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TESTBERICHT: ViewSonic VP2768 Teil 8


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim ViewSonic VP2768 messen wir eine Signalverzögerung von 16,8 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 6,1 ms ordentlich, insgesamt macht das nicht so schnelle 22,9 ms.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input LAG) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die LAG-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirms abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, dem Chromasubsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zu Gunsten oder zu Ungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem Leo Bodnar LAG Tester nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ViewSonic VP2768 arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit entsteht auch kein Flackern, und der ViewSonic ist bei allen Helligkeiten für längeres Arbeiten sehr gut geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Das Reaktionsverhalten des ViewSonic VP2768 kann in allen Belangen seines primären Einsatzzwecks als Bildbearbeitungsspezialist voll und ganz überzeugen und dürfte auch Gelegenheitsspieler zufriedenstellen.

Sound

Eingebaute Lautsprecher besitzt der ViewSonic VP2768 nicht. Tonsignale verarbeitet das Gerät an den HDMI- wie auch an den DP-Eingängen. Die Wiedergabe ist am Kopfhörerausgang möglich, an den natürlich auch externe Lautsprecher angeschlossen werden können.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des ViewSonic VP2768 angeschlossen werden, der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet.

Erwähnenswerte Zusatz-Features wie PiP etc. bietet der ViewSonic VP2768 nicht. Eine Voreinstellung für Filme ist zwar bei den Ansichtsmodi vorhanden, hat aber bei einem Hardware-kalibrierten sRGB-Monitor kaum Sinn. Wer will, kann bei den Farbeinstellungen auf die HDTV-Norm "Rec.709" umschalten. Da sie praktisch mit sRGB identisch ist, kann man für die Videowiedergabe zu Unterhaltungszwecken auch genauso gut einfach im kalibrierten Modus bleiben.

In dieser Konfiguration haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Die WQHD-Auflösung des ViewSonic VP2768 mag zwar auf dem Papier nicht optimal sein, da sie weder bei herkömmlichem Full-HD-Material noch bei 4K-Videos eine pixelgenaue Darstellung ermöglicht. Wir konnten aber im Test keinen Nachteil erkennen. Die Wiedergabe unseres 1080p-Videos wirkte tendenziell eher einen Tick schärfer und detailreicher als auf einem Standard-Full-HD-Monitor.

Bereits dank der ausgezeichneten Vorkalibrierung und vollständigen Abdeckung des sRGB-Farbraums entspricht die Videowiedergabe hinsichtlich Farben und Tonwertverlauf sehr gut der HDTV-Norm. Die Farben wirken kräftig und stets natürlich. Schwarzwert und Kontrast sind gut, und in hellen wie in dunklen Szenen stimmt die Detailzeichnung. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen traten kaum auf.

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