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TESTBERICHT: LG 27MB35PH-B Teil 6


Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der LG 27MB35PH aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Helligkeit: 40
Kontrast: 70
Gamma eingestellt: Gamma 1
Gamma gemessen: 2,24
Farbtemperatur: Benutzer
RGB: 50/49/43
Color-Gamut: k.A.
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Mittel

Profilvalidierung

Auffällige Drifts oder unschöne Nichtlinearitäten sind nicht zu vermelden. Das Matrix-Profil beschreibt den Zustand des Monitors sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Auffällig sind in der Grafik lediglich die höheren Abweichungen bei Rot und Cyan. Insgesamt ist das Ergebnis sowohl bei den Farbwerten als auch bei den Grauwerten gut. Auch der Verlauf der Gammakurve kann mittels Kalibration weitgehend gebändigt werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den LG 27MB35PH haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Port untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "Langsam", "Mittel" und "Schnell". Als Standardwert ist "Mittel" voreingestellt.

60 Hz, Overdrive "Aus"

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 13,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 21,3 ms, und der CtC-Wert wird mit 16 ms ermittelt. Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist erwartungsgemäß völlig neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

60 Hz (Overdrive "Aus"): Langsame Schaltzeiten und neutrale Abstimmung

60 Hz, Overdrive "Mittel"

Die Werkseinstellung "Mittel" bringt nur sehr moderate Verbesserungen. Der Schwarz-Weiß-Wechsel hat sich mit 17,4 ms sogar etwas verschlechtert. Dafür messen wir den schnellsten Grauwechsel jetzt mit 11,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt eher mäßige 18,1 ms. Immerhin der CtC-Wert hat sich mit 10,6 ms deutlich verbessert.

60 Hz (Overdrive "Mittel"): Ordentliche Schaltzeiten, minimale Überschwinger

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1 Kommentar vorhanden


Ein "ausgewiesener Busines-Monitor" mit einem Full HD Panel, mit dem man nicht einmal ein DIN A4 Dokument vernünftig darstellen kann ohne den ganzen Monitor zu verdrehen, finde ich schon ziemlich gewagt. 1920 x 1200 Pixel wären da wohl sinnvoller.
Es ist mir ein Rätsel warum das 16:10 Format ausgestorben ist. Wenigsten gibt es bei mobilen Geräten seit neuestem Displays mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Das fände ich für Monitore zum ARBEITEN ebenfalls hilfreich.

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