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TESTBERICHT: LG 27UD58P-B Teil 7


60 Hz, Overdrive "Mittel"

In der Werkseinstellung "Mittel" messen wir nur sehr dezente Verbesserungen. Dafür bleiben auch die Überschwinger minimal.

60 Hz (Overdrive "Mittel"): Kleine Verbesserung, minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive "Schnell"

In der höchsten Stellung "Schnell" bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,3 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 6,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt gute 11,3 ms. Ein CtC-Wert von 6,8 ms ist ebenfalls sehr kurz.

In der Overdrive-Stellung "Schnell" sind leider auch die Überschwinger mehr als deutlich und Artefakte und Doppelkonturen sind stellenweise erkennbar.

60 Hz (Overdrive "Schnell"): Gute Schaltzeiten, aber auch deutliche Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

60 Hz, Overdrive "Aus" und "Standard"

60 Hz, Overdrive "Verbessert"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Letztere ist mit 5,7 ms gut, die Signalverzögerungszeit beträgt 26,2 ms. Nach Rücksprache mit LG soll der "DAS Mode" dafür sorgen, dass die Signalverzögerung maximal 9 ms betragen soll. Wir klären intern mit unseren Messtechniker gerade, wie es zu dieser Differenz bei unseren Messungen kommen kann.

Alternative Messung der Latenz (Aktualisierung vom 11.07.2017)

Zur Messung der Bildverzögerung (Input LAG) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die LAG-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) im Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, dem Chromasubsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zu Gunsten oder zu Ungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem Leo Bodnar LAG Tester nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Der mittlere Wert unserer alternativen Messung deckt sich mit den Angaben von LG, die einen maximalen Lag von 9 ms angeben. Allerdings wurde der Wert bei LG mit dem identischen Messgerät ermittelt (Leo Bodnar), so dass die fast identischen Lag-Zeiten einfach zu erklären sind.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des LG 27UD58P-B arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Der LG 27UD58P-B ist als Allrounder konzipiert, der aber auch über Gaming-Features verfügt, obwohl er kein klassischer Zocker-Monitor ist. Entsprechende Grafikkarten-Power vorausgesetzt, sind es auch gerade dieser Bereich und die Videowiedergabe, die von der 4K-Auflösung profitieren.

Im Büro liefert die 4K-Auflösung unter Windows 10 nur dann einen frustfreien Mehrwert, wenn auch alle Anwendungen auf dem neuesten Stand sind und die Betriebssystem-Skalierung vernünftig unterstützen. Das ist aber auch bei neuen Programmen nicht immer der Fall, so dass man regelmäßig auf Darstellungsfehler stößt, die einem die Freude über das hochauflösende Display wieder etwas reduzieren. Das kann man natürlich nicht dem Monitor anlasten.

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