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TESTBERICHT: Eizo CS2730 Teil 8


CN: Einstiegsmaske (Screenshot Software EIZO)

Wir beschreiben nachfolgend kurz den Ablauf für das Anlegen eines neuen Ziels mit manueller Eingabe der Daten. Alternativ können bereits vorhandene Ziele verändert sowie farbmetrische Zieldaten aus ICC-Profilen ausgelesen oder durch verschiedene Messungen ermittelt werden.

1. Farbumfang: In einem Farbmanagement-fähigen Workflow wird man meist auf Basis des nativen Monitorfarbraums arbeiten wollen. Das maximiert die Flexibilität. Alternativ können die farbmetrischen Daten der Primärfarben aus einem ICC-Profil extrahiert oder durch Vorgabe der XY-Normfarbwertanteile festgelegt werden.

CN: Farbraum-Auswahl (Screenshot Software EIZO)

2. Leuchtdichte und Weißpunkt: Der Benutzer kann zwischen verschiedenen Voreinstellungen in Kelvin (Referenz: Tageslichtstrahler, Lichtart D) und der individuellen Definition in XY-Normfarbwertanteilen wählen.

Leider ist die maximale Helligkeit auf 200 cd/m² begrenzt. Das reicht aber immer noch völlig aus, um beispielsweise die in ISO3664 definierte "praktische Abmusterung" (ISO Viewing Condition P2) in Verbindung mit einer Proof-Simulation umzusetzen. Der geforderten Beleuchtungsstärke von 500 Lux für die gedruckte Referenz entspricht eine Leuchtdichte von rund 160 cd/m².

CN: Leuchtdichte und Weißpunkt (Screenshot Software EIZO)

3. Schwarzpegel: Der Schwarzpegel kann auf Wunsch definiert angehoben werden.

CN: Schwarzpegel (Screenshot Software EIZO)

4. Tonwertkurve und Graubalance: Für die Kalibration stehen zunächst Gamma-Tonwertkurven (1.0–2.6) und die L*-Charakteristik zur Verfügung. Obwohl über das OSD inzwischen eine Auswahl der sRGB-Tonwertkurve möglich ist, verzichtet ColorNavigator auf diese Option. Individuelle Tonwertkurven können aber durch die Vorgabe eines geeigneten ICC-Profils – alle notwendigen Parameter können dennoch flexibel angepasst werden – oder das Laden einer Textdatei (CSV) mit entsprechenden Zuordnungen definiert werden.

Die Auswahlmöglichkeiten unter Priority steuern den Kalibrationsvorgang in Bezug auf die Grauachse. Mit der Einstellung "Contrast" bleibt sie unverändert. Die LUT wird entsprechend nur in Bezug auf den gewünschten Weißpunkt angepasst. "Standard" optimiert Graubalance und Tonwertkurve, hebt den Schwarzpegel aber nicht an. Durch eine Entscheidung für "Gray Balance" wird die maximal mögliche Neutralität erreicht. Das bedingt die Anhebung des Schwarzpegels, um Farbstiche auch in den absoluten Tiefen zu vermeiden.

CN: Tonwertkurve und Graubalance (Screenshot Software EIZO)

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3 Kommentare vorhanden


Tolles Review! Vielen Dank dafür!

Macht es aus eurer Sicht Sinn in den cs2730 zu investieren, wenn man lediglich im sRGB / Rec709 Farbraum arbeitet - bei diesem aber größtmögliche Homogenität und ein sauberes Bild haben möchte? (Videobearbeitung/Grading)

Bin mir etwas unsicher, da die WQHD Auflösung für Office Arbeit für meinen Geschmack (Macbook Retina gewöhnt) doch etwas unsauber ist und ggf dann ein solider 4k mehr Sinn macht? (z.b. Dell p2715q?)
Nun WQHD als unsauber zu bezeichen, ich weiß nicht. Ich finde WQHD bei 27 Zoll jedenfalls sinnvoller als 4K, zumindest unter Windows. Wie das beim Anschluss an ein MacBook aussieht, keine Ahnung.
ne unsauber ist tatsächlich übertrieben - aber man sieht schon noch leicht die Pixel (im vergleich zum Retina display vom Mac mit mehr ppi). Für mich ist die Frage letztlich - macht ein CS2730 Sinn, wenn man ihn ausschließlich im sRGB Raum nutzt? oder reicht da z.b. der oben genannte Dell?

(skalierung am Mac funktioniert prima!)
Danke schonmal!

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