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TESTBERICHT: LG 34CB98-B Teil 3


Bildqualität

Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Anwender
Helligkeit: 100
Kontrast: 70
Gamma: Gamma1
Farbtemperatur: Benutzer
RGB: 50/50/50
Color-Gamut: k.A.
DUE Priority: k.A.
Schärfe: 50
Reaktionszeit: mittel

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung nahezu einwandfrei, Farbschimmer treten nicht auf. Die hellsten Stufen sind nahezu vollständig zu erkennen, die dunkelsten Stufen bis einschließlich 5. Die helleren Stufen scheinen subjektiv allerdings eine leicht rötliche Einfärbung zu haben.

Graustufen

Auch sehr feine Grau- und Farbverläufe werden – nicht nur für einen Business-Monitor – überdurchschnittlich gut dargestellt.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Die Schwarzbild-Darstellung wirkt über weite Teile der Bildfläche bemerkenswert gleichmäßig und homogen. Bei normaler Sitzposition sind lediglich in den Ecken Aufhellungen sichtbar, die man leider auch durch ein Herunterregeln der Helligkeit nicht zum Verschwinden bringen kann.

Die übliche Aufhellung des Gesamtbildes kommt nur zum Tragen, wenn man deutlich von der normalen zentrierten Sitzposition abweicht. In der Vertikalen bleibt sie aber auch dann überdurchschnittlich gering, vor allem bei extremeren Blickwinkeln von oben. Deutlich wird sie primär bei extremeren horizontalen Blickwinkeln, liegt aber auch hier vergleichsweise auf einem guten bis sehr guten Niveau.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des LG 34CB98-B

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 289 cd/m². Das liegt mit 4 % minimal unter der Herstellerangabe von 300 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 67 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch mehr als ausreichende 244 cd/m². Die Minimalhelligkeit liegt jetzt bei 57 cd/m². Die Minimalhelligkeit mag vergleichsweise hoch erscheinen. Das liegt aber nur daran, dass LG hier auf sinnlos niedrige Werte verzichtet. Auf jeden Fall kann auch der LG 34CB98-B weit genug heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des AH-IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 777:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 9,24 % und einem Maximalwert von 19,08 % zufriedenstellend. Das Gleiche gilt für die Farbhomogenität. Hier liegt der Durchschnittswert bei 2,19 Delta C. Die größte Abweichung finden wir in der Ecke links oben mit 3,03 Delta C.

Subjektiv sind diese Schwächen durchaus wahrnehmbar, vor allem in größeren, hellen Flächen. Wenn man danach sucht, z. B. auch in Excel-Tabellen – aber wen soll es da stören? Die gleiche Präzision bei Farben und Homogenität wie bei einem speziellen Grafikmonitor darf man auf jeden Fall beim LG 34CB98-B nicht erwarten.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des LG 34CB98-B, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der LG 34CB98-B besitzt eine leicht stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des 34CB98-B bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Bereits auf den ersten Blick erkennt man unschwer, dass LG beim 34CB98-B ein hochwertiges AH-IPS-Panel verbaut hat. IPS-Panels sind generell für ihre gute Blickwinkelneutralität bekannt. Beim LG 34CB98-B ist sie bereits für sich genommen ausgezeichnet, wird aber durch die Monitorwölbung noch einmal weiter gefördert. Durch die Wölbung werden schließlich die Blickwinkel zu den seitlichen Rändern gemindert.

Manche Hersteller nutzen das, um günstigere VA-Panels zu verbauen. Nicht so LG: Durch den gleichzeitigen Einsatz von IPS-Panel und Wölbung entsteht in Kombination eine extrem gute Blickwinkelneutralität. Trotz des extra breiten Displays spielt es keine Rolle, ob man genau in der Mitte sitzt oder sich mal ganz an den linken oder rechten Bildrand verlagert.

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Die Standardeinstellung 50 scheint gut gewählt, wir haben sie so belassen.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1280 x 720 (Vollbild)

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280 x 720 (Vollbild)

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf. Die grünlich-rötlichen Einfärbungen in den Abbildungen oben sind rein aufnahmebedingt und stammen nicht vom Bildschirm.

Zur Skalierung bietet das OSD die Optionen "Original" (seitengerecht), "Breitbild" (ggfls. mit Verzerrung) und "1:1" für die pixelgenaue Darstellung an. In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Alle relevanten Video-Auflösungen können ferner seitengerecht maximal bildschirmfüllend skaliert werden (480p, 576p, 720p, 1080p). Bei PC-Auflösungen im 16:10- oder 4:3-Format ist das nicht immer der Fall, was angesichts des Einsatzzwecks des LG 34CB98-B aber auch wirklich keine Rolle spielen dürfte.

Weit wichtiger ist bei einem extra breiten 21:9-Display die optimale Nutzung bei der Videowiedergabe. Dazu bietet das OSD zwei Cinema-Modi an, mit denen sich Cinemascope-Spielfilme auch bei externer Zuspielung bildschirmfüllend und verzerrungsfrei ohne schwarze Balken darstellen lassen.

Während andere Hersteller an diesem Feature oft scheitern oder es gar nicht erst anbieten, ist die Funktion beim LG 34CB98-B perfekt umgesetzt.

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