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TESTBERICHT: Samsung UE78KS9590 Teil 4


Die ohnehin etwas zu niedrige Farbtemperatur geht in mittleren Grautönen noch weiter zurück und fällt bei 20 Prozent sogar unter 6000 Kelvin. Der sehr guten Farbreproduktion tut das aber keinen Abbruch.

Bewegungen erscheinen knackscharf und können in mehreren Stufen geglättet werden. So gibt der Fernseher Kinofilme wahlweise im originalen 24p-Look oder absolut flüssig wieder, obgleich in letzterem Fall leichte Artefakte entlang der Motive entstehen können. Ein Schwachpunkt hingegen ist die Blickwinkelstabilität: Bei schräger Betrachtung nehmen sowohl die Helligkeit als auch der sonst erstklassige Kontrast deutlich ab. Bei mittiger Betrachtung hingegen sorgt das Curved-Design für eine einhüllende Bildwirkung.

Sowohl die Helligkeit (rot) als auch der Kontrast (gelb) nehmen aus seitlicher Perspektive um fast die Hälfte ab. Vom Curved-Design profitieren nur mittig sitzende Zuschauer.

HDR-Look für alle

Im Vergleich zu den Vorgängern bietet der Samsung UE78KS9590 weitaus größere Helligkeitsreserven. So schafft er im Vollbild immerhin 500 Candela, während es in Spitzlichtern stattliche 1300 Candela sind – wohlgemerkt mit neutralen Farben bei einer Farbtemperatur von 6300 Kelvin. Erstaunlicherweise stellt der bereits erwähnte Spezialmodus "HDR+" SDR-Videos sogar noch einen Tick heller dar, was vermutlich an der minimal kühleren Farbtemperatur-Einstellung für Weiß liegt (6550 Kelvin); bis zu 1309 Candela sind hier möglich und damit fast dreimal so viel wie im klassischen Bildmodus "Film". Mit "HDR+" verknüpft ist ein deutlich in Richtung Rot und Grün erweiterter Farbraum, ohne eine Anhebung der Detailschärfe in HDTV-Material.

Das vollflächige LED-Backlight des Samsung UE78KS9590 (blaue Kurve) leuchtet rund viermal heller als ein aktueller OLED-Fernseher (gelb). Der Panasonic TX-65DXW904 (pink) ist im Spitzlicht genauso hell, schneidet bei größeren Weißanteilen allerdings besser ab.

Bei HDR-Zuspielung in UHD-Qualität ändert sich das allerdings: Im Spezialmodus "HDR+" wirkt das Bild subjektiv wesentlich schärfer und kontrastreicher, wobei der Zugewinn an Dynamik vor allem auf die Anschärfung feinster Spitzlichter zurückgeht. Auf diese Weise treten in unseren Testvideos zum Beispiel einzelne glänzende Grashalme heller und schärfer hervor, als im normalen Preset. Selbst kleinräumige Farbkonturen wie die Lichterketten in einer nächtlichen Aufnahme vom Oktoberfest leuchten intensiver. Dadurch erscheinen HDR-Videos noch plastischer und machen mehr Spaß. Tatsächlich wird die Leuchtdichte (anders als bei SDR) nicht erhöht – je nach APL-Auslastung im Bild (Average Picture Level von 10 bis 100 Prozent) liegt sie zwischen 1233 (Zehn-Prozent-Weiß auf schwarzem Grund) und 489 Candela im Vollbild. An Panasonics TV-Flaggschiff TX-65DXW904 kommt der Samsung-Bolide aber nicht heran. Zwar liegen sie bei Spitzlichtern gleichauf, doch schafft der japanische Konkurrent im vollflächigen Weiß ganze 880 Candela.

Im Spezialmodus "HDR+" treten die glänzenden Grashalme dieser HDR-Landschaftsaufnahme deutlich schärfer hervor. Ein Helligkeitsgewinn gegenüber dem normalen (HDR-)Bildmodus "Film" ist nicht feststellbar.

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