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TESTBERICHT: LG 34CB98-B Teil 2


Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim LG 34CB98-B keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 70 W 56 W
Betrieb typisch 65 W -
140 cd/m² k.A. 39 W
Betrieb minimal k.A. 27 W
Energiesparmodus (Standby) 0,5 W 0,8 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0,3 W 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) - -

*Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

LG nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 70 Watt. Nach unseren Messungen liegt dieser mit 55,6 Watt sogar 21 % darunter. Bei einer typischen Arbeitshelligkeit von 140 cd/m² zeigt das Messgerät 38,9 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu zufriedenstellenden 1,0 cd/W.

Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der LG 34CB98-B nicht. Im Standby-Modus messen wir 0,82 Watt, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden somit eingehalten. Mit dem Powerbutton lässt sich der Verbrauch fast auf Null senken. Es sind lediglich noch 0,2 Watt messbar.

Anschlüsse

Mit Video-Eingängen ist der LG 34CB98-B überdurchschnittlich gut ausgestattet. Auf den ersten Blick sind das zwei HDMI-Ports und ein DisplayPort-Eingang. Auch ein USB-3.0-Hub mit zwei Downstream-Ports ist auf der Rückseite zugänglich. Für LG selbstverständlich ist hier auch die Integration einer Schnellauflade-Funktion, mit der die Akkus angeschlossener Geräte rasch wieder aufgeladen werden können.

Das Besondere beim Testmodell ist aber die Ausstattung mit zwei zusätzlichen Thunderbolt-2-Anschlüssen. Damit kann man für Mac-Geräte eine Datenübertragung nutzen, die viermal schneller als USB 3.0 ist. Zusätzlich lässt sich mühelos eine Daisy-Chain-Konfiguration für ein Multi-Monitor-System erstellen.

Anschlüsse auf der Rückseite

Alle Kabel werden auf der Rückseite horizontal eingesteckt. Das ist optisch zwar nicht so schön, als würden die Kabel von unten nach oben gesteckt werden. Im Business-Einsatz ist das so aber deutlich angenehmer. Hier können problemlos und ohne lästiges Gefummel öfter mal Kabel getauscht bzw. Konfigurationen umgebaut werden.

Bedienung

Vorbildcharakter hat bei LG die Bedienung mit dem Joystick-Button, der auch beim 34CB98-B zu finden ist. Die Steuerung ist intuitiv, und durch die zentrierte Anordnung bleibt auch bei der Betätigung lästiges Display-Gewackel aus.

Zentrale Bedienung mit Joystick-Button (Bild: Handbuch LG)

OSD

Das Gleiche gilt für das OSD. Der erste Tastendruck führt zu einer Schnellauswahl, mit der sich wichtige Einstellungen direkt aufrufen lassen. Durch Bewegung der Taste nach links oder rechts lässt sich ferner die Lautstärke direkt regeln oder die Lautsprecher komplett stummschalten.

Anschlüsse auf der Rückseite (Bild: Handbuch LG)

Während manch andere Hersteller sich immer noch darum bemühen, eine durchgängige Logik in ihre Gerätebedienung zu bringen, ist das bei LG anders. Man fühlt sich unweigerlich an die Automobilbranche erinnert. Ob A-Klasse oder S-Klasse – wer einmal einen LG verwendet hat, fühlt sich sofort zu Hause. Und wer das noch nicht tat, auch.

Das OSD ist schlicht intuitiv, passend zum Gerät hochauflösend und nutzt den zur Verfügung stehenden Platz vernünftig aus, so dass man zur Bedienung auf die Brille verzichten kann.

Das OSD-Menü besteht aus sechs Hauptebenen, die sinnvoll und logisch gegliedert sind. Der oberste Menüpunkt "Schnelleinstellungen" fasst die wichtigsten Einstellungen zusätzlich zusammen. Wenngleich die Bildanpassungen sogar eine Sechs-Achsen Farbkorrektur bieten, richten sich die vorhandenen Einstellmöglichkeiten des LG 34CB98-B nicht an Farbmanagement-Experten, sondern eher an den "normalen" Schreibtischtäter. Eine wertemäßig genaue Definition von Gamma und Farbtemperatur ist nicht möglich. Der Funktionsumfang und die Einstellmöglichkeiten des OSDs sind ansonsten aber sehr umfangreich.

