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TESTBERICHT: Iiyama GB2760QSU-B1 Red Eagle Teil 3


Technik

Betriebsgeräusch

Auch spezielle Testbilder können dem Iiyama GB2760QSU keinen Ton entlocken. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 40 W 39,7 W
Betrieb typisch - -
140 cd/m² - 18,3 W
Betrieb minimal - 17,0 W
Energiesparmodus (Standby) < 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft-off) - 0,2 W

* Ohne USB und Lautsprecher

Im Datenblatt nennt Iiyama einen Maximalverbrauch von 40 Watt. Bei 100 Prozent Helligkeit verbraucht das Gerät mit 39,7 Watt minimal weniger als angegeben. Bei 140 cd/m² misst unser Messgerät einen Verbrauch von 18,3 Watt, was einer sehr guten Effizienz von 1,50 cd/W entspricht. Befindet sich das Gerät im Standby, zeigt unser Messgerät 0,3 Watt an. 0,2 Watt werden schlussendlich verbraucht, wenn das Display am Power-Knopf ausgestellt wird. In beiden Fällen werden die EU-Richtlinien eingehalten.

Anschlüsse

Der Iiyama GB2760QSU verfügt jeweils über eine DVI-, HDMI- und DisplayPort-1.2- Schnittstelle für die Bildübertragung. Zusätzlich existieren noch eine Line-in- und eine Line-out-Buchse, um den Ton analog zuzuführen. Beide Anschlüsse sind wie üblich passend für 3,5-mm-Klinkenstecker. Ganz rechts befindet sich der USB-3.0-Upstream-Anschluss, um die beiden USB-3.0-Anschlüsse seitlich des Monitors zu versorgen.

Auch ein DVI-Anschluss ist vorhanden, über den längst nicht mehr jeder Monitor verfügt.

Bedienung

Die Bedienung wurde gegenüber seinem Vorgänger glücklicherweise verändert. Haben wir uns bei seinem Vorgänger noch mit schlecht umgesetzten berührungsempfindlichen Tasten herumschlagen müssen, ist dieses Modell nun mit analogen Tasten ausgestattet, die durch ein leises Knacken Rückmeldung über deren Betätigung geben. Dass bei unserem Testgerät trotzdem die Menütaste teilweise mehrmals gedrückt werden muss, damit die Elektronik reagiert, stimmt uns weniger glücklich. Das OSD-Menü wird über sechs Tasten gesteuert, deren Symbole sich in Verlängerung an der Front des unteren Rahmens befinden. Diese sind allerdings schon bei mäßigen Lichtverhältnissen fast gar nicht mehr zu erkennen. Auch existiert kein Hinweis auf dem Bildschirm, wo sich die Tasten in etwa befinden könnten, so wie es bei vielen Monitoren oft der Fall ist. Einzig die Betriebs-LED zeigt im Dunklen an, dass rechts von ihr die Tasten zu finden sind. Es bleibt also nichts anderes übrig, als sich die Tastenbelegung einzuprägen.

Ganz rechts befindet sich die Power-Taste. Die Taste links daneben öffnet das Hauptmenü, dient zum Betreten einer Einstellungsebene und bestätigt Einstellungen. Die dritte Taste navigiert innerhalb des Menüs nach unten, erhöht innerhalb einer Einstellungsebene den Wert und dient als Hotkey für die Lautstärkeeinstellungen. Die vierte Taste von rechts bewirkt das Gegenteil von der dritten Taste und öffnet als Hotkey den Eco-Mode. Die fünfte Taste dient zum Verlassen einer Ebene und des Menüs und öffnet als Hotkey das Menü für die vordefinierten Presets, das sich bei Iiyama "i-Style Color" nennt. Die Signalwahl wird über die äußere linke Taste aufgerufen, die keine weitere Funktion erfüllt.

Die manuellen Tasten befinden auf der Unterseite des Rahmens

OSD

Auch das OSD-Menü hat sich gegenüber seinem Vorgänger geändert. Es wirkt aber nach wie vor etwas altbacken und besteht aus zehn Punkten, die bis in eine Tiefe von drei Ebenen gehen.

