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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XUB2792QSU-B1 Teil 7


Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 70 Hz (rechts), Reaktionszeit "Aus"

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 70 Hz (rechts), Reaktionszeit "+1"

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 70 Hz (rechts), Reaktionszeit "+2"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Für den Iiyama XUB2792QSU-B1 beträgt die halbe mittlere Bildwechselzeit 5,8 ms. Die Signalverzögerung beträgt 17,2 ms. Somit beträgt die Latenzzeit nach der PRAD-Messmethode insgesamt 23 ms.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input LAG) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die LAG-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) im Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, dem Chromasubsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zu Gunsten oder zu Ungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem Leo Bodnar LAG Tester nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Iiyama XUB2792QSU-B1 arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Obwohl alle Monitore einen großen Parcours durchlaufen müssen, bei dem hochempfindliche Testgeräte zum Einsatz kommen, gibt es immer wieder Geräte, die Bewegungsartefakte ohne messbarem Overdrive erzeugen. Deswegen setzen wir uns eine Weile hin und schauen Videos, spielen ein wenig und führen kleine Tests durch, die auch die letzten Schwächen des Monitors offenbaren.

Da es sich beim Iiyama XUB2792QSU-B1 um einen Business-Monitor handelt, legen wir nicht so einen großen Wert auf die Performance im Spiel, da er dafür auch nicht entwickelt wurde. Trotzdem schlägt sich das Display auch im Spielbetrieb ganz beachtlich. Natürlich muss man Abstriche machen bzgl. der Aktualisierungsrate, die maximal bei 70 Hz liegt. Daher wirkt ein schnell bewegtes Bild immer etwas unruhig und nie so flüssig, wie es bei 144 Hz der Fall wäre. Der CtC-Wert von guten 5,2 ms macht sich hier positiv bemerkbar und zeigt ein weniger verschmiertes Bild als bei den meisten anderen Monitoren, die für den Bürobetrieb gedacht sind. Dafür sollte der Overdrive allerdings auf die höchste Stufe gestellt werden. Eine Koronabildung an schnell bewegten Objektkanten ist uns trotz der geringen Überschwinger des Helligkeitsverlaufs nur unbedeutend aufgefallen.

FreeSync macht hier einen guten Job und eliminiert Tearing im Bereich von 48-70 Hz fast vollkommen. Da die Range von 22 Hz, in der FreeSync greifen kann, allerdings sehr klein ist, wird man üblicherweise immer wieder einen Zeilenversatz erkennen.

Sound

Der Iiyama XUB2792QSU-B1 verfügt über zwei Lautsprecher à 2 Watt, die über den Belüftungsschlitz nach oben abstrahlen. Der Sound ist absolut bassarm und taugt damit gerade noch für ein YouTube-Video oder den Sound des Betriebssystems.

Lautstärkeeinstellung des Iiyama XUB2792QSU-B1

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1 Kommentar vorhanden


Vielen Dank für den ausführlichen Test!
Ja, wirklich, den Monitor hab ich schon lange ins Auge gefasst.

Der Monitor ist offenbar ziemlich geil als Arbeitsgerät, hier scheint mechanische Quali und Panelabstimmung gut zu stimmen und auch Overdrive und Reaktionszeiten.

Kommt trotzdem nicht für den heimischen Einsatz in Frage. Die MINIMALE Helligkeit von fast 100 nits ist viel zu hoch. Das ist schon fast so hell wie man für normal beleuchtetes Büro am Tag empfiehlt. Damit dürfte man "bei Kerzenlicht" kaum länger arbeiten können, ohne Kopfschmerzen zu kriegen.

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