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TESTBERICHT: LG 27MP89HM-S Teil 5


Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Reaktionszeit "Aus" (links) und "Mittel" (rechts)

Netzdiagramm 60 Hz, Reaktionszeit "Schnell"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die halbe mittlere Bildwechselzeit von 4,3 ms zeigt sich zwar noch recht ordentlich, allerdings ist die Signalverzögerung von 19,8 ms für ein Gaming-Display einfach zu lang und eignet sich nicht für schnelle Shooter.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Inputlag) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit, und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar, wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die Lag-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60 Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, Chroma-Subsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zugunsten oder zuungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem "Leo Bodnar LAG Tester" nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60 Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort (falls vorhanden) unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Beim LG 27MP89HM entstehen keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern), da die Hintergrundbeleuchtung nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert wird. Somit eignet sich das Gerät selbst bei reduzierter Helligkeit auch für längere Sitzungen.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Die uns zur Verfügung stehenden hochsensiblen Messgeräte sind zwar in der Lage, Bildfehler festzustellen und Reaktionszeiten zu messen, doch können sie nicht den visuellen Eindruck widerspiegeln. Deswegen setzen wir uns einige Zeit hin und schauen Filme, führen kleinere Tests durch und spielen eine Zeit lang, um einen Eindruck zu gewinnen, wie sich der Monitor im realen Einsatz schlägt. Da es sich beim 27MP89HM laut LG um ein Gaming-Display handelt, testen wir das Modell diesbezüglich etwas genauer. Als Testspiele kommen die Rennsimulation "Project CARS" und der Ego-Shooter "Titanfall" zum Einsatz.

60-Hz-Betrieb Spielekonsolen

Da Spielekonsolen fix bei 60 Hz laufen, testen wir zunächst das Verhalten bei dieser Aktualisierungsrate. Hier bestätigen sich die Messwerte aus dem Teil "Reaktionsverhalten". Bei deaktiviertem Overdrive sind zwar keine Bildfehler zu sehen, aber sobald Schwung in die Pixel kommt, wirken Objekte stark unscharf. Sicherlich macht sich hier zusätzlich die geringe Aktualisierungsrate bemerkbar, die umso schwerer wiegt, wenn man 144 Hz gewohnt ist. Erhöht man allerdings den Overdrive, vermindert sich merklich der Unschärfeeindruck, zaubert jedoch an schnell bewegten Objekträndern eine starke Korona. Wie nun gewählt wird, ist reine Geschmackssache. An Spielekonsolen ist dieses Display deswegen auch nur empfehlenswert, wenn es weniger auf Tempo ankommt, z. B. bei Jump-&-Run-Spielen.

Computerbetrieb

Hier sieht es ein wenig anders aus, da am Computer eine maximale Aktualisierungsrate von 75 Hz möglich ist. Sicherlich kann der LG 27MP89HM hier nicht mit Gaming-Displays mithalten, die 144 Hz oder mehr anzeigen, doch zeigt sich das Panel merklich reaktionsfreudiger als bei 60 Hz. Dafür ist es aber notwendig, den Overdrive-Regler auf die mittlere Stellung zu bringen. Im Gegensatz zu den Messergebnissen, die das Schlimmste bei höchster Overdrive-Stellung befürchten ließen, bleibt das Display noch problemlos bespielbar, doch muss mit einer heftigen Korona gelebt werden. Andererseits wirken Objekte bei schnellen Schwenks auch etwas schärfer als bei mittlerer Stellung. Wer also etwas mehr Tempo benötigt, kann durchaus versuchen, ob diese Möglichkeit eine Alternative darstellt.

Gefreut haben wir uns über die Performance von FreeSync. Zwar liegt der Wirkungsbereich nur zwischen 40 und 75 Hz, doch innerhalb dieses Bereichs liefert das Tool eine tolle Performance und unterbindet Tearing und Stuttering zuverlässig.

Die FreeSync-Range liegt im Bereich von 40 bis 75 Hz

Selbst bei dem absoluten Problemspiel wie "Titanfall" zeigt es zuverlässig seine Wirkung und es tritt kein Zeilenversatz mehr auf. Das haben wir auch schon ganz oft anders gesehen, wenn FreeSync zum Einsatz kam.

Insgesamt kann der LG 27MP89HM aber mit den Top-Gaming-Displays nicht mithalten. Dafür sind 75 Hz einfach zu wenig, und auch die mittelmäßige Reaktionszeit und die Signalverzögerung stehen ihm hier im Weg.

Sound

Der LG 27MP89HM verfügt über zwei Fünf-Watt-Lautsprecher, die über die Öffnungen neben der OSD-Steuereinheit unter dem Display nach unten abstrahlen. Dank der MAXX-Technologie, die durch die Toneinstellungsebene umfangreich konfiguriert werden kann, verfügen sie für diese Größe über einen beachtlichen Klang.

"MAXXAudio" erlaubt viele Einstellungsmöglichkeiten

Sicherlich hört sich der Klang aufgrund des begrenzten Resonanzraums etwas verzerrt und blechern an, aber gegenüber den meisten anderen Monitorlautsprechern sind diese wirklich auch nutzbar. Wer einen sauberen Klang erleben möchte, wird natürlich um externe Lösungen nicht herumkommen.

Lautstärkeeinstellung des LG 27MP89HM

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