Das OSD-Hauptmenü bietet zwei Bildeinstellungsmenüs

Die Auswahl der möglichen Funktionen ist sehr gut, aber teilweise etwas verwirrend. So existiert der Menüpunkt "Bildeinstellung" gleich zweimal.

Die Aufteilung der Punkte ist wild durcheinandergewürfelt und umfasst auch Spieleinstellungen

Zum einen mit den üblichen Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast und einigen Spieleinstellungen. Zum anderen mit dem Zugang zum i-Style-Color Menü, zur Schärfe, zur Signallevelwahl (bei HDMI-Anschluss), zum Direkt-Drive-Modus (Lag-Reduzierung) und zum Anzeigemodus, der unter anderem die Möglichkeit bietet, verschiedene Monitorgrößen von 17 bis 24 Zoll zu simulieren.

Die Möglichkeiten für die Farbeinstellungen sind für ein Gaming-Display mehr als ordentlich. Wir wundern uns etwas, da dieser Monitor sogar eine Wahl der Gammaeinstellungen bietet. Wir durften erst vor Kurzem den Iiyama XUB2792QSU testen, der vom Hersteller unter anderem für die Fotobearbeitung beworben wurde. Hier konnten wir allerdings keine Gammaeinstellungsebene finden. Warum dafür ein Gaming-Display solch eine Option benötigt, leuchtet deshalb nicht ganz ein.

Wir werfen noch einen Blick auf das sogenannte i-Style-Color-Menü, das grundlegend auf den Spielbetrieb ausgerichtet ist. Neben "Standard", werden "Sport Spiel", "FPS Spiel", "Strategie Spiel", "Text" und drei User-Modes geboten.

Die vordefinierten Spiel-Presets sind nicht zu gebrauchen

Die vordefinierten Game-Presets sind eher suboptimal gewählt, da sie viel zu hell daherkommen und über einen schlechten Gammawert verfügen, wie in der folgenden Tabelle zu sehen ist.

Gemessene Werte der voreingestellten Bildmodi im Werkszustand:

Bildmodus Gamma Farbtemperatur Leuchtdichte
Aus 2,17 7100 Kelvin 376 cd/m²
Standard 2,18 7100 Kelvin 376 cd/m²
Sport Spiel 1,07 7150 Kelvin 409 cd/m²
FPS Spiel 1,22 7150 Kelvin 439 cd/m²
Strategie Spiel 1,64 7150 Kelvin 348 cd/m²
Text 2,22 7100 Kelvin 282 cd/m²

Zwar gibt es keinerlei Einschränkungen, sämtliche Einstellungen zu verändern, aber diese bleiben nur so lange erhalten, bis man ein anderes Preset aufruft. Der Textmodus ist hier noch die beste Wahl, zeigt aber immer noch eine Leuchtdichte von 289 cd/m², was viel zu hell ist. Zum Glück stehen drei Speicherplätze zur Verfügung, die nach eigenen Wünschen konfiguriert werden können und in der Regel auch reichen.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 80, Kontrast 80, Schärfe 3, Gamma 2,2, Farbeinstellung "Benutzereinstellung R:100 G:100 B:100" und i-Style Color "Aus". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Den Grauverlauf bekommt das Display recht gut hin und zeigt im problematischen Bereich, wo reines Weiß in helles Grau übergeht, nur bei genauerem Hinsehen eine leichte Abstufung. Der restliche Verlauf zeigt sich sehr schön homogen. Die hellen Graustufen werden selbst in den Lichtern noch allesamt sichtbar dargestellt, ohne einen Farbschimmer zu zeigen. Die dunklen Grautöne sind noch bis zum vorletzten Feld zu erkennen, was bis hierhin für ein Gaming-Display eine hervorragende Leistung ist. Da es sich beim GB2760QSU aber um ein TN-Panel handelt bricht dieses Ergebnis schon bei einem horizontalen Winkel von etwa 15 Grad zusammen und es zieht sich ein gelblicher Schleier über das Bild, so dass die hellen Grautöne ins Ockerfarbene wandern. Auch der Grauverlauf nahe der Mitte zeigt nun eine harte Kante in diesem Ocker-Ton, der sich in Richtung dunklem Grau verwäscht. Die dunklen Grautöne sind von dieser Verfärbung nicht betroffen.

