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TESTBERICHT: Fujitsu P27-8 TE Pro Teil 9


DVD und Video

Um einen Monitor auch mit externen Zuspielgeräten wie Blu-ray-Player und Spielekonsolen verbinden zu können, wird eine HDMI- oder DisplayPort-Schnittstelle benötigt. Der Fujitsu P27-8 TE Pro besitzt beide Anschlüsse und bietet damit ein hohes Maß an Flexibilität beim Anschließen externer Geräte. Außerdem ist bei dem Gerät ein DisplayPort-Ausgang vorhanden, mit dem ein Bildsignal an eine weitere Anzeigequelle weitergeleitet werden kann.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Wird über den PC zugespielt, gibt es durch die Verwendung einer guten Videoplayer-Software ausreichende Einstellmöglichkeiten, um die fehlende Flexibilität des Monitors kompensieren zu können. Anders sieht es jedoch bei externer Zuspielung aus. Ein Blu-ray-Player oder auch eine Spielekonsole bietet nicht den Funktionsumfang eines PCs, und es kommt nun auch auf den Monitor an und welche Skalierungsoptionen verfügbar sind.

Beim Fujitsu P27-8 TE Pro stehen bei externer Zuspielung dieselben Einstellungen des Bildformats zur Verfügung, wie im PC-Betrieb. Mit diesen Möglichkeiten lässt sich jede Auflösung zumindest unverzerrt wiedergeben, mit Ausnahme eines SD-Signals mit 4:3-Seitenverhältnis. Dieses wird gestaucht angezeigt. Ab 720p ist auch eine pixelgenaue Darstellung möglich.

Signal Unverzerrte Wiedergabe
SD (16:9 - anamorph) Ja
SD (4:3) Nein
HD (720p) Ja (auch pixelgenau)
HD (1.080p) Ja (auch pixelgenau)

TFT-Monitore arbeiten üblicherweise mit 60 Hz. Um DVD-Filme ruckelfrei wiedergeben zu können, sollte jedoch eine 50-Hz Unterstützung vorhanden sein. Inhalte auf Blu-ray-Disc wiederum werden mit 24 Hz (oder einem Vielfachen davon) judderfrei wiedergegeben. Der Fujitsu P27-8 TE Pro arbeitet werkseitig mit den üblichen 60 Hz. Für die Wiedergabe von DVD-Medien schaltet der Monitor automatisch auf 50 Hz um. Eine 24-Hz-Unterstützung bietet der Fujitsu P27-8 TE Pro leider nicht, und Blu-ray-Medien werden mit 60 Hz wiedergegeben.

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen. Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Der Fujitsu P27-8 TE Pro bringt zwar ein halbbildbasiertes Signal zur Anzeige, dies wird aber nur durch einfaches Fieldscaling auf Panel-Auflösung erreicht und ist entsprechend verlustbehaftet. Wie bei fast allen LC-Displays ist es auch beim Fujitsu P27-8 TE Pro empfehlenswert, Vollbilder zuzuspielen.

Overscan

Im OSD des Fujitsu P27-8 TE Pro gibt es keine Einstellungsmöglichkeit, mit der in irgendeiner Form auf den Overscan Einfluss genommen werden kann.

Unterstützte Farbmodelle und Signallevel

Der Fujitsu P27-8 TE Pro erwartet am HDMI-Eingang PC-Levels und ist daher in der Lage, den vollen Farbumfang zu nutzen. Hierfür muss keine spezielle Einstellung wie die Anpassung des Schwarzpunktes vorgenommen werden, sondern eine korrekte Umsetzung erfolgt bereits automatisch. Die Farbmodelle YCbCr 4:2:2 und YCbCr 4:4:4 werden ebenfalls unterstützt. Hier wird Videolevel erreicht.

Die Wichtigkeit des abgestimmten Videolevels in der Zuspielung wird gerne unterschätzt, dabei ist das ein entscheidendes Kriterium für die korrekte Darstellung. Kommt es hier zu Abstimmungsproblemen, resultiert dies entweder in einen stark reduzierten Tonwertumfang oder einen ausgewaschenen, matten Bild ohne volles Weiß und Schwarz.


