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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XUB2792QSU-B1 Teil 6


Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren.

Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter "Bildeinstellung -> Overdrive" zu finden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "+1" und "+2". Als Standardwert ist "+1" voreingestellt.

60 Hz, Overdrive "Aus"

Gemäßigte Schaltzeiten und unauffälliger Helligkeitsverlauf

Bei deaktiviertem Overdrive und 60 Hz benötigt das Display für den Schwarz-Weiß-Wechsel 14,6 ms. Der schnellste Grauwechsel geschieht ebenfalls in 14,6 ms, während der Durchschnittswert an 15 Messpunkten 25,5 ms beträgt. Der längste Übergang zwischen zwei Mischfarben wird in 16 ms erledigt. Das sind alles Werte, die im gesunden Mittelfeld liegen und für einen Büromonitor absolut in Ordnung gehen.

Auch der Helligkeitsverlauf zeigt sich unauffällig.

60 Hz, Overdrive "+1"

Effektiv gekürzte Schaltzeiten bringen den Helligkeitsverlauf nicht aus dem Gleichgewicht

Bei mittlerem Overdrive werden die Schaltzeiten größtenteils effektiv gekürzt und lassen das Display im Vergleich zu anderen Monitoren erneut im Mittelfeld rangieren. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Iiyama 12,4 ms und für den schnellsten Grauwechsel 9,8 ms. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte beträgt 15,5 ms, und der sehr wichtige CtC-Wert zeigt sich mit 10,6 ms.

Erfreulicherweise zeigt sich der Helligkeitsverlauf trotz des Geschwindigkeitsschubes völlig unbeeindruckt.

60 Hz, Overdrive "+2"

Ordentliche Schaltzeiten und mäßige Überschwinger

Bei maximalem Overdrive werden die Zeiten erneut, aber nicht mehr so drastisch gekürzt. Der Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt 11,4 ms, während der schnellste Grauwechsel mit 9,1 ms gestoppt wird und der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte 11,3 ms beträgt. Der CtC-Wert kann den Wert der Vormessung bei mittlerem Overdrive fast halbieren und erreicht ordentliche 5,3 ms.

Auch hier landet das Display erneut auf einem mittleren Platz im Ranking. Positiv zeigt sich hier wieder der Helligkeitsverlauf. Sicherlich zeigt die Grafik minimale Überschwinger, die allerdings im Vergleich zu so manch anderem Display sehr moderat ausfallen. Visuell werden diese aus Erfahrung nur sehr wenig negativ auffallen.

70 Hz, Overdrive "Aus"

Nahezu identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz

Bei 70 Hz und deaktiviertem Overdrive zeigt der Iiyama ähnliche Zeiten wie im 60-Hz-Betrieb. Der Schwarz-Weiß-Wechsel wird mit 12,7 ms und der schnellste Grauwechsel mit 12,3 ms gemessen. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten beträgt 18,7 ms, während der CtC-Wert mit 14,8 ms gemessen wird. Auch bei 70 Hz bleibt der Helligkeitsverlauf unauffällig.

Auch der Helligkeitsverlauf zeigt sich unauffällig.

70 Hz, Overdrive "+1"

Unauffälliger Helligkeitsverlauf trotz ordentlicher Schaltzeiten

Bei mittlerem Overdrive wird der Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,8 ms gemessen und verliert gegenüber der 60-Hz-Messung etwas an Geschwindigkeit. Auch der schnellste Grauwechsel zeigt mit 11,8 ms langsamere Schaltzeiten als bei 60 Hz und mittlerem Overdrive. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten beträgt 15,5 ms und zeigt sich genauso schnell wie bei 60 Hz. Der sehr wichtige CtC-Wert kann sich gegen den Wert im 60-Hz-Modus leicht durchsetzen und benötigt 10,2 ms.

Der Helligkeitsverlauf zeigt sich absolut neutral.

70 Hz, Overdrive "+2"

Schnellere Schaltzeiten wiegen die geringen Überschwinger auf

Bei maximalem Overdrive und der höchsten Aktualisierungsrate verhält sich das Display fast identisch zum 60-Hz-Modus. Der Schwarz-Weiß-Wechsel wird in 11,2 ms absolviert, während der schnellste Grauwechsel eine Zeit von 8,8 ms benötigt und der Durchschnittswert an unseren 15 Messpunkten 11,5 ms beträgt. Der für uns so wichtige CtC-Wert wird mit ordentlichen 5,8 ms gemessen und ist damit unbedeutend langsamer als bei 60 Hz. Der Helligkeitsverlauf zeigt auch hier einen minimalen Peak, der aber nicht nennenswert ist. Vielleicht hätte Iiyama auch noch etwas mehr aus dem Monitor herauskitzeln können.

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5 Kommentare vorhanden


Vielen Dank für den ausführlichen Test!
Ja, wirklich, den Monitor hab ich schon lange ins Auge gefasst.

Der Monitor ist offenbar ziemlich geil als Arbeitsgerät, hier scheint mechanische Quali und Panelabstimmung gut zu stimmen und auch Overdrive und Reaktionszeiten.

Kommt trotzdem nicht für den heimischen Einsatz in Frage. Die MINIMALE Helligkeit von fast 100 nits ist viel zu hoch. Das ist schon fast so hell wie man für normal beleuchtetes Büro am Tag empfiehlt. Damit dürfte man "bei Kerzenlicht" kaum länger arbeiten können, ohne Kopfschmerzen zu kriegen.
Was mich noch stört:
die Antireflex-Beschichtung ist eine aufgeklebte Folie, rund um den Bildschirm sieht man die Ränder. Das fällt stark auf wenn man so wie ich ein Fenster im Rücken hat, es ist quasi zwischen der Folie und dem Displayrand immer ein 0.5mm breiter glänzender Streifen. Werde ihn deswegen wahrscheinlich zurückgeben.
Bei den Monitoren mit sehr schmalem Rahmen wirst Du das aber immer sehen. Dann musst Du Dich für einen Monitor entscheiden, der noch einen richtigen Rand hat, der verdeckt das dann.
Danke für die Information. Da mir der Monitor ansonsten gut gefällt versuche ich dann vielleicht z.B. mit einem matten Lackstift den glänzenden Rand zu kaschieren.

Die minimale Helligkeit finde ich übrigens auch zu hoch, hier kann jedoch ein Programm wie f.lux helfen (Alt+PgDown reduziert die Helligkeit), auch wenn man damit einen geringeren Kontrast erhält.
Kurzes Update:
Ich habe jetzt den glänzenden Streifen mit einem schwarzen Stift nachgezogen, der Glanz ist so deutlich reduziert und ich bin zufrieden.

IPS Glow ist zwar erkennbar (für mich in den unteren Ecken) aber weniger stark als bei meinem letzten IPS-Monitor.

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