Graustufen des Iiyama GB2760QSU

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Die Darstellung des Schwarzbildes ist sehr gut gelungen und zeigt keinerlei Spots. Auch der Schwarzwert ist auf einem tollen Niveau. Selbst bei fünffach verlängerter Belichtung können wir nur eine minimale Wolkenbildung erkennen. Doch leider kommt auch hier die technologiebedingte Gelbfärbung eines TN-Panels bei seitlichem Blickwinkel zum Tragen und relativiert das tolle Ergebnis.

Glow des Iiyama GB2760QSU

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10 Kommentare vorhanden


Hallo @Oliver Jachmann
wäre für mich interessant, jedoch wirkt die Gesamtlatenz wegen der Signalverzögerungszeit von "11,2" ms etwas hoch.
Ist dies für schnelle Spiele als kritisch einzustufen? Der Monitor wird als Gaming-Monitor beworben.
Die anderen schnellen Monitore die hier getestet wurden, z.B. AOC AG241QX, Asus PG258Q oder Asus PG248Q, weisen Signalverzögerungen von 1,2 - 3,7 ms auf. Selbst der hier getestete AOC AG271QG, mit IPS-Panel und g2g Reaktionszeit von 4 ms, hat eine deutlich geringere Signalverzägerungszeit von 2 ms.
Kann dies ein Messfehler beim Iiyama GB2760QSU-B1 sein?
MfG
Hallo paskff,

wir schließen Messfehler mittlerweile aus, da wir jetzt mit zweierlei Messmethoden arbeiten. Zunächst mit der von uns entwickelten Messmethode und zusätzlich mit dem "Leo Bodnar Lag Tester" Hier liegen beide Testergebnisse nicht weit auseinander, so dass man von einer Gesamtlatenz zwischen 10,8 und 11,2 Millisekunden ausgehen kann. Ich persönlich habe nichts von einer merkbaren Latenz gespürt. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass ich kein professioneller E-Sportler bin. Bei 11 Millisekunden wird dies meiner Meinung nach auch nur solchen Menschen auffallen, wenn überhaupt. Solltest Du also nicht zu dieser Spezies gehören, kannst Du problemlos auf diesen Monitor zurückgreifen. Ich hoffe, dass ich ein wenig behilflich sein konnte.

Viele Grüße
Oliver
Danke für die rasche Antwort.
Bin natürlich kein E-Sportler und somit sind 5 ms oder 10 ms für mich nicht bemerkbar oder relevant.
Hätte dennoch noch eine Frage:
Wie ich sehe beinflusst der Video Ausgang die Signalverzögerungszeit in keinster Weise; die Schaltzeiten über den DP-Ausgang sind ziemlich ähnlich http://www.prad.de/images/monitore/iiyama_gb2760qsu-b1/144Hz_schaltzeiten_overdrive_+2.jpg
Sehe ich das so korrekt?
laut Messergebnisse nur in geringer Weise. Allerdings sind an HDMI auch nur 60Hz möglich. Die bessere Wahl ist hier entweder DVI oder DP aufgrund der höheren möglichen Aktualisierungsrate, was sich enorm positiv auf das Spielerlebnis niederschlägt!

Viele Grüße
Oliver
Sehr geehrtes PRAD-Team,

der Test des "Iiyama GB2760QSU-B1 Red Eagle"
ist ja durchweg positiv ausgefallen,
scheinbar kann man mit der Wahl dieses Monitors
nichts falsch machen.

Was mich dann aber bei all der akribischen Prüfung
des Monitors stutzig macht, es wird in keiner Zeile darauf hingwiesen, dass Iyama diesen Monitor
anderst bewirbt als er in Wirklichkeit ist.

