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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XUB2792QSU-B1 Teil 4


Mit einer Leuchtdichte von 352 cd/m² bei nativem Weißpunkt erreicht das Display fast genau die im Datenblatt angegebenen 350 cd/m². Aufgrund der Anpassungen, um auf D65 zu kommen, verliert der Iiyama etwas an Helligkeit, aber es bleiben dann immer noch sehr helle 340 cd/m² übrig, was auch in sonnendurchfluteten Räumen mehr als genug ist. Die Minimalhelligkeit liegt mit 93 cd/m² aber etwas zu hoch und ist für das angenehme Arbeiten in absoluter Dunkelheit zu hell.

Der angegebene Maximalkontrast von 1000:1 wird mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 1171:1 locker überboten. Bei 20 % Helligkeit wird der Spitzenkontrastwert von 1216:1 erreicht. Auch nach der Kalibrierung bleibt ein sehr gutes durchschnittliches Kontrastverhältnis von 1158:1 übrig.

Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in %, rechts Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 10,51 % und einer maximalen Abweichung von 22,14 % wird in beiden Fällen ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Auffallend sind die viel höheren Abweichungen am oberen Bildrand, die im Vergleich zum unteren Bildschirmrand teilweise das Dreifache betragen.

Die Farbabweichungen liegen im Maximum mit einem Delta C von 2,77 bei einem guten Ergebnis. Da aber das durchschnittliche Delta C bei 1,57 liegt, verpasst das Display knapp eine gute Gesamtbewertung bei der Farbreinheit.

Coating

Links das Coating des Iiyama XUB2792QSU-B1, rechts das Referenzbild

Die Panel-Oberfläche des Iiyama ist matt und wirksam entspiegelt. Leuchtet man mit einer Taschenlampe direkt auf das Panel, wird das Licht stark gebrochen reflektiert. Auch Personen in heller Kleidung erzeugen nur schwache Reflexionen.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Iiyama XUB2792QSU-B1 bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Bei allen Blickwinkeln zeigt das Panel eine geringfügige Abdunkelung des Bildes. Die Farben als auch der Kontrast bleiben nahezu konstant. In dieser Disziplin ist ein gutes IPS-Panel einfach unschlagbar.

Interpolation

Da nach wie vor jede Menge Software und Spieleklassiker existieren, die weder mit einer HD-Auflösung noch mit einer QHD-Auflösung etwas anfangen können, müssen kleinere Auflösungen interpoliert werden, da der hinzugewonnene Platz irgendwie aufgefüllt werden muss. Dies geschieht über zusätzlich eingefügte graue Pixel. Unter "Bildeinstellung -> Anzeigemodus" sollte eigentlich eine Auswahl möglich sein, um auf andere Seitenformate reagieren zu können. Diese Option bleibt an modernen Grafikkarten allerdings ausgegraut und ist nicht anwählbar. Ein Schärferegler ist vorhanden und kann von 1 bis 5 angepasst werden. Ein tiefer Wert steht für mehr Schärfe und ein hoher Wert für weniger Schärfe. In den Werkseinstellungen ist 3 voreingestellt. Bei nativer Auflösung ist dies auch die richtige Wahl, da bereits ab Stufe 2 Farbsäume zu erkennen sind.

Wir überprüfen die Interpolation anhand eines fein aufgelösten Gitters. Bei nativer Auflösung erscheint dieses erwartungsgemäß maximal detailreich. Wird die Auflösung auf Full HD mit 1920 x 1080 Bildpunkten verkleinert, werden auch hier noch die sehr feinen Striche ordentlich dargestellt. Die minimale Unschärfe, die durch die zusätzlich eingefügten grauen Bildpunkte entsteht, liegt noch vollkommen im akzeptablen Bereich und ist bei Spielen oder bei Filmen nahezu nicht bemerkbar.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1920 x 1080

Die kleine HD-ready-Auflösung ist dann aber doch zu viel für den Monitor, und die ehemals feinen Striche und das Kreuz mittig der Testgrafik wirken matschig. Details sind jetzt nicht mehr zu erkennen. Die Anhebung des Schärfegrads auf Stufe 1 bringt hier nur marginale Verbesserungen.

Testgrafik: Links:1280 x 720, rechts 1280 x 720 geschärft

Text bereitet dem Iiyama XUB2792QSU-B1 auch in kleineren Auflösungen keine Probleme. Fette Schrift in 7 Punkt läuft zwar minimal zu, bleibt aber trotzdem noch ordentlich lesbar.

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1920 x 1080

Textwiedergabe: 1280 x 720

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1 Kommentar vorhanden


Vielen Dank für den ausführlichen Test!
Ja, wirklich, den Monitor hab ich schon lange ins Auge gefasst.

Der Monitor ist offenbar ziemlich geil als Arbeitsgerät, hier scheint mechanische Quali und Panelabstimmung gut zu stimmen und auch Overdrive und Reaktionszeiten.

Kommt trotzdem nicht für den heimischen Einsatz in Frage. Die MINIMALE Helligkeit von fast 100 nits ist viel zu hoch. Das ist schon fast so hell wie man für normal beleuchtetes Büro am Tag empfiehlt. Damit dürfte man "bei Kerzenlicht" kaum länger arbeiten können, ohne Kopfschmerzen zu kriegen.

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