Bewertung
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Kein Preis verfügbar
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Fujitsu präsentiert mit dem P27-8 TE Pro wieder einen würdigen Neuzugang in der Premium-Modellreihe. Bekanntlich isst das Auge mit, und so hat sich auch Fujitsu dem aktuellen Trend rahmenloser Designs angeschlossen. Erfrischend ist auch mal, eine andere Farbe als immer nur Schwarz zu sehen, und da ist sich der Hersteller treu geblieben und bietet mit dem P27-8 TE Pro auch ein Modell mit einem ganz in Weiß gehüllten Gehäuse an. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, alle Kunststoffteile sind passgenau gefertigt und sauber entgratet.

Ergonomisch bietet der Fujitsu P27-8 TE Pro das Komplettpaket mit Höhenverstellung, Neigefunktion, Drehung um 340 Grad um die eigene Achse und Pivot-Funktion. Hier sei speziell erwähnt, dass sich das Display sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn auf Hochkant drehen lässt und eine 45-Grad-Einrastung besitzt. Die Mechanik funktioniert sauber und präzise.

Auch was die Schnittstellenvielfalt betrifft, schöpft der Fujitsu P27-8 TE Pro aus dem Vollen: DisplayPort-Ein- und -Ausgang, HDMI-Anschluss, USB-3.0-Hub sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse und ein 3,5-mm-Klinke-Audioeingang sind vorhanden.

Ebenfalls dabei ist beim Fujitsu P27-8 TE Pro ein Anwesenheits- und Lichtsensor. Allerdings wurde der Anwesenheitssensor im Vergleich zu den Vorgängermodellen sichtlich verbessert, denn selbst wenn man ganz ruhig vor dem Monitor sitzt, um beispielsweise etwas zu lesen, erkennt der Sensor die Anwesenheit des Anwenders.

Dreh- und Angelpunkt stellt natürlich das 27 Zoll große IPS-Panel mit 16:9-Breitbildformat und WQHD-Auflösung dar. Durch brillante Farbwiedergabe und kontrastreiche Darstellung kann die Bildqualität überzeugen. Der typische IPS-Glow ist vorhanden und kostet den Monitor bei der Blickwinkelabhängigkeit die Bestnote. Das ist aber keine spezielle Eigenschaft dieses Monitors, sondern liegt an der verwendeten Paneltechnologie. Der außerordentlich große Helligkeitsregelungsbereich und verschiedene sinnvolle Bildmodi machen das Einsatzgebiet für den Fujitsu P27-8 TE Pro sehr vielfältig. Für den normalen User ist der sRGB-Modus die optimale Wahl. Er verfügt über eine gute Farbabstimmung, so dass lediglich noch die Helligkeit an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden muss. Besser kann man es eigentlich kaum machen.

Natürlich gibt es auch beim Fujitsu P27-8 TE Pro Verbesserungspotenzial. Zuerst einmal sei der ab Werk nicht optimale Benutzermodus zu nennen. Man könnte diesem einfach die Einstellung des sRGB-Modus zuordnen und schon wäre das Problem gelöst. Dass 4:3 SD-Material per externer Zuspielung nicht verzerrungsfrei dargestellt werden kann und kein 24Hz unterstützt wird, ist für die Mehrheit der Nutzer sicherlich zu verkraften. Aus unserer Sicht besonders Schade ist, dass Fujitsu nun auf den "intelligenten Netzschalter" verzichtet hat, der den Monitor nach Wechsel in den Ruhemodus automatisch vom Stromnetz trennt. Das war ein einzigartiges Feature, das es exklusiv bei Fujitsu gab

Fujitsu bewirbt den Monitor auf der eigenen Webseite für mittelständische und große Unternehmen. Das ist allerdings Understatement pur, denn zu diesem Preis darf der Monitor sicherlich auch die Mitarbeiter kleinerer Unternehmen und private Nutzer begeistern. Bei einem Straßenpreis von etwa 500 Euro überzeugt der Fujitsu P27-8 TE Pro mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis und erhält von uns eine klare Kaufempfehlung.

Gesamturteil: SEHR GUT

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2 Kommentare vorhanden


die vier Sterne passen nicht zu dem Sehr Gut ;)
Das ist wohl wahr ;-) Danke für den Hinweis, das Testlogo wurde ausgetauscht.

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