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TESTBERICHT: Eizo CS2730 Teil 4


Bildqualität

Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.


Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Custom
Helligkeit: 38
Kontrast: nicht vorhanden
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500K
RGB: 96/95/100
Color-Gamut: Nativ
DUE Priority Uniformity
Schärfe: nicht vorhanden
Reaktionszeit: nicht vorhanden

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist bereits in der Werkseinstellung extrem gut und überzeugt mit einer sehr gleichmäßigen und fließenden Abstufung, die subjektiv auch vollständig neutral wirkt. Farbschimmer und Banding-Effekte waren nicht zu beobachten.

Graustufen

Auch die Graustufendarstellung des EIZO CS2730 ist exzellent. Die Abstufungen lassen sich auch in den hellsten und dunkelsten Bereichen vollständig differenzieren. Das Ergebnis ist zudem sehr blickwinkelneutral.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Bei der Ausleuchtung liegt der EIZO CS2730 allerdings nicht auf dem gleichen Niveau wie die Topmodelle von EIZOs CG-Serie. Auch mit dem freien Auge sieht man im komplett abgedunkelten Raum Aufhellungen vor allem in den Ecken des Displays. Links haben sie eine eher bläuliche Einfärbung, rechts geht es in das Rötliche. Weicht man von der normalen Sitzposition ab und schaut genau lotrecht auf diese Stellen, verschwinden die Aufhellungen vollständig. Bei normaler Raumbeleuchtung ist davon generell nichts zu sehen.

Sichtbar sowie evtl. auch leicht störend für die Bildbearbeitung und beim Betrachten von bildfüllenden 16:9-Videos (wie z. B. "Games of Thrones") wird v. a. die Ecke links oben. Das ist aber Jammern auf sehr hohem Niveau. Alle IPS-Panels mit guter bis sehr guter Wertung liegen hier sehr nahe beieinander. Der EIZO CS2730 ist hier nicht schlechter, aber auch nicht wesentlich besser.

Wem das noch nicht reicht, der muss preislich noch einmal deutlich nach oben gehen und beispielsweise zu einem CG-Monitor mit True-Black-Panel greifen.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Der EIZO CS2730 besitzt einen "Digital Uniformity Equalizer" (DUE). Mit der Option "DUE Priority" kann entweder einer möglichst gleichmäßigen Ausleuchtung (Uniformity) oder hohen Helligkeits- und Kontrastwerten der Vorrang gegeben werden. Die Option muss in den Administratoreinstellungen oder über die Software ColorNavigator geändert werden und bleibt dann von der Rücksetzung auf Werkseinstellungen unberührt.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des EIZO CS2730 (links "DUE Uniformity", rechts "DUE Brightness")

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt EIZO mit 1000:1 an, die Maximalhelligkeit mit 350 cd/m². Mit der Option "DUE Brightness" erzielt der CS2730 mit 1061:1 einen sehr guten Kontrast und kann die Herstellerangabe mit 332 cd/m² beinahe erreichen.

In der Regel wird man den CS2730 aber mit der Option "DUE Uniformity" – also optimaler Bildhomogenität – betreiben. Hier sinken die Maximalhelligkeit auf immer noch völlig ausreichende 264 cd/m² und der Kontrast auf gute 850:1. Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 28 cd/m². Eine Kalibrierung auf D65 verändert beim hardwarekalibrierbaren EIZO CS2730 die Werte für Maximal- und Minimalhelligkeit nicht.

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3 Kommentare vorhanden


Tolles Review! Vielen Dank dafür!

Macht es aus eurer Sicht Sinn in den cs2730 zu investieren, wenn man lediglich im sRGB / Rec709 Farbraum arbeitet - bei diesem aber größtmögliche Homogenität und ein sauberes Bild haben möchte? (Videobearbeitung/Grading)

Bin mir etwas unsicher, da die WQHD Auflösung für Office Arbeit für meinen Geschmack (Macbook Retina gewöhnt) doch etwas unsauber ist und ggf dann ein solider 4k mehr Sinn macht? (z.b. Dell p2715q?)
Nun WQHD als unsauber zu bezeichen, ich weiß nicht. Ich finde WQHD bei 27 Zoll jedenfalls sinnvoller als 4K, zumindest unter Windows. Wie das beim Anschluss an ein MacBook aussieht, keine Ahnung.
ne unsauber ist tatsächlich übertrieben - aber man sieht schon noch leicht die Pixel (im vergleich zum Retina display vom Mac mit mehr ppi). Für mich ist die Frage letztlich - macht ein CS2730 Sinn, wenn man ihn ausschließlich im sRGB Raum nutzt? oder reicht da z.b. der oben genannte Dell?

(skalierung am Mac funktioniert prima!)
Danke schonmal!

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