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TESTBERICHT: Philips 55POS901F/12 Teil 4


Mischfarben reproduziert der Philips 55POS901F zwar nicht ganz so sauber wie die TV-Flaggschiffe der Konkurrenz, dennoch liegen die durchschnittlichen Delta-E-Abweichungen mit 2,0 auf sehr gutem Niveau.

Mit bis zu 420 Candela pro Quadratmeter bietet der Philips-OLED jedenfalls auch im SDR-Betrieb eine respektable Leuchtkraft und übertrifft sogar einige LCD-TVs der Mittelklasse – zumindest in Spitzlichtern. Denn je größer der Weißanteil wird, desto stärker geht die Helligkeit zurück. So bleiben im vollflächigen Weißbild (100 Prozent Average Picture Level) nur noch 150 Candela übrig.

Auf den Schwarzwert hat das keine Auswirkungen: Mit 0,0007 Candela lässt der 55POS901F in dunklen Bereichen praktisch kein Licht mehr erkennen. Dadurch erscheinen zum Beispiel Aufnahmen eines Sternenhimmels und finstere Szenen im Allgemeinen extrem plastisch sowie perfekt differenziert. Dank der hervorragenden Blickwinkelstabilität kommen auch seitlich sitzende Zuschauer voll auf ihre Kosten. Eine weitere Stärke der organischen Leuchtdioden ist die Bewegungsdarstellung: Weder in Kinofilmen noch im Tuner-Betrieb fallen nennenswerte Unschärfe- beziehungsweise Nachzieheffekte auf; selbst actionreiche Sequenzen werden sauber durchgezeichnet. Die Einbrenneffekte sind kaum der Rede wert.

Der Helligkeitsverlust (rot) von 20 Prozent aus schräger Perspektive lässt sich verschmerzen. Am Kontrast (gelb) ändert sich bei der Betrachtung von der Seite praktisch nichts.

Bei dunklen Grautönen steigt die Farbtemperatur leicht an. In der Praxis konnten wir dennoch keinen störenden Blaustich ausmachen. Ansonsten verläuft die Farbtemperatur über den gesamten Helligkeitsbereich sehr konstant.

Optimale Einstellungen

Die von uns für die Beurteilung von Farben, Kontrast und Helligkeit verwendeten Einstellungen lauten folgendermaßen:

Bildeinstellung: Film, Kontrast: 70, Helligkeit 50, Farbtemperatur: warm, Kontrastmodus: optimales Bild, Videokontrast 100, Gamma 0, Rauschunterdrückung: aus, Perfect Natural Motion: aus, Bildformat: erweitert, Farbe: 50, Schärfe: 0, Farboptimierung: aus, HDR-Upscaling: ein, Perfecter Kontrast: aus, Lichtsensor: aus, Ultra Resolution: aus, MPEG-Artefaktunterdrückung: aus und Perfect Clear Motion: aus.

Gut für High Dynamic Range gerüstet

Neben den SDR-Bildmodi spendiert Philips dem 55POS901F eine ganze Palette an HDR-Presets, die bei Zuspielung entsprechender Signale automatisch aufgerufen wird. Auch hier gehört der Modus "(HDR-)Film" zu den Favoriten, da er laut Messung die besten Farben mit einer Temperatur von 6600 Kelvin zeigt. In der Praxis wirken sie zwar etwas blass und leicht untersättigt, das lässt sich über den Sättigungsregler aber einfach beheben. Alternativ empfiehlt sich das Preset "HDR-Natürlich", welches durch generell kräftigere Farben besticht und so dem DCI-P3-Standard noch näher kommt. Rot erscheint dabei besonders rein und intensiv. Vorab sollten jedoch einige Korrekturen vorgenommen werden: Da die Farbtemperatur "Normal" mit 8700 Kelvin zu kühl abgestimmt ist, empfehlen wir die Einstellung "Warm", die es ebenfalls auf 6600 Kelvin bringt. Dadurch erscheinen die Graustufen nahezu perfekt neutral. Nur bei Cyan leistet sich der Fernseher einen größeren Ausrutscher, da er die Mischfarbe übersättigt und stark in Richtung Blau verschiebt. Dieses Problem lässt sich aber im Handumdrehen beseitigen, indem man die Funktion "Farboptimierung" ausschaltet.

Wie im SDR-Betrieb offeriert der Philips 55POS901F auch bei HDR-Zuspielung neun verschiedene Bildmodi. Die besten Ergebnisse liefern "HDR-Film" und (nach Korrekturen) "HDR-Natürlich".

Die Leuchtkraft klettert im HDR-Betrieb von 420 auf über 650 Candela – gemessen im zehnprozentigen Weißfenster. Bei vollflächigem Weiß fällt der Zugewinn geringer aus: Statt 116 Candela (SDR) erzielen dynamikreiche Videos mit großem Weißanteil maximal 142 Candela. In dieser Disziplin hinken die OLED-TVs ihren LCD-Kollegen also immer noch hinterher.

Der Bildmodus "HDR-Natürlich" ist eine gute Alternative zu "HDR-Film", da er eine bessere DCI-P3-Abdeckung erreicht und allgemein sattere Farben liefert.

Unter dem Punkt "Kontrast" im Bildmenü versteckt sich die HDR-Upscaling-Funktion. Sie lässt SDR-Inhalte heller wirken, der Farbraum bleibt dabei allerdings unverändert.

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