In eurem Artikel steht:
"... wurde auf ein rahmenloses Design zurückgegriffen. Das heißt, dass das Panel oben und an den Seiten von einem nur 1 mm schmalen Kunststoffrahmen eingefasst wurde."

Dass hier aber zusätzlich an den Seiten und dem oberen Rand nochmals, ein nicht zur Darstellung nutzbarer Rand von ca. 5-6mm kommt, wird nicht erwähnt?!?

Auf der Produktseite wirbt Iyama mit der Darstellung, das Bild des Monitors würde
bis an den 1mm schmalen Rand hinaus laufen.
Im direkten Bildvergleich mit anderen Monitoren ein klarer, optischer Vorteil.

Technisch ist das aktuell nicht möglich, dennoch
suggerieren die Produktbilder dies.

Somit ist das irreführende Werbung und nicht zulässig.

Wieso kein Wort darüber im Testbericht??
Bei den Produktbildern setzen die Grafiker einfach Bilder ein. Ungut aber leider üblich, ich denke aber auch auf der Iiyama Webseite wird nirgendwo behauptet, dass das Bild bis an den Rand geht. Obwohl wir das nicht im Text erwähnt haben, da es eben normal ist, kann man es auf dem 1. Bild unter Optik und Mechanik ganz klar erkennen. Noch besser wenn man es vergrößert.
eine irreführende geschäftliche Handlung ist auch dann gegeben, wenn Informationen bewusst weggelassen werden.
Da iiyama vermutlich nicht ausversehen das Bild des Monitors bis an den schmalen Rand mappen lässt,
kann man davon ausgehen, dass man sich damit bewusst vor den Mitbewerbern positionieren möchte.

Kaufentscheidend kann dies allemal sein.

Als "üblich" würde ich diese Geschäftspraktik daher absolut nicht sehen, obgleich es in der Vergangenheit auch schon andere Anbieter getan haben.

Vor Jahren gab es dies auch schon bei der LG Flatron Reihe.
Hier bei Prad wurde auch eins dieser Modelle getestet, seinerzeit wurde aber gezielt auf diesen
schwarzen Rahmen hingewiesen im Test.

http://www.prad.de/new/monitore/test/2012/test-lg-ips277l-bn.html

Tut mir leid, aber auf so eine Irreführung muss hingewiesen werden und eigentlich auch negativ in die Gesamtwertung einfließen.

Wie sonst soll der Verbraucher sich ein neutrales Bild von einem Produkt machen?
Keine Frage, ist nicht gut. Aber bei LG war das damals deshalb etwas kritischer, weil sie diese bearbeiten Bilder auch für den Karton des Displays verwendet haben. Wie gesagt auf den Pressebildern und auf den Webseiten ist das tatsächlich üblich, denn hier werden von Grafikern speziell erstellte Motive verwendet. Ich denke auch nicht, dass hier eine offensichtliche Täuschung herbeigeführt werden soll. Der Grafiker hat keine Ahnung, die Leute die die Webseite erstellen auch nicht, hier ist der Hersteller gefordert. Uns hat das deshalb wohl auch etwas abstumpfen lassen.
Nach deiner Therorie müsste es also auch den Fall geben, dass ein unwissender Grafiker ein viel kleineres Bild einsetzt als der Monitor tatsächlich darstellen könnte.

Somit würde das Gegenteil eintreten und man würde durch vermeintliche Unwissenheit im eigenen Haus, das eigene Produkt negativer bewerben.
Diese Situation schon gehabt?

Bei Iiyama ist die Täuschung btw identisch wie bei LG.
Hättet ihr nämlich die Rückseite des Kartons zum Testbericht verwendet, so hättet ihr die manipulierte Grafik auch auf dem Karton gesehen!

Die Irreführung zieht sich somit von der Iiyama Internetseite, über den Onlineshop von dem der Monitor bestellt wird, bis zur Lieferung nach Hause.
Erst wenn der Monitor angeschlossen wird merkt
man den Beschiss...
ist der direct-drive-modus für den inputlag besser oder overdrive auf "0" ??

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