OSD: Schnelleinstellungen und PbP-Funktion (Screenshot Handbuch LG)

OSD: Bild- und Systemeinstellungen (Screenshot Handbuch LG)

OSC (Software-OSD)

Dabei setzt LG sogar noch mal eins obendrauf und legt dem LG 34CB98-B eine sehr nützliche Software namens "On Screen Control" bei, mit der sich die OSD-Funktion und mehr am Bildschirm steuern lassen. Sie lag uns in der Version 1.39 vor.

OSC: Monitorsteuerung- und Presets (Screenshot Software LG)

Die wichtigsten OSD-Einstellungen – inkl. Bildmodus, Reaktionszeit, Seitenverhältnis etc. – lassen sich direkt über die Software regeln. Die Bedienung funktioniert genauso flüssig wie per OSD. Der Clou dabei: Man kann auch noch anwendungsspezifische Presets definieren, die dann automatisch mit dem Aufruf einer bestimmten Anwendung angewendet werden. Also z. B. für Office automatisch eine andere Einstellung als für Gaming und Video – genial.

Gerade bei einem extra breiten Display wie dem des LG 34CB98-B entsteht zugleich auch die Frage, wie man das gigantische Platzangebot schnell und komfortabel für verschiedene Fenster nutzen kann. Dazu dient der Menüpunkt "Screen Split".

OSC: Screen Split und Einstellungen (Screenshot Software LG)

Hier sind verschiedene Bildschirmaufteilungen vordefiniert. Auch die PiP-Funktion lässt sich darüber steuern. Egal, ob man mit mehreren Office-Dokumenten gleichzeitig arbeitet oder in der Software-Entwicklung verschiedene Fenster im Blick halten muss: Die Kombination aus dem großen gewölbten Display im 21:9-Format und der LG-Software ist einfach genial.

Zwar sind die Bordmittel von Windows 10 auch schon sehr gut, orientieren sich aber eher an einem Monitor im Standardformat. Der Komfort ist bei OSC auf jeden Fall größer, da man nur mit der Maus ein Fenster in den jeweiligen Bereich ziehen muss und es schon automatisch an die Bereichsgröße angepasst wird. Im Rahmen der vordefinierten Aufteilung kann die Größe der Fenster jederzeit blitzschnell per Maus angepasst werden.

Zur Neuanordnung der Fenster muss man auch nicht jedes Fenster einzeln an eine neue Position ziehen – es reicht ein Klick auf das OSC-Symbol in der Taskleiste und schon hat man eine andere Bildschirmaufteilung. Dabei kann man die Bildschirmaufteilung sogar dritteln, was bei einem extra breiten Display ganz besonders nützlich ist. Beispielsweise Word, Excel und Browser zur Internetrecherche – alles nebeneinander in einer sinnvollen Breite und übersichtlicher DIN-A4-Höhe – ein Produktivitätstraum, nicht nur für Testredakteure!

Dadurch macht das Arbeiten richtig Spaß, und auch der Produktivitätsgewinn ist enorm. Man muss es gesehen haben, um einen Eindruck zu gewinnen. Daher werden wir diesmal auch im Video ausführlicher auf diese Funktionen eingehen.

PRAD-Tipp: die Bordmittel von Windows bleiben mit einem kleinen Trick sogar zusätzlich erhalten. Zwar kann man sie beim Ziehen mit der Maus nicht mehr nutzen, weil stattdessen die Fensteraufteilung von OSC genutzt wird, die bekannte Tastenkombination "Windows-Taste + Pfeiltasten" funktioniert aber trotzdem. So kann man beispielsweise mit OSC den Bildschirm dritteln und dann die Bordmittel von Windows verwenden, um schnell ein Fenster auf die Hälfte oder ein Viertel des Bildschirms zu bringen.

LG erfüllt bereits bei der herkömmlichen Bedienung mittels Tasten und OSD die Pflicht mit Bravour und kann mit der zusätzlichen Softwarelösung vollends überzeugen. Das ist derzeit die Referenz, an der sich andere Hersteller messen lassen müssen.

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