equipment und fährt nach Aktivierung automatisch im oberen Bereich aus.

Das eingebaute Messgerät in Aktion

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4 Kommentare vorhanden


Bei meinem CG2730 verhält sich der Standby Stromverbrauch wie folgt:
Soft OFF -> 9,5W (sehr viel!!!)
OFF (Schalter Monitor Rückseite) -> =0,0W (gut!)
Schalter wieder auf ON -> Soft OFF jetzt aber 8,5W (woher kommt der 1W Unterschied???)

Einen Unterschied ob der CG2730 am PC USB angeschlossen ist oder nicht, kann ich nicht messen!

Hat Eizo das Power Management des CG2730 zwischen Juli und Oktober verändert?
Nachtrag:
Wenn der PC in Suspend to RAM geht, geht der CG2730 im Soft-OFF auf 8,1W
Es bedarf ZWEIER Maßnahmen um die Standby Stromaufnahme wirksam zu begrenzen:
1. Deep-Sleep im Administrator-Menue aktivieren

UND

2. USB Upstream zum PC kappen

Nur beide Maßnahmen zusammen führen zu Erfolg!

Da frage ich mich schon, ob es nicht sinnvoller ist einfach den physikalischen Ein/Aus-Schalter zu verwenden, auch wenn er etwas fummelig von vorne nur zu erreichen ist.
(sorry for writing in English - you can reply in German)

Thank you for all your great tests - very useful, also for people outside Germany!

A few questions:

Why don't you test 10-bit monitors with a 10-bit graphic card in your system?

Why don't you mentions in your tests if a monitors is tur 10-bit or, like most of them (even all 24" and 27" Eizo CG & CS monitors !), 'only' 8-bit plus dithering?

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