Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: NEC EX341R Teil 7


60 Hz, Overdrive "Ein"

Mit eingeschaltetem Overdrive verkürzt sich die Reaktionszeit merklich – 6,9/6,7 ms anstatt 14,6/10,1 ms (rise/fall). Überschwinger bzw. Doppelkonturen halten sich noch in Grenzen. Ein CtC-Wert von 6 ms ist ebenfalls gut. Kritische Farbübergänge stellen für den NEC daher keinerlei Hürden dar. Auch bewegte Farbkanten werden sehr scharf abgebildet.

Wir empfehlen, den NEC auf jeden Fall in der Werkseinstellung zu betreiben (Overdrive "Ein"). Der Reaktionszeitgewinn überwiegt deutlich dem Qualitätsverlust.

60 Hz (Overdrive "Ein"): Ordentliche Schaltzeiten, dezente Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

60 Hz, Overdrive "Aus" und "Ein"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim NEC EX341R ist die halbe mittlere Bildwechselzeit mit 6,8 ms zwar ordentlich, wird aber durch den extremen Input-Lag von 45 ms wieder zunichte gemacht. Das Ausmaß des Input-Lags ist so ungewöhnlich hoch, dass wir zur Verifizierung den Wert mit einem Leo Bodnar Video Signal Input Lag Tester nachgemessen haben. Wir verwenden das Gerät von Leo Bodnar ansonsten nicht, weil dieses den Lag nur mit 1080p@60Hz am HDMI Eingang messen kann. Unsere eigene Methode misst am DisplayPort bei voller Auflösung und kommt auch mit Werten über 60 Hz zurecht. Das Ergebnis ist dennoch identisch. Insgesamt macht das ungewöhnlich hohe 51,8 ms.

Backlight

DDas Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit sollte eine Überanstrengung der Augen auch bei einer längeren Zeit vor dem Bildschirm vermieden werden.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Die mittelmäßige Reaktionszeit und der sehr hohe Input-Lag von 45 ms machen den NEC EX341R zu einem Monitor fürs Büro. In allen diesbezüglichen Applikationen sind uns keine Probleme durch den hohen Input-Lag sichtbar geworden. Beim "EIZO Speed-Test" fällt aber auch außerhalb von Spielen doch schon eine recht ruckelige Darstellung auf.

Sound

Zur Tonwiedergabe hat der EX341R zwei kleine Stereo-Lautsprecher mit je 1 Watt Ausgangsleistung an Bord. Auch wenn man aus dem zur Verfügung stehenden Resonanzraum hätte mehr herausholen können, reichen sie zu nicht mehr als der Wiedergabe von Systemklängen.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse angeschlossen werden, der Ton wird über die internen Lautsprecher ausgegeben oder an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Zur Begutachtung der Videowiedergabe am PC haben wir zunächst die Standard-Einstellung ab Werk verwendet. Auf den ersten Blick mag das Bild kontrastreich wirken, aber spätestens bei dunklen Szenen sumpfen die Tiefen derart ab, dass viele Details einfach verloren gehen. Der NEC EX341R bietet auch eine Voreinstellung für Filme (Bildmodus "Film") an. Im Vergleich zum Standardmodus bleibt die Farbtemperatur unverändert und etwas zu kühl. Sie lässt sich in diesem Modus auch nicht mehr anpassen. Dafür wirkt das Bild insgesamt heller. Dadurch verbessert sich die Detailzeichnung in den Mitteltönen. Die Lichter wirken aber teilweise schon überstrahlt. Das Problem mit den dunklen Bildbereichen bleibt fast unvermindert bestehen.

Ab Werk beurteilen wie die Wiedergabe daher als mäßig. Erst nach der Kalibrierung bekommen wir eine ordentliche und ausgewogene Darstellung, und die Farbtemperatur entspricht der HDTV-Norm. Zwar verwenden Videoplayer kein Farbmanagement, aber durch die Kalibrierung wird auch der Gammaverlauf per Grafikkarte korrigiert, so dass dann auch die Detailzeichnung in dunklen Bildbereichen stimmt. Bei externen Zuspielern funktioniert das natürlich nicht.

 << < 1 2 3 4 5 6 7